Hinter der Warenhausmarke HEMA stecken Tradition aber auch Kritik
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Ob Deko, Mode, Schreibwaren oder Küchenzubehör – HEMA gehört zu den bekanntesten Warenhausketten aus den Niederlanden. Gegründet wurde das Unternehmen 1926 in Amsterdam von Leo Meyer und Arthur Isaac. Ziel war es, funktionale Alltagsprodukte zu günstigen Preisen anzubieten. Dieses Konzept verfolgt HEMA bis heute. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Expansion. 1986 eröffnete die erste Filiale in Belgien, 2002 folgte Deutschland, schreibt myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Hier betreibt HEMA inzwischen 17 Standorte. Außerdem ist die Marke unter anderem in Frankreich, Luxemburg und Österreich vertreten. Das steckt im Sortiment Typisch für HEMA sind Eigenentwicklungen mit schlichter, funktionaler Gestaltung im Stil des modernen Dutch Designs. Das Sortiment umfasst Kleidung für Babys, Kinder und Erwachsene, Wohntextilien , Geschirr, Deko , Schreibwaren, Kosmetik sowie Party- und Geschenkartikel. Auch die beliebte Figur Miffy gehört mit mehr als 150 Produkten zum Angebot. Nach eigenen Angaben legt HEMA Wert auf erschwingliche Preise und Nachhaltigkeit. Das Unternehmen will Verpackungen ressourcenschonender gestalten sowie Produkte entwickeln, die möglichst langlebig sind. Produktion und Arbeitsbedingungen Produziert wird nicht in eigenen Fabriken. Stattdessen arbeitet HEMA mit Herstellern weltweit zusammen, vor allem in China, Bangladesch und Indien. Nach Unternehmensangaben müssen Lieferanten einen Verhaltenskodex einhalten. Zudem ist HEMA seit 2003 Mitglied der Initiative amfori BSCI und beteiligt sich an weiteren Programmen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Umweltstandards. Rückrufe und Kundenbewertungen Immer wieder gab es bei HEMA jedoch Produktrückrufe. Laut dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) wurde Anfang 2026 Asbest in Spiel- und Bastelsand entdeckt. In den vergangenen Jahren wurden außerdem Produkte wegen Brand- oder Erstickungsgefahr sowie Metallteilen in Lebensmitteln zurückgerufen. Systematische Verstöße gegen Arbeitsrechte sind öffentlich jedoch kaum bekannt geworden.