Hessen: Lidl setzt ersten fahrerlosen Lkw auf deutschen Straßen ein
Laut Lidl hat der selbstfahrende Lkw des schwedischen Herstellers Einride keine Fahrerkabine, muss also von vornherein ohne Sicherheitsfahrer an Bord auskommen. Notfalls können menschliche Kontrolleure aber per Fernsteuerung eingreifen. Der elektrisch angetriebene Robolaster gleicht somit eher einem rollenden Container, der mit bis zu 15 Europaletten beladen werden kann.
Während des Versuchs übernimmt das Fahrzeug bereits eine reale Aufgabe in der Logistik: Es soll dreimal täglich eine Lidl-Filiale in Edermünde mit Trockenware aus einem Verteilzentrum im Ort versorgen. Die Strecke ist nur etwa 400 Meter lang.
Der Probelauf ist auf vier Monate angesetzt. Danach plant Lidl die Fahrt zu verlängern und auf weitere Filialen auszuweiten.
Vor einem Jahr hatte das 2016 gegründete Start-up Einride seinen Robotruck bereits im belgischen Hafen Antwerpen vorgeführt, aber nur für eine Demonstrationsfahrt. Inzwischen fährt die Firma nach eigenen Angaben für verschiedene Unternehmen in Europa, ein ähnliches Projekt wie das in Hessen läuft seit dem Sommer im US-Staat Ohio. In den USA sind bereits im größeren Stil autonome Lkw im Einsatz, etwa mit dem System der Firma Aurora in Texas über Hunderte Kilometer lange Strecken.