Heute im TV: Katastrophenfilm, der mit seiner Werbekampagne eine Massenpanik auslöste
Dieser Katastrophenfilm war nicht nur verdammt aufwendig, sondern wurde mit einem Einspiel von fast 800 Millionen Dollar zu einem der erfolgreichsten des Regisseurs. Und doch stand er stark in der Kritik. Wenn man den Namen Roland Emmerich im Filmbiz hört, weiß man: Hier wird es zerstörerisch. Der Filmemacher ist ein Meister der Katastrophenfilme. Im Jahr 2009 übertraf er sich mit seinem Streifen "2012" allerdings kommerziell selbst. Der Blockbuster mauserte sich schnell zum erfolgreichsten Film von Emmerichs Karriere. Die Promotion für den Blockbuster, der sich auf den vom Maya-Kalender prognostizierten Weltuntergang konzentriert, lief allerdings gewaltig aus dem Ruder. Heute läuft "2012" aber erst einmal im TV. "2012": Darum geht es "2012" erzählt die Geschichte des Schriftstellers Jackson Curtis (John Cusack), der mit seinen Kindern einen Urlaub im Yellowstone-Nationalpark verbringt, als sich weltweit verheerende Naturkatastrophen ankündigen. Während die Erdkruste zunehmend instabil wird und ganze Städte zerstört werden, versucht Jackson gemeinsam mit seiner Ex-Frau Kate Curtis (Amanda Peet), ihren Kindern Noah Curtis (Liam James) und Lilly Curtis (Morgan Lily) sowie deren neuem Partner Gordon Silberman (Thomas McCarthy) zu überleben. Auf der Flucht vor dem globalen Chaos stoßen sie auf den Wissenschaftler Adrian Helmsley (Chiwetel Ejiofor), der an einem internationalen Rettungsplan beteiligt ist. Gemeinsam beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel steht. "2012": Extrem erfolgreicher Blockbuster mit einer bizarren Werbekampagne Roland Emmerich gab für seinen Katastrophenfilm "2012" stolze 200 Millionen US-Dollar aus. Allerdings lohnte sich die Investition: Laut "Box Office Mojo" konnte der Blockbuster fast 800 Millionen US-Dollar an den Kinokassen einspielen. Allerdings kam der Film bei den Kritiker:innen nicht so gut an. Bei Rotten Tomatoes gibt es von den professionellen Stimmen nur einen Score von 40 Prozent. Und das hängt vielleicht auch mit der durchaus bizarren Werbekampagne von "2012" zusammen. In den 2000ern kursierte der urbane Mythos, dass im Jahr 2012 die Welt untergehen würde, weil in diesem Jahr der Maya-Kalender endete. Wir sind alle noch hier; die Theorie vieler hat sich also nicht bestätigt. Roland Emmerich entschied sich allerdings, aus dem Mythos und der kollektiven Angstlust mit "2012" Profit zu schlagen. Der erste Trailer zum Katastrophenfilm endete mit der Aufforderung "die Wahrheit herauszufinden". Man solle im Internet nach dem Begriff "2012" suchen. Suchende stießen damit auf eine vermeintlich authentische Website, die heute nicht mehr existiert. Dort konnte man sich für eine Lotterie registrieren. Der Gewinn: Tickets für die rettende Arche, wie sie im Film von Emmerich dargestellt wird. Natürlich gab es weder Eintrittskarte für irgendeine Arche noch den Weltuntergang im Jahr 2012. Die Angst vieler Menschen vor einer globalen Naturkatastrophe wurde dadurch aber noch mehr geschürt. Wie "Independent" im Jahr 2009 berichtete, gingen im Vorfeld des Kinostarts von "2012" tausende besorgte Nachrichten bei der NASA ein. NASA-Astronom Dr. David Morrison verriet, dass die Angst insbesondere bei Teenager:innen real war: Wer den Katastrophenfilm noch nicht gesehen hat oder sich erneut zu Gemüte führen möchte, hat am 25. Juli die Gelegenheit dazu. Um 20.15 Uhr zeigt ProSieben "2012" im TV-Programm. Ausstrahlung verpasst? Kein Problem – den Blockbuster gibt es auch bei Amazon Prime als Kauf- und Leihtitel.