DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,57 % 4.432,00 USD 23:00:00 Silber -0,07 % 64,83 USD 22:59:58 Brent +1,75 % 88,59 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 62.988,78 USD 04:08:02 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:21 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:22 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:21 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:21

Hitzewelle in Berlin: Krach will Miniparks am Gendarmenmarkt und am Alex

Nation

Berlin schwitzt, am Wochenende wurde der Temperaturrekord in Berlin gebrochen. Die neue Woche soll Abkühlung bringen: Im Verlauf des Tages werden am Montag in Berlin und Brandenburg aus Südwesten aufziehende Gewitter erwartet, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet. Mit der Kaltfront aus Nordwesten solle wieder etwas trockenere und nicht mehr so heiße Luft einfließen, hieß es. Lokal ist auch heftiger Starkregen möglich. In den Abendstunden sollen die Gewitter nach Polen abziehen. Die Temperaturen sollen nur noch Höchstwerte von 27 bis 31 Grad erreichen. Alles zur Hitzewelle in Berlin – hier im Live-Blog. Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick: Gewitter sollen die Hauptstadt etwas abkühlen Neuer Berliner Temperaturrekord mit 39,9 Grad gemessen Wasserwerfer der Polizei erfrischen vor dem Olympiastadion Besucher des Bruno-Mars-Konzerts 17.00 Uhr: Schwimmer seit Sonntag vermisst – Suche bislang erfolglos Ein am Sonntagabend auf der Spree-Oder-Wasserstraße in Berlin-Schmöckwitz verschwundener Schwimmer wird noch immer vermisst. Das Gewässer sei inzwischen abgesucht, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Wasserschutzpolizei kontrolliere nun die Gegend. Auch die brandenburgische Polizei sei informiert, da sich die Person inzwischen auch auf dem Gebiet dort befinden könne. Am Sonntagabend waren laut Polizei drei Männer von einem gemieteten Tretboot aus ins Wasser gegangen. Einer von ihnen war dann nicht mehr auffindbar, wie eine Polizeisprecherin zuvor sagte. An der Rohrwallallee wurde dann eine große Suchaktion mit Tauchern eingeleitet, die zunächst gegen 23.00 Uhr erfolglos eingestellt wurde. (dpa) 16.15 Uhr: Steffen Krach will Miniparks am Gendarmenmarkt und am Alex SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat sich angesichts der Rekordtemperaturen vom Wochenende für deutlich mehr Bäume auf dem Gendarmenmarkt und dem Alexanderplatz ausgesprochen. „Wir wissen, dass die nächste Hitze kommt und Großstädte wie Berlin immer wieder mit voller Wucht trifft“, sagte Krach. Deshalb sei es notwendig, die Begrünung der Stadt zu beschleunigen und das im November vom Landesparlament beschlossene Baumgesetz umzusetzen. Das Gesetz sieht vor, die Zahl der Straßenbäume in Berlin bis 2040 deutlich zu erhöhen. „Wir müssen auch ernsthaft über zentrale Orte wie den Alexanderplatz, den Gendarmenmarkt oder den Vorplatz am Hauptbahnhof sprechen“, so der SPD-Landesvorsitzende. „Sie werden zu unerträglichen Bratpfannen, und ich finde, wir tun gut daran, sie zumindest teilweise mit Miniparks zu begrünen.“ Krach plädiert dafür, sich die französische Hauptstadt dafür zum Vorbild zu nehmen, wie sich Denkmal- und Klimaschutz vereinen ließen. „Mein Ziel ist, dass wir genauso wie Paris eine Steinwüste nach der anderen in kleine grüne Oasen verwandeln“, sagte der SPD-Politiker. Mehr Grün wünscht sich Krach auch für das Tempelhofer Feld, das Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. „Die Hitzerekorde der vergangenen Tage bestärken mich auch darin, das Tempelhofer Feld zu einer grünen Lunge für Berlin zu machen, zu einem richtigen Jahrhundertpark.