DAX +0,37 % 26.421,83 Pkt 09:37:43 MDAX +0,16 % 32.303,18 Pkt 09:37:43 Euro Stoxx 50 +0,02 % 6.552,60 Pkt 09:37:30 Dow Jones -0,45 % 53.791,85 Pkt 22:41:12 S&P 500 -0,38 % 7.728,20 Pkt 22:34:05 Nasdaq -0,92 % 26.445,45 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,83 % 67.524,06 Pkt 08:45:02 Gold +1,92 % 4.467,00 USD 09:42:40 Silber +2,25 % 66,23 USD 09:42:12 Brent +0,69 % 89,52 USD 09:42:40 WTI +0,89 % 83,94 USD 09:42:43 Bitcoin +0,17 % 63.659,20 USD 09:52:40 EUR/USD -0,03 % 1,15420 USD 09:52:24 EUR/GBP -0,06 % 0,85400 GBP 09:52:33 EUR/CHF +0,24 % 0,93720 CHF 09:52:43 EUR/JPY +0,06 % 183,864 JPY 09:52:43

Hitze-Wetter in Deutschland: Wann die Polarluft den heißen Sommer beendet

Nation

Großwetterlage stellt sich um Polarluft beendet den Hitzesommer Von Ellen Ivits Aktualisiert am 12.08.2026 - 08:33 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Noch einmal erreichen die Temperaturen in Deutschland bis zu 39 Grad. Doch auf dem Atlantik verändert sich die Wetterlage. Wettermodelle rechnen mit einem markanten Temperatursturz. Kann der Sommer noch einmal zurückkehren? Das Sommerwetter dreht in Deutschland noch einmal auf. Bis Freitag steigen die Temperaturen verbreitet auf mehr als 30 Grad, im Westen sind sogar Spitzenwerte bis zu 39 Grad möglich. Doch auf den Wetterkarten zeichnet sich bereits eine Veränderung ab: Die bislang stabile Großwetterlage gerät in Bewegung. "Zum kommenden Wochenende rollt die nächste Hitzewelle heran", sagt der Diplom-Meteorologe Dominik Jung t-online. "Interessant wird die Zeit danach." Entscheidend für die weitere Entwicklung des Wetters in Deutschland ist das Geschehen zwischen Grönland, Kanada und dem Nordatlantik. Das Tiefdruckgebiet über dem Nordpol verlagert sich in Richtung Grönland und Kanada. Seine kalte Luft trifft auf den deutlich wärmeren Atlantik. Dadurch können neue Tiefdruckgebiete entstehen, die anschließend nach Europa gelangen. "Ab etwa Mitte August deuten mehrere Signale auf eine mögliche Umstellung der Großwetterlage hin, weg vom festgefahrenen Hochsommer, hin zu einem wechselhafteren Frühherbst-Muster", erläutert der Wetterexperte Jung. Nach der Prognose des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervoraussagen (ECMWF) könnte Deutschland die Umstellung der Großwetterlage ab dem 16. August deutlich zu spüren bekommen. Am kommenden Sonntag werden noch Temperaturen zwischen 27 und 32 Grad berechnet, doch dann schlägt das Wetter um. Wetter schlägt um – Ende des Sommers eingeläutet Am 18. August liegen die Höchsttemperaturen nach dieser Prognose nur noch zwischen 17 Grad im äußersten Norden und 25 Grad im tiefsten Süden. Für die Jahreszeit wäre das weiterhin vergleichsweise warm – die derzeitige Hitze wäre jedoch vorerst beendet. Wetterwechsel könnte Regen nach Deutschland bringen Mit der Abkühlung könnte sich auch die lange trockene Wetterphase zumindest regional ändern. Wie viel Regen tatsächlich fällt, lässt sich allerdings noch nicht seriös voraussagen. Die vom europäischen Wettermodell (ECMWF) berechnete Entwicklung zwischen dem 17. und 20. August lässt verschiedene Szenarien zu. In einer Variante wären vor allem im Süden innerhalb weniger Stunden Niederschlagsmengen von mehr als 100 Litern pro Quadratmeter möglich. Damit bestünde örtlich die Gefahr von Sturzfluten und Überflutungen. Gerade auf ausgetrockneten Böden könnte ein Teil des Wassers oberflächlich abfließen, statt unmittelbar in den Boden einzudringen. "Auf das absolut Notwendigste" reduzieren: Zehntausende sollen nicht duschen – Folgen des Hitze-Wetters in Deutschland Hitze kehrt nach Wetterprognosen noch einmal zurück Ob der Wetterwechsel tatsächlich das endgültige Ende des Hochsommers bedeutet, ist noch nicht entschieden. Die verschiedenen Modellläufe zeigen zwar übereinstimmend, dass die derzeit stabile Hochdrucklage ab Mitte August unter Druck gerät. Wie es danach weitergeht, berechnen sie jedoch unterschiedlich. Nach einer Variante des europäischen Wettermodells baut sich mit Beginn der letzten zehn Tage des August erneut ein Hoch über Mitteleuropa auf. Zwischen dem 22. und 24. August könnten die Temperaturen wieder auf 27 bis 32 Grad steigen, örtlich werden bis zu 35 Grad berechnet. Im Video | "Extrem belastend": Meteorologin warnt vor Hitze Player wird geladen Der Sommer endet in Schüben Auch das amerikanische Wettermodell (GFS) lässt den Hochsommer nicht auf einen Schlag enden. Nach dessen Wetterprognose kann sich die aktuelle Hitzewelle über Mitteleuropa etwas länger behaupten. Bis zum 20. August sind demnach 28 bis 34 Grad möglich, phasenweise sogar bis zu 39 Grad. Anschließend könnten frischere Luftmassen vom Atlantik die Temperaturen deutlich nach unten drücken. Doch auch hier deutet sich um den 23. August noch einmal ein kurzer Anstieg auf 28 bis 34 Grad an, bevor die Werte erneut auf 20 bis 25 Grad zurückgehen. Bei Regen werden örtlich sogar nur 14 Grad berechnet. Statt eines abrupten Endes zeichnet sich damit in dieser Variante ein Wechsel zwischen heißen und deutlich frischeren Phasen ab. "Bis dahin bleibt uns die Hitze erhalten" Der Meteorologe Jung fasst die Wetterprognosen zusammen: "Die Kontrollläufe des ECMWF und auch das europäische KI-Modell stützen ein Ende der Hitze ab Mitte August, ebenso die Stratosphärenmodelle, die auf eine Umstellung Richtung Frühherbst deuten. Das amerikanische Lager hält dagegen länger an der Hitze fest." Bei der Temperatur seien sich die Modelle im Grundton aber einig: zu warm, mit einer Abweichung um zwei bis drei Grad über dem langjährigen Mittel. Unterm Strich: "Der meteorologische Sommer endet am 31. August. Bis dahin bleibt uns die Hitze zumindest zeitweise erhalten, ein möglicher Wetterwechsel ab Mitte des Monats ist die spannendste Frage – und selbst wenn er kommt, löst er die Dürre nicht auf, sondern lindert sie bestenfalls oberflächlich", so die Prognose von Jung.

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