Hessen stellt Warn-App hessenWARN ein - Nutzer müssen auf NINA umsteigen
Das Land Hessen wird seine Warn-App hessenWARN Anfang 2027 einstellen. Das teilte das Innenministerium am Montag mit. Künftig sollen Warnungen und Gefahreninformationen über die bundesweite Warn-App NINA verbreitet werden. Nach Angaben des Ministeriums endet hessenWARN zum frühestmöglichen vertraglichen Zeitpunkt Ende dieses Jahres. Für die Einstellung gebe es inhaltliche und wirtschaftliche Gründe. Land will Doppelstrukturen vermeiden Innenminister Roman Poseck (CDU) begründete die Entscheidung damit, dass der Bund die Funktionen der Warn-App NINA in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut habe. Der Mehrwert der hessischen App sei dadurch erheblich gesunken. "Wir wollen Doppelstrukturen vermeiden", sagte Poseck. Durch die Einstellung von hessenWARN würden zudem rund 60.000 Euro pro Jahr eingespart. Kritik des Rechnungshofs Nach Angaben des Innenministeriums hatte auch der Hessische Rechnungshof empfohlen, auf die bundesweite Warn-App umzusteigen. Er hatte die Kosten für die landeseigene App kritisiert. Das Ministerium betont, dass den Menschen in Hessen durch die Umstellung keine Nachteile entstehen sollen. Mit der App NINA würden sie weiterhin zuverlässig über Gefahren- und Extremsituationen informiert. hessenWARN seit 2019 im Einsatz hessenWARN war 2019 eingeführt worden und ging aus der bereits seit 2017 genutzten App KATWARN hervor.