DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,74 % 66.746,87 Pkt 06:56:00 Gold -0,07 % 4.396,70 USD 07:01:02 Silber +0,76 % 63,98 USD 07:01:01 Brent +0,53 % 83,99 USD 06:58:05 WTI +0,33 % 78,44 USD 07:01:01 Bitcoin +0,22 % 64.993,00 USD 07:10:53 EUR/USD +0,26 % 1,15550 USD 07:10:20 EUR/GBP -0,02 % 0,85630 GBP 07:11:02 EUR/CHF -0,15 % 0,93480 CHF 07:11:02 EUR/JPY +0,20 % 182,897 JPY 07:11:01

Hessen führt tägliche Lesezeit ein - mehr Mathe-Tests, aber keine Medienkunde

Wissenschaft

Startseite Rhein-Main Landespolitik Hessen führt tägliche Lesezeit ein – mehr Mathe-Tests, aber keine Medienkunde Von: Peter Hanack Uns auf Google folgen Pilotprojekte in Hessen: Kinder der dritten und vierten Klassen sollen ab dem zweiten Schulhalbjahr täglich 20 bis 25 Minuten lesen. Mehr Tests in Mathematik sind zur besseren Förderung geplant. Kinder der 3. und 4. Klassen müssen täglich 20 bis 25 Minuten lesen. Das soll – beginnend mit dem zweiten Schulhalbjahr – an zunächst 100 Grundschulen erprobt werden. Und an 60 Schulen läuft ein Pilotprojekt im Mathematikunterricht, das auf vermehrte Tests als Grundlage für eine bessere Förderung von Schülern und Schülerinnen setzt. Das sind zwei wesentliche Neuerungen, die Hessens Kultusminister Armin Schwarz (CDU) am Freitag in Wiesbaden anlässlich des Schulstarts am Montag vorgestellt hat. Die feste tägliche Lesezeit soll Lesefertigkeiten und Motivation steigern. Sie kann im Deutschunterricht, aber auch in anderen Fächern stattfinden. Das sollen die Schulen selbst festlegen können, so Schwarz. Gelesen wird auch jetzt schon an den Grundschulen, nun aber möglicherweise regelmäßiger und mehr. Tatsächlich neu für Hessen ist dagegen der Ansatz, mit einer Ausweitung von Tests die Fähigkeiten von Schülern und Schülerinnen in Mathematik systematisch zu verbessern. Dazu soll es an den 60 Pilotschulen nicht wie bislang zwei verpflichtende Lernstandserhebungen (in den dritten und achten Klassen), sondern insgesamt fünf solcher Prüfungen geben. Zusätzlich werden diese in den vierten, fünften und neunten Klassen geschrieben. Unterstützt von digitalen Diagnose- und Förderinstrumenten wie dem Mathe-Lernsystem Bettermarks sollen Lehrkräfte die Fähigkeiten erkennen und verbessern können. Die Kinder und Jugendlichen sollen dann gemäß ihrem eigenen Tempo lernen und ihrem Bedarf nach gefördert werden. Eine gesonderte Zuweisung von Ressourcen gibt es nicht. Rat am Telefon Ein Elterntelefon gibt es von 10. bis 21. August. Es ist montags bis freitags von 9 bis 12 und 14 bis 16 Uhr erreichbar. Dort sollen Fragen zum neuen Schuljahr und zum Unterricht beantwortet werden. Die zentrale Rufnummer lautet 0611/368-2368. Außerdem können die Staatlichen Schulämter angerufen werden. Einem Schulfach Medienbildung erteilte Schwarz auf Nachfrage eine Absage. Das werde es nicht geben. Die schwarz-rote Landesregierung hat zum neuen Schuljahr das probeweise eingeführte Fach Digitale Bildung aus dem regulären Stundenplan genommen. Stattdessen können Schulen es auf freiwilliger Basis am Nachmittag anbieten, was auf breite Kritik gestoßen ist. Medienbildung sei von „elementarer Bedeutung“, sagte Schwarz, eine „Kernkompetenz wie Lesen, Schreiben und Rechnen“. Sie müsse Teil „eines jeden Unterrichts sein“. Ein eigenes Fach sei nicht sinnvoll. Die Unterrichtsversorgung sieht Minister Schwarz gewährleistet. Es gebe wie im vergangenen Schuljahr rund 62.000 Lehrerstellen. Die Zahl der Schüler und Schülerinnen steigt um 6.000 auf 809.000. Gleichzeitig sinkt die Zahl von Zugewanderten und Geflüchteten, die in Intensivklassen unterrichtet werden, von gut 21.000 auf rund 14.000. Dadurch würden 540 Stellen frei. Das gleiche den Mehrbedarf im regulären Unterricht aus. Mit dem neuen Schuljahr startet die Betreuungsgarantie. Eltern können jetzt einen Ganztagsplatz einklagen, acht Stunden von Montag bis Freitag, auch in den Ferien bei einer Pause von maximal vier Wochen im Jahr. Das gilt zunächst für die ersten Klassen. Schwarz geht davon aus, dass es für alle einen Betreuungsplatz geben wird. Kritik gibt es von Lehrerverbänden und der Opposition. Zu wenig Unterricht werde von ausgebildeten Lehrkräften erteilt, heißt es vom Verband Bildung und Erziehung (VBE). Es gebe Regionen, wo zwischen 25 und 50 Prozent derjenigen, die vor den Klassen stehen, kein Lehramtsstudium absolviert hätten. Auch für die tägliche Lesezeit werde weder der Stundenplan erweitert noch den Schulen dafür Personal zugewiesen.

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