Historische Wahlergebnisse in Berlin: Die neue Teilung Berlins
Artikelzusammenfassung
Berlins politische Landkarte hat sich seit der Wiedervereinigung mehrfach verschoben. 1990 prägte noch die alte Mauerlinie das Wahlverhalten, als die CDU im Westen dominierte und die SPD im Osten stark abschnitt, bevor 2001 die PDS den Ostteil fast vollständig eroberte und die CDU auch im Westen an Einfluss verlor. 2011 trat an die Stelle der Ost-West-Spaltung zunehmend ein Gegensatz zwischen Innenstadt und Außenbezirken, wobei sich die Grünen im inneren Stadtgebiet als stärkste Kraft etablierten. Bei der Wiederholungswahl 2023 gewann die CDU vor allem in den äußeren Bezirken mit Themen wie Auto, Sicherheit und Infrastruktur, während die Grünen in den innerstädtischen Vierteln stark blieben. Vor der nächsten Wahl gilt Berlin wegen knapper Abstände zwischen mehreren Parteien, schwächerer Parteibindungen bei jungen Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund sowie wegen hoher Mieten als politisch besonders aufschlussreich, während die AfD trotz einzelner Erfolge in Randlagen weiter einen schweren Stand hat.
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Berlin ist bunt, Berlin ist dynamisch. Wahlen werden hier nie langweilig: Betrachtet man die Ergebnisse seit der Wiedervereinigung im Überblick, fallen auf den ersten Blick die vielen Veränderungen auf, die die Hauptstadt in diesen 36 Jahren parteipolitisch erlebt hat. Dennoch lassen sich markante Grenzlinien feststellen, die Berlin geprägt haben. Sie trennen das unterschiedliche Wahlverhalten wie unsichtbare innerstädtische Mauern teilweise bis heute.
Wir zeigen hier alle Wahllokalgebiete mit Briefwählern. Gefärbt ist der Wahlbezirk jeweils in der Farbe, die hier die meisten Stimmen geholt hat. Je kräftiger der Farbton, umso höher der Abstand zum Zweitplatzierten.