Hitze könnte nach Deutschland ziehen – wichtige Entscheidung fällt schon bald
Startseite Welt Frankreich-Hitze könnte nach Deutschland ziehen – wichtige Entscheidung fällt schon bald Von: Robin Dittrich Uns auf Google folgen Frankreich ächzt unter einer Hitzewelle. Diese könnte bald auch nach Deutschland kommen. Meteorologen sehen den 8. bis 10. Juli als entscheidendes Datum. München – Deutschland steckt mitten in einer kurzen Atempause – doch die nächste Hitzewelle klopft bereits an. Frankreich ächzt unter einer Gluthitze mit Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke, und das Thermometer hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht. Für die Bundesrepublik stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob die Hitze kommt, sondern wann sie zuschlägt. Gerade erst hat sich das Land von der historischen Hitzewelle Ende Juni erholt. In Möckern-Drewitz (Sachsen-Anhalt) wurden mit 41,8 Grad gleich dreimal hintereinander neue Allzeitrekorde gemessen – Werte, die es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland noch nie gegeben hatte. Meteorologe Dominik Jung bezeichnet die aktuelle Abkühlung als „nur eine Atempause“. Ab Donnerstag, dem 9. Juli, drehe Deutschland wieder auf. Am Wochenende seien bis zu 38 Grad möglich, am Oberrhein sogar mehr – die 40-Grad-Marke blitze in den Modellen bereits am Horizont auf. Kachelmann befürchtet in diesem Jahr einen „Scheißsommer“ Das entscheidende Datum: Zwischen dem 8. und 10. Juli könnte sich zeigen, ob die Hitze aus Frankreich erneut in voller Breite nach Deutschland schwappt. Sowohl die ECMWF-Monatsvorhersage als auch die NOAA-Saisonprognose sagen für Juli einen deutlich zu warmen und zu trockenen Sommer voraus. Meteorologe Jörg Kachelmann findet auf X deutliche Worte: „Es wird ein Scheißsommer für weite Teile Mitteleuropas.“ Seine Grundlage: die neuesten Daten des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF). „Die neuen Monatsvorhersagen sehen ziemlich katastrophal aus, auch für den August“, so Kachelmann. Bereits im Juni hatte er gewarnt: „Das, was wir jetzt erleben, ist nicht das Ende der Fahnenstange.“ Auch Dominik Jung sieht für die Temperaturen schwarz Dominik Jung stimmt zu: „Das Azorenhoch setzt sich durch, die Werte klettern bis Mitte des Monats wieder verbreitet auf 27 bis 33 Grad, südlich der Linie Saarland–Nürnberg mit ersten tropischen Nächten.“ Für die zweite Julihälfte sieht Jung Signale für eine erneute blockierende Hochdruckstruktur – eine neue Hitzekuppel, unter der es von Tag zu Tag heißer werden könnte. Hinter den Rekordtemperaturen lauert ein weiteres Problem: Die Böden sind vielerorts ausgetrocknet. Forscher des Helmholtz-Zentrums schlagen bereits Alarm. Der gelegentliche Regen – darunter mögliche Gewitter am Sonntag im Süden – helfe kaum. Der ausgedörrte Boden könne das Wasser kaum aufnehmen. Landwirtschaft, Wälder und Gärten leiden weiter. Ob der neue Allzeitrekord von 41,8 Grad noch in diesem Sommer fällt, lässt Jung offen – ausschließen will er es nicht. Deutscher Wetterdienst schließt große Hitzewelle aktuell aus Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt zunächst Entwarnung. Laut DWD-Meteorologe Marco Manitta aus Offenbach liegt der Schwerpunkt des Hochs derzeit bei den Britischen Inseln – weshalb Deutschland eine echte Hitzewelle vorerst „erspart“ bleibt. Frankreich und Spanien trifft es dagegen erneut mit voller Wucht: „Dort werden Spitzenwerte von über 40 Grad erwartet“, so Manitta.