“ Die dafür notwendigen Investitionsmittel gebe es bereits. Am 27. Juni wurde in Berlin ein Allzeitrekord aufgestellt: In Tempelhof wurden nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes 39,9 Grad gemessen. Mehr Bäume gelten als Beitrag zum Klimaschutz und dazu, eine starke Erhitzung in den Innenstädten abzumildern. Besonders heiß wird es dort, wo es keine Bäume, aber größere Fläche ohne jedes Grün gibt. Am 20. September ist in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus. (dpa) 14.58 Uhr: Unfallkrankenhaus Berlin schafft 3000 Kühltücher an Krankenhäuser in Deutschland sind nur begrenzt gerüstet für Hitzewellen wie die vom vergangenen Wochenende. Das hat eine repräsentative Befragung des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) von 289 Kliniken im Jahr 2024 ergeben. Demnach haben knapp sieben von zehn Krankenhäusern (69 Prozent) bauliche Anpassungen bislang nur auf wenigen Stationen oder in einzelnen Bereichen vorgenommen. Jedes vierte Haus (24 Prozent) sieht sich immerhin auf vielen Stationen gut aufgestellt. Vier Prozent der Kliniken haben den Ergebnissen noch keine baulichen Maßnahmen ergriffen. Das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) in Marzahn gehört zu den besser aufgestellten Häusern. Die Pressesprecherin des UKB, Angela Kijewski, sagte dem Tagesspiegel, viele Bereiche seien dort bereits klimatisiert. Das betreffe die Rettungsstelle, die Intensivstation, die OP-Bereiche sowie die gesamte Reha-Klinik. Die Krankenstationen würden sukzessive nachgerüstet, was allerdings kostspielig und damit nicht von heute auf morgen umsetzbar sei. Das UKB beschäftigt außerdem eine Klimamanagerin: Ulrike Krol hat einen Master in Gesundheitswissenschaften und ist neben ihrer Tätigkeit als Pflegekraft dafür da, den Hitzeschutz im UKB zu verbessern. So soll etwa eine Heatmap helfen, Gebäudeteile zu identifizieren, die besonders hitzebetroffen sind. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zu deren Erstellung nach den gefühlten Temperaturen im Gebäude befragt. Die Ergebnisse werden digital erfasst und die grün (kühl) bis tiefrot (sehr warm) gekennzeichneten Bereiche ermöglichen so Rückschlüsse auf Handlungsbedarfe. So werden ältere oder frisch operierte Patienten gegebenenfalls in kühlere Zimmer verlegt. Pressesprecherin Kijewski verweist zudem darauf, dass bei extremen Temperaturen der hausinterne Hitzeschutzplan greift, der ein Konzept zur Lüftung und Verschattung genauso wie ein gesondertes Flüssigkeits- und Medikationsmanagement bei den Patienten beinhaltet. Die Beschäftigten des UKB können sich im Übrigen über den jüngsten Erfolg von Klimamanagerin Krol freuen: Das Haus schafft 3000 spezielle Kühltücher an, die an besonders heißen Tagen Abhilfe schaffen sollen. 13.56 Uhr: Ansturm auf Berlins Bäder – mehr als 120.000 Gäste am Hitze-Wochenende Bei Temperaturen knapp unter 40 Grad haben am Wochenende 120.159 Menschen Abkühlung in Berlins Freibädern gesucht. Das teilten die Berliner Bäder-Betriebe auf Anfrage mit. Zum Vergleich: In der gesamten vergangenen Woche zählte der Badbetreiber nach eigenen Angaben insgesamt 295.989 Besucherinnen und Besucher. Spitzenreiter unter den Besucherzahlen am Wochenende waren das Sommerbad Kreuzberg (16.682 Gäste) und das Strandbad Wannsee (16.622). Der große Andrang sorgte am Samstag und Sonntag teils zu vorübergehenden Einlassstopps bei den Sommerbädern, wie eine Sprecherin sagte. Der Ticketverkauf wurde an beiden Tagen gestoppt. Vor den Bädern bildeten sich teils sehr lange Schlangen, nicht alle Menschen konnten eingelassen werden. Nach Angaben der Sprecherin gab es einige Rettungseinsätze, vor allem wegen