DAX +1,57 % 25.577,47 Pkt 15:51:14 MDAX +1,69 % 30.380,36 Pkt 15:51:15 Euro Stoxx 50 +0,68 % 6.157,58 Pkt 15:51:00 Dow Jones +0,28 % 52.359,00 Pkt 16:06:14 S&P 500 +1,20 % 7.715,45 Pkt 16:06:15 Nasdaq +1,80 % 26.423,37 Pkt 16:06:14 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,68 % 4.065,90 USD 15:56:11 Silber +0,64 % 54,46 USD 15:56:05 Brent -5,66 % 109,26 USD 15:55:48 WTI -1,55 % 100,18 USD 15:56:15 Bitcoin +0,32 % 80.263,49 USD 16:06:06 EUR/USD -0,62 % 1,11480 USD 16:05:45 EUR/GBP -0,21 % 0,83670 GBP 16:06:14 EUR/CHF -0,10 % 0,92320 CHF 16:06:14 EUR/JPY -0,05 % 175,823 JPY 16:06:14

Heute fällt eine Vorentscheidung: Wird Sachsen zum Endlager für Atommüll?

Nation

Im Erzgebirge und in der Oberlausitz werden heute sicher viele gespannt nach Niedersachsen blicken, wenn die BGE ihre Zwischenbilanz vorstellt. Denn genau in diesen beiden Regionen liegen die zwölf Gebiete, die sich rein theoretisch für das Endlager eignen könnten - sieben an der Grenze zu Tschechien, eine im Osterzgebirge und vier westlich und östlich von Bautzen.

Insgesamt 31,3 Prozent der Landesfläche hatte die BGE von vornherein ausgeschlossen (Kategorie D). Diese liegen vor allem im Westen und im Nordosten.

Weitere 32 Prozent - in der Landesmitte und im Süden - fallen in die Kategorie C, sind also nur in geringem Maße geeignet. 5,5 Prozent sind als geeignet eingestuft. Die derzeit noch in Untersuchung befindlichen Gebiete machen rund 2,8 Prozent der Landesfläche aus.

Parallel zu der Suche gibt es Kritik am Gesetz, das die Standortwahl regelt. Formuliert wird sie vom Nationalen Begleitgremium (NBG). Der Co-Vorsitzende Karsten Möring (77) drängt auf eine Straffung des Verfahrens. "Jeder Monat des Zögerns kostet uns wertvolle Zeit und gefährdet den Erfolg des gesamten Verfahrens", so Möring in einer Mitteilung.

Währenddessen entsteht in der Schachtanlage Konrad im niedersächsischen Salzgitter das erste nach Atomrecht genehmigte Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Deutschland. Dass das Endlager für hoch radioaktive Abfälle nach Sachsen kommt, hält der Geologische Dienst im Landesumweltamt für wenig wahrscheinlich.

Viele der 5,5 Prozent Landesfläche, die die BGE als geeignet einstuft, hält man dort für ungeeignet. Über die noch untersuchten Gebiete wird es heute mehr Klarheit geben.

Ende 2027 will die BGE Standortregionen für die oberirdische Erkundung benennen. Die Entscheidung über die infrage kommenden Regionen trifft aber der Bundestag. Sie soll nach heutigem Stand spätestens 2050 fallen.

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