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Heute im TV: Diesen aufwendigen Kriegsfilm muss jeder gesehen haben - 7 Oscars, 2,5 Stunden Laufzeit

Unterhaltung

Auch nach 69 Jahren ist dieser Film noch absolut sehenswert. Der Publikumsscore von 93 Prozent auf Rotten Tomatoes spricht eine klare Sprache.

"Die Brücke am Kwai" ist kein typischer Kriegsfilm. Hier stehen nicht Schlachtgetümmel und Explosionen im Vordergrund, sondern ein monumentales Bauprojekt wird zum Zentrum der Dramatik.

Regisseur David Leans episches Meisterwerk, basierend auf dem Roman von Pierre Boulle, erzählt eine auf realen Ereignissen beruhende Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg, deren Schauplatz eine strategisch bedeutende Eisenbahnbrücke im damaligen Indochina ist.

Heute kann sich das TV-Publikum ein Bild von dem Klassiker machen.

"Die Brücke am Kwai": Darum geht es

Im Mittelpunkt stehen britische und amerikanische Kriegsgefangene, die von den japanischen Besatzern gezwungen werden, eine Bahnlinie quer durch den Dschungel zu errichten.

Während der britische Colonel Nicholson (Alec Guinness) zuerst gegen die harte Behandlung durch Lagerkommandant Saito (Sessue Hayakawa) protestiert, wächst in ihm langsam der Ehrgeiz, eine perfekte Brückenkonstruktion zu bauen – und damit, ungewollt, zum Werkzeug des Feindes zu werden.

Sein Gegenpart ist US Navy Commander Shears (William Holden), der alles daran setzt, das Bauwerk zu sabotieren und am Ende zu zerstören. Ein Spiel aus Idealen, Stolz, Resignation und Sabotage beginnt.

Dieser Kriegsfilm hat Maßstäbe gesetzt

Auch abseits der inhaltlichen Ebene ist "Die Brücke am Kwai" ein kolossales Filmprojekt. Ganze acht Monate lang arbeiteten laut "All the Right Movies" 500 Menschen und sogar 35 Elefanten daran, die 35 Meter hohe und 130 Meter lange Brückenkulisse für den Film aufzubauen – die größte ihrer Art in der Filmgeschichte.

Während diese Zahlen schon beeindrucken, sind die historischen Hintergründe ungleich düsterer: Bei der Errichtung der realen Bahnlinie, bekannt als "Todeseisenbahn" zwischen Thailand und Burma, kamen zehntausende Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene ums Leben.

Der Aufwand für die Filmproduktion hat sich am Ende gelohnt: Bei der Oscarverleihung 1958 gewann "Die Brücke am Kwai" sieben Oscars, darunter in den wichtigsten Kategorien Bester Film, Beste Regie (Lean) und Bester Hauptdarsteller (Guinness).

Die Laufzeit von 156 Minuten ist zwar herausfordernd, doch wird das Publikum mit einem intensiven Film belohnt. Auf Rotten Tomatoes schwärmt ein Zuschauer: "Hervorragende Regie, und der gesamte Ansatz bei der Entstehung dieses Films ist zeitlos – ein Paradebeispiel dafür, seiner Zeit voraus zu sein."

Arte zeigt "Die Brücke am Kwai" am 4. Oktober zur Primetime um 20.15 Uhr. Noch am selben Tag erscheint der Klassiker auch in der kostenlosen Mediathek des Senders, wo er für einen begrenzten Zeitraum als Stream abgerufen werden kann.

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