Kreislaufproblemen. Größere Zwischenfälle in den überfüllten Freibädern, bei denen die Polizei hätte einschreiten müssen, waren nicht bekannt. Angesichts des „historische heißen Wochenendes und des großen Ansturms“ sei dies besonders erfreulich, so die Sprecherin. Seit Saisonbeginn am 1. Mai besuchten laut Bäder-Betriebe bislang insgesamt 560.491 Menschen die Freibäder. Die meisten Anlagen sind seit Anfang Juni geöffnet, das Columbiabad in Neukölln machte nach technischen Problemen erst in der vergangenen Woche auf. 13.40 Uhr: Bundesweite Rekord-Hitze in Brandenburg – „Unser Ort war wie ausgestorben“ Im Dorf Coschen in Brandenburg wurden am Sonntag 41,7 Grad gemessen – deutscher Hitzerekord. Niemand habe sich raus getraut, berichtet Ortsvorsteherin Birgit Radt. Warum sie sich vor allem um ihre Tiere sorgte: 10.37 Uhr: Innensenatorin Spranger lobt Wasserwerfer-Aktion Innensenatorin Iris Spranger (SPD) lobte am Montag im Innenausschuss die „sehr, sehr gute Idee“ der Polizei, mit Wasserwerfern an heißen Plätzen in der Stadt für Abkühlung zu sorgen. Viele Menschen hätten sich bedankt, auch bei den Touristen sei es gut angekommen, dass die Polizei sich bemüht habe, die Situation etwas zu erleichtern. Die Polizei habe zur Sicherheit auch vor den überfüllten Freibädern gestanden, dort sei es aber nach den Erkenntnissen nicht zu Zwischenfällen gekommen. 10.07 Uhr: Retter am Limit – Feuerwehr mit mehr als 4000 Einsätzen am Hitze-Wochenende Am Berliner Hitze-Wochenende ist die Feuerwehr zu mehr als 4000 Einsätzen gefahren. Das entspricht einem Anstieg von knapp einem Drittel, erklärte ein Sprecher der Feuewehr. Am Samstag fuhren die Einsatzkräfte zu 2050 Alarmen, am Sonntag zu 2083. An einem durchschnittlichen Tag in diesem Jahr seien es 1500 Notrufe. „Also hunderte Einsätze mehr, nicht nur im Bereich des Rettungsdienstes, sondern auch in der Brandbekämpfung“, sagte Homrighausen am Montag im Innenausschuss. Die Feuerwehr sei „sehr stark belastet und auch ausgelastet“ gewesen. Laut dem Sprecher seien die Retter „permanent durchgefahren“ und waren über mehrere Phasen der Tage bei teilweise fast 40 Grad extrem ausgelastet. Die zusätzlichen Einsatzmittel, die die Beamten anforderten, haben laut dem Sprecher nicht ausgereicht. Vor allem Ältere und Kinder mit typischen hitzebedingten Gesundheitsproblemen, wie Schwindel, Erschöpfung und Kreislaufproblemen waren betroffen, hieß es von der Behörde. 09.01 Uhr: A115 wegen Hitzeschaden gesperrt Durch die hohen Temperaturen hob sich auf der A115 der Asphalt an. Die Autobahn kann daher derzeit zwischen Potsdam-Drewitz und Saarmund nicht befahren werden: 8.07 Uhr: Retter brechen Suchaktion nach vermisster Person in Schmöckwitz ab Im Berliner Südosten sind die Feuerwehr, Polizei und DLRG am Sonntagabend zu einer weiteren Suchaktion aufgebrochen. Im Langen See ist nach Feuerwehrangaben eine Person vermisst worden. Die Suchaktion musste am Sonntag mit Einbruch der Dunkelheit abgebrochen werden. Laut einem Polizeisprecher setzen die Einsatzkräfte die Suche am Montag fort. 7.53 Uhr: Gute Nachrichten vom Waldbrand in der Gohrischheide In der Nacht zu Montag hat die Feuerwehr den Waldbrand in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg unter Kontrolle gebracht. Das sächsische Innenministerium rechnet damit, dass das Feuer noch am Montag gelöscht werden kann. Dabei erhoffen sich die Helfer auch Unterstützung von oben – den sehnlich erwarteten Regen. 20.30 Uhr: Bruno Mars tritt bei Hitze im DFB-Trikot auf Selbst Bruno Mars trägt heute lieber luftig: Nach dem langen roten Overall beim ersten Konzert am Freitag hat er als Bühnenoutfit heute die atmungsaktive DFB-Kombi in kurz gewählt. Das Publikum trägt Rot, Weiß – und Fächer. Es wedelt im Takt. