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Historischer Tiefstand: Okertalsperre war Ende Juli noch nie so leer

Nation

Stand: 28.07.2026 08:38 Uhr

Die weitgehend anhaltende Trockenheit macht sich in den Talsperren im Harz bemerkbar: Zwar ist die Trinkwasserversorgung gesichert, doch die Okertalsperre hat einen historischen Tiefstand erreicht.

Typischerweise erreichen die Talsperren ihren Tiefststand erst im Herbst. Noch nie war Ende Juli so wenig Wasser in der Okertalsperre wie jetzt: Wie aus Daten der Harzwasserwerke hervorgeht, hat die auch bei Badegästen beliebte Talsperre derzeit noch 15,04 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert. Harzwasserwerke-Sprecher Norman Droste zufolge ist das weniger als beim bisherigen Juli-Tiefstand 1996, als noch 15,4 Millionen Kubikmeter Wasser eingespeichert waren.

Weitere Entwicklung des Füllstands kaum absehbar

Vom Allzeittief im Herbst 2022, als sie nur zu 17 Prozent gefüllt war, ist die Okertalsperre mit derzeit 32 Prozent Füllstand aber weit entfernt, wie Droste erklärte. Ihm zufolge regenerieren sich die Talsperren im Harz stets im Winter. Im Sommer hänge der Füllstand vor allem von Regenmengen, aber auch von der Verdunstung, ab. Eine Prognose wagte Droste nicht: Das Wetter sei auf mehrere Wochen und Monate nicht seriös vorhersagbar. Ob demnächst womöglich die Abgabemenge in die Oker reduziert werden muss, beantwortete Droste ebenfalls nicht.

Trinkwasserversorgung dank Granetalsperre gesichert

Trotzdem sei die Trinkwasserversorgung gesichert, betonte Droste. Ihm zufolge wird zwar gelegentlich auch Wasser aus der Okertalsperre zur Granetalsperre geleitet, was notfalls gestoppt werden könne. Für die Trinkwasserversorgung entscheidend sei aber letztlich die Granetalsperre und die stehe mit ihrem derzeitigen Füllstand von 61 Prozent verhältnismäßig gut da. Auch die weiteren Talsperren seien derzeit zu etwa 60 Prozent gefüllt. In Niedersachsen fußt die Trinkwasserversorgung in weiten Teilen auf den Talsperren im Harz.

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