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ist mit mehreren Dutzend Flaschen Sonnencreme ausgestattet worden – die Nachfrage ist groß. 19.50 Uhr: Polizei zieht leblosen Jugendlichen aus der Spree Ein Jugendlicher ist beim Schwimmen in der Spree tödlich verunglückt. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort und zogen das Opfer leblos aus dem Wasser. Er ist nach zwei Todesfällen am Jungfernheidese und in Tempelhof bereits der dritte Badetote an dem Berliner Hitze-Wochenende. 17.49 Uhr: Hitze legt den polnischen Zugverkehr lahm In Polen ist der gesamte Zugverkehr wegen der Hitze zusammengebrochen. Diverse Hochgeschwindigkeitszüge sind auf der Strecke liegengeblieben, müssen evakuiert werden und blockieren die Gleise. Am Warschauer Hauptbahnhof herrscht Chaos, berichtet ein Tagesspiegel-Reporter. Einzelne Züge haben bis zu fünf Stunden Verspätung. Der Eurocity nach Berlin, der bereits um 15 Uhr abfahren sollte, soll mit fast dreistündiger Verspätung um 17.55 Uhr abfahren, doch die Uhrzeit verschiebt sich immer weiter nach hinten. Hunderte Reisende mit dem Ziel Berlin sind gestrandet und es gibt keine Informationen, ob es tatsächlich heute noch Zugverbindungen in die deutsche Hauptstadt geben wird. 17.45 Uhr: Berlins Rekord-Hitzewochenende in Bildern Ein neuer Hitzerekord, erfrischende Polizeieinsätze, ausverkaufte Ventilatoren: Die Hauptstadt trotzte am Wochenende der Hitzewelle – und machte mit reichlich Wasser das Beste draus: 17.19 Uhr: Hausnotruf der Malteser bei Rekordhitze gestört Die Malteser melden eine technische Störung an ihren Hausgeräten. Während Senioren bei fast 40 Grad in der Hauptstadt oft nahezu ausgetrocknet in die Rettungsstellen gebracht werden, sind einige Notrufgeräte der Vereinigung defekt. Die katholische Hilfsorganisation informiert auf ihrer Webseite, dass die Störung für einen Teil der Hausnotruf-Kunden seit Sonntagmorgen gilt. Einige Geräte würden blinken und könnten keine Verbindung zum Mobilfunkbetreiber herstellen. Kunden sollen sich mit Angehörigen in Verbindung setzen, um eine Rufbereitschaft sicherzustellen. Bei akuten gesundheitlichen Beschwerden soll direkt der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 kontaktiert werden. 17.10 Uhr: Eltern geben Baby und Kind am Badesee Bier zu trinken Am Rekord-Hitzetag beobachten mehrere Personen am Kaulsdorfer See, wie ein Säugling und ein Dreijähriger an einer Bierflasche nuckeln. Auch das Jugendamt war vor Ort: 16.50 Uhr: Party mit Sprühnebel in der „Else“ am Treptower Park In der Else am Treptower Park wird trotz Hitze unter freiem Himmel gefeiert. Wie im Berghain ist auch hier die Schlange kurz. Dafür ist die Stimmung besser. Drinnen stampft der Bass, einzelne Jubelrufe sind zu hören. Im Hineingehen kühlt der Türsteher, der anonym bleiben will, seine Gäste mit feinem Wassernebel aus einer Sprühflasche. Auch der Tagesspiegel bekommt eine Dusche. Die Stimmung ist super“, sagt der Türsteher. „Jeden, den ich reinlasse, erinnere ich, wie wichtig es ist, Wasser zu trinken. Ich bin der Papa hier und passe auf alle meine Kinder auf.“ Im Club selbst sei Wasser heute kostenlos. Zusätzlich gebe es Sprenkelanlagen. Zum Abschied verrät der Türsteher noch sein Hitzegeheimnis: Er trägt ein Halstuch wie eine Krawatte um den Hals und hat in den Stoff mehrere Eiswürfel geklemmt. „Lebensretter“ sagt er auf Englisch. 16.25 Uhr: Berliner Polizei setzt Wasserwerfer am Olympiastadion ein Auch am Sonntag ist die Polizei mit dem Wasserwerfer im Einsatz. Gegen 16.20 Uhr ist das Fahrzeug am Olympiastadion eingetroffen und soll für Abkühlung sorgen. Die Polizeipräsidnentin, Barbara Slowik-Meisel, dankte den Einsatzkräften, die „am Wochenende bei diesen extremen Wetterbedingungen ihren Dienst für die Sicherheit dieser Stadt leisten“, heißt es in einer Mitteilung auf dem WhatsApp-Kanal der Behörde. Die Besatzungen der Wasserwerfer seien extra aus dem Wochenende in den Dienst zurückgekehrt. Unter einer Regendusche können Besucher des Bruno-Mars-Konzerts erfrischen. Im Anschluss hält das Fahrzeug am Schillerpark in Wedding. Bereits am Samstag war die Polizei mit dem Wasserwerfer im Stadtkern unterwegs. Der Tagesspiegel hat das Geschehen begleitet: 16.08 Uhr: DLRG mit mehr als 100 Einsätzen am Berliner Hitze-Wochenende Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat in Berlin über das Wochenende bis Sonntagnachmittag etwas mehr als 100 Einsätze verzeichnet. „Auffällig ist, dass 76 davon medizinische Einsätze waren, also Kreislaufprobleme, Bewusstseinseintrübungen oder Schnittwunden“, sagte ein DLRG-Sprecher der dpa. Vier Personen seien vermisst worden. „Es hat sich aber in allen vier Fällen zum Guten gewendet.“ Bei den beiden tödlichen Badeunfällen in der Hauptstadt am Jungfernheideteich und am Tempelhofer Hafen war die DLRG nicht an den Einsätzen beteiligt. Die beiden leblos im Wasser treibenden Männer wurden in beiden Fällen so schnell an Land gebracht, dass eine Alarmierung der DLRG nichts gebracht hätte. Die Zahl von mehr als 100 Einsätzen an einem Wochenende sei „ordentlich“, sagte der DLRG-Sprecher. Die Menschen hätten aber wohl auch die Hinweise zum sicheren Schwimmen bei diesen Temperaturen befolgt. 15.52 Uhr: Gedränge im kühlen Hauptbahnhof Am Hauptbahnhof ist es vergleichsweise kühl. Dafür wird es eng, insbesondere auf den Bahnsteigen eins bis acht. Dort mischen sich Fusion- und Warnemünde-Rückkehrer mit Pendlern und Klassenfahrten. Vor den Toiletten und dem auch am Sonntag geöffneten Rewe bilden sich lange Schlangen. Zurück von der Fusion ist Niklas. Er sitzt vor seinem Reiserucksack, auf seinem Bein liegt eine Packung Paracetamol. Er wirkt erschöpft, aber zufrieden. „Die Fusion war sehr heiß“, erzählt er. „Man war sehr an den Schatten gebunden.“ Deshalb habe er die Bühnen nur nachts besucht, tagsüber habe er im Schatten geschlafen. Das Angebot, auch mit Foto im Hitzeblog des Tagesspiegel aufzutauchen, lehnt er dankend ab. 15.35 Uhr: Berlin verzichtet in Schulneubauten auf Klimaanlagen Auch Berlins Schulen kämpfen mit der Hitze. Wie eine Anfrage des Tagesspiegels bei der landeseigenen Baugesellschaft Howoge ergab, setzen Schulneubauten bislang vor allem auf außenliegende Lamellenjalousien, Lüftungsanlagen und Nachtauskühlung – Klimaanlagen werden dagegen nicht eingebaut. Nachgerüstet werden könnte zwar später, doch dafür wären in vielen Fällen die Bezirke zuständig. Besonders problematisch sind neben schlecht isolierten Interimsbauten auch stark versiegelte, schattenarme Schulhöfe. 15.07 Uhr: Feuerwehr rechnet erneut mit „Großkampftag“ Die Berliner Feuerwehr rechnet auch am Sonntag mit einem „Großkampftag“, teilt der Sprecher der Behörde dem Tagesspiegel mit. Aber auch Alarmanrufe wegen Bränden seien am Sonntag außergewöhnlich hoch. Zuletzt in Alt-Hohenschönhausen, wo die Beamten derzeit eine Tiefgarage löschen. Näheres war dem Sprecher zu dem Einsatz noch nicht bekannt. 15.00 Uhr: Motorbootrennen in Grünau findet trotz Hitze statt Viele Veranstaltungen wurden wegen Hitze abgesagt, aber das nicht gerade klimafreundliche Motorbootrennen auf der Regattastrecke findet statt. Es dröhnen die Motoren, es riecht nach verbranntem Sprit. Für die Sonntagsidylle in Grünau eine echte Herausforderung, Heiß ist es ja eh schon. 14.45 Uhr: Senioren dehydrieren bis zum Nierenversagen – UKB meldet deutliche Häufung von Patienten Am Berliner Hitzewochenende sind deutlich mehr Menschen in das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) eingewiesen worden. Dabei seien sowohl Menschen mit Hitzeerscheinungen wie Schwindel und Kopfschmerzen, allerdings seien auch viele Senioren aus Pflegeheimen mit einer sogenannten Exsikkose eingetroffen, teilte eine Sprecherin des BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin mit. Eine Exsikkose ist die Austrocknung des Körpers durch extremen Flüssigkeitsmangel. Bei den Betroffenen kam es dabei zum Nierenversagen, erklärte die Sprecherin. Da das UKB Berlin auf Massenanfälle von Verletzten vorbereitet ist, hätte das Krankenhaus ausreichend Kapazitäten und Personal, um dem erhöhten Aufkommen entgegenzuwirken. Allerdings sei auch am Sonntag mit einem Besuch im Krankenhaus mehr Wartezeit verbunden. Betroffene sollten sich deshalb fragen, ob ein Besuch der Rettungsstelle dringend notwendig sei. Alternativ könnte bei leichten Symptomen auch der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst unter der 116117 kontaktiert werden. Außerdem rief die Sprecherin dazu auf, ausreichend zu trinken, bestenfalls zu Hause zu bleiben und aufmerksam mit geschwächten Menschen umzugehen. 14.20 Uhr: Flimmernde Hitze und ein leichtes Lüftchen auf dem Alex Der Alexanderplatz gleicht einer steinigen Wüste. Die Hitze flimmert und treibt die wenigen Touristen in den Schatten. Einzig ein leichter Wind macht die Temperaturen halbwegs erträglich. Zwei Touris im Schatten sind Manuel und Hannah. Die beiden kommen aus Bamberg und haben sich ausgerechnet das bisher heißeste Wochenende für einen Berlin-Ausflug ausgesucht. Schwitzend schlagen sie die Zeit tot, bis ihr Zug geht. „Wir sind nur kurz aus der S-Bahn ausgestiegen, um uns etwas zu trinken zu holen“, sagt Manuel. Mehr könne man heute nicht machen. 14.15 Uhr: Brunnenbaden wie in Basel? Berliner Bezirksämter sagen Nein Während das Baden in Brunnen in Basel zum Sommer gehört, ist es in Berlin grundsätzlich nicht erlaubt. Darauf verweisen mehrere Bezirksämter. Zierbrunnen seien keine Schwimmbäder, das Wasser kein kontrolliertes Badewasser, heißt es etwa aus Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte. Auch Charlottenburg-Wilmersdorf verweist auf das Grünanlagengesetz, wonach Baden nur auf besonders ausgewiesenen Flächen gestattet ist. Wer sich dennoch in einem Zierbrunnen abkühlt, begeht damit grundsätzlich eine Ordnungswidrigkeit – in der Praxis bleibt es nach Angaben der Bezirke aber meist bei einer mündlichen Verwarnung. 13.50 Uhr: Die meisten kühlen Orte in Berlin haben sonntags geschlossen Auf der Website kühle-orte.berlin werden auf einer Karte zahlreiche Orte angezeigt, an denen die Temperaturen angenehm niedrig sind. Leider haben die meisten kühlen Orte, wie zum Beispiel Kirchen und Bürgerzentren, an Sonntagnachmittagen gar nicht geöffnet. 13.18 Uhr: Beim Paddeln geht’s eigentlich Auf den Gewässern bei Köpenick ist überraschend wenig los. Während die Badestellen überlaufen sind, lässt sich auf Dahme und Müggespree entspannt paddeln. Viele Motorbootfahrer bleiben lieber im Hafen, den Seglern fehlt der Wind. Auf den SUPs ist es allerdings nur dann erträglich, wenn man alle 100 Meter ins Wasser fällt. Angenehm kühl wird es dort aber auch erst ab einer Tauchtiefe von 1,5 Metern. 13.10 Uhr: Gute Geschäfte auf dem Boxi Schallplattenhändler Martin und sein Sohn verkaufen heute auf dem Flohmarkt am Boxhagener Platz in Friedrichshain – einem der wenigen Flohmärkte, die nicht hitzebedingt abgesagt haben. „Es gibt heute weniger Händler“, sagt Martin. „Das bedeutet für mich: weniger Konkurrenz. Deshalb komme ich gerne an heißen Tagen.“ Die Stimmung auf dem Flohmarkt sei „erstaunlich entspannt“, sagt der 53-Jährige. „Sonst ist hier ein wahnsinniges Gedränge und Geschiebe, heute geht es.“ Sein Sohn helfe ihm und Ein junger Verkäufer berichtet ebenfalls von guten Geschäften: „Es läuft gut, aber nur, weil ich die richtige Ware habe“, sagt er und deutet auf einen Stapel Fächer und einige Handventilatoren. Einige Stammverkäufer hätten wegen der Hitze abgesagt. Er versuche, auf Sommerware umzusteigen. „Sehr gut gehen auch Sonnenbrillen und Caps.“ „Die Leute sind sehr entspannt“, sagt Amber, die an ihrem Stand Berlin-Bilder verkauft. „Alle sind etwas nachsichtiger wegen der Hitze.“ Sie habe schon einige Bilder verkauft und bleibe bis heute Abend. „Auch heute gibt es genug Touristen, die meine Bilder wollen“, sagt sie zum Abschied. Noch beliebter als der Flohmarkt ist das Wasserspiel auf dem Boxi. In den Wasserfontänen spielen Kinder Fußball und planschen. Am Rand sitzen Erwachsene und kühlen sich ab. 12.55 Uhr: Olympiastadion lockert Regeln für Bruno-Mars-Konzert Für das Konzert von Bruno Mars am Sonntagabend gilt wieder eine Ausnahmeregelung: Alkoholfreie Getränke können mit ins Olympiastadion genommen werden – solange sie in Tetrapaks, Weichplastik- oder faltbaren Flaschen sind. Und: Mehr als ein Liter darf es nicht sein. Im Stadion kann dann Wasser nachgefüllt werden. Wer einen Hand- oder Nackenventilator oder die analoge Variante namens Fächer im Gepäck hat, muss sie nicht abgeben. An den Ständen der Sanitäter gibt’s außerdem eine Handvoll Sonnencreme. Bruno Mars hatte nach seinem Konzert am Freitag ein deutlich kleineres Clubkonzert gegeben, allerdings so spät, dass Sonnencreme definitiv nicht mehr nötig war. 12.20 Uhr: Zu heiß fürs Hain Feiern bei über 30 Grad? Eher nicht. Um die Mittagszeit besteht die gefürchtete und oft stundenlange Schlange vor dem Berghain gerade einmal aus vier Personen. Vielleicht ist es selbst Berlins Ravern heute zu heiß. Vielleicht schwitzen sie aber auch auf der Fusion. Nach längerer Zeit findet sich dann noch ein Partygänger. Er sitzt mit einer Wasserflasche auf einer Parkbank in der Nähe des Clubs und möchte sich gleich anstellen. „Ich könnte mir vorstellen, dass es drinnen kühler ist“, sagt er. „Vielleicht halten die dicken Wände etwas von der Wärme ab. Und im Keller sollte es sowieso kühl sein.“ Wegen der Hitze verzichte er auf Drogen oder Alkohol. Trotzdem wolle er lieber anonym bleiben, sagt er. Währenddessen wird die Schlange zwei Personen kürzer. 12.10 Uhr: Ticketverkauf in Berliner Sommerbädern gestoppt Schon seit dem Morgen gibt es für die Berliner Sommerbäder keine Tickets mehr. Laut der Webseite der Berliner Bäder werden nur noch Menschen eingelassen, die bereits ein Zeitfenster-Ticket gebucht haben oder ein Abo besitzen. Lediglich für das Kinderbad Monbijou gab es Stand 11.50 Uhr noch wenige Tickets. Bereits am Samstag waren die Sommerbäder komplett voll. An mehreren Bädern waren die Warteschlangen zu lang, nicht alle Wartenden konnten eingelassen werden. 11.30 Uhr: Hitze über dem Görlitzer Park Der Gölitzer Park wirkt wie ausgestorben. Ein einzelner Jogger schleppt sich durch die Hitze, vereinzelt liegen Obdachlose im Schatten. Zwei Parkläufer, die nach eigenen Angaben nicht mit dem Tagesspiegel sprechen dürfen, sind vor Ort und halten Ausschau nach Hilfsbedürftigen. Ebenfalls im Schatten sitzen Dealer. Sie haben kein Hitzefrei und suchen müde nach Kunden. Erst als eine Polizeistreife am Parktor an der Görlitzer Straße vorbeifährt, wird es hektisch. Die Dealer verstecken sich hinter einer Mauer, flüchten in die Büsche. Als die Streife weiterfährt, kommen sie wieder heraus. 11.05 Uhr: Hohe Nachfrage im Kreuzberger Späti Besser als am Kotti läuft es in Alims Späti direkt am Görlitzer Bahnhof. „Ich habe mehr Kunden als sonst und verkaufe mehr“, sagt er. Beliebteste Artikel seien Wasser und Bier, süße Getränke würden eher weniger nachgefragt. Dass bei Hitze weniger Alkohol getrunken werde, könne er nicht bestätigen. „Eher mehr“, sagt er. Auch in seinem Laden ist es heiß. „Macht mir aber nichts aus“, sagt Alim und gibt einen ungewöhnlichen Hitzetipp: „Ich verarsche mich selbst und rede mir ein, dass es nicht so heiß ist. Bisher klappt das.“ 10.50 Uhr: Kreuzberg schläft noch Rund um das Kottbusser Tor knallt die Sonne, die Straßen sind leer. Einzig am Obststand von Uhud kommt hin und wieder ein Kunde vorbei. „Tagsüber verkaufen wir deutlich weniger als sonst“, sagt Verkäufer Uhud. Die meisten kämen erst abends. Dann gebe es einen „Run“ auf Wassermelonen, erzählt er lachend und holt drei neue aus dem hinteren Bereich seines Stands. 9.45 Uhr: Berliner Feuerwehr mit erster Bilanz Die Berliner Feuerwehr hat am Samstag 2055 Einsätze gezählt und damit rund 500 mehr als an einem gewöhnlichen Tag. Der Schwerpunkt lag nach Angaben der Einsatzkräfte auf der Notfallrettung: Wegen der hohen Temperaturen mussten Feuerwehr und Rettungsdienst besonders häufig ausrücken, weil Menschen kollabierten oder über Kreislaufprobleme klagten. Zugleich registrierte die Feuerwehr mit mehr als 120 Bränden etwa doppelt so viele Feuer wie sonst. Hinzu kamen mehrere besonders schwere Einsätze. Im Hafen Tempelhof und am Jungfernheideteich wurden am Samstag zwei regungslos im Wasser treibende Männer geborgen; Reanimationsversuche blieben in beiden Fällen ohne Erfolg. Am U-Bahnhof Innsbrucker Platz erlitt zudem ein Fahrgast auf dem Bahnsteig einen Kreislaufstillstand. Ersthelfende begannen noch vor Eintreffen der Rettungskräfte mit der Reanimation, der Mann kam anschließend in ein Krankenhaus. Am Abend rückte die Feuerwehr außerdem zu 27 Unwettereinsätzen im Berliner Westen aus, unter anderem wegen umgestürzter Bäume in Spandau. 9.30 Uhr: Lange Schlangen vor dem Prinzenbad Um kurz nach halb zehn haben sich vor dem Prinzenbad in Kreuzberg bereits drei Schlangen gebildet, jede etwas mehr als 15 Meter lang. Ganz hinten steht Alexander Fremdwelt, 44, mit seiner Familie. Er ist heute Morgen extra früh aufgestanden, um rechtzeitig ins Wasser springen zu können. „Gestern waren wir im Sommerbad an der Seestraße“, sagt er. „Bis mittags hat es dort Spaß gemacht, danach war es zu voll.“ Ihm selbst mache die Hitze wenig aus, seine beiden Kinder seien allerdings „fertig“, sagt er. Kleiner Servicehinweis: Für einen spontanen Besuch eignen sich Freibäder heute nicht. Eine geringe Auslastung gibt es laut Website der Berliner Bäder-Betriebe aktuell nur noch im Strandbad Wannsee und Sommerbad Mariendorf. Alle anderen Bäder sind entweder geschlossen oder es gilt ein „Ticket-Verkauf-Stopp“. Zugang ist dann nur noch mit „gebuchten Einlass-Zeitfenster-Tickets oder Abo“ möglich. 7 Uhr: Erste Schlangen vor den Freibädern bilden sich Der Andrang aufs Freibad ist schon früh am Morgen groß. Bereits kurz vor sieben ist die Schlange vor dem Sommerbad Mariendorf an der Rixdorfer Straße rund 50 Meter lang, und sie wächst weiter. Um sieben Uhr öffnet die Kasse. 22.25 Uhr: „Berliner Luft“ und die ersten Tropfen in der Waldbühne Erste Tropfen, die Gewitterfront hat die Waldbühne beinahe erreicht. Für „Berliner Luft“ reicht es gerade noch beim Philharmoniker-Saisonabschluss. „Wir spielen, Sie gehen schon und pfeifen beim Rausgehen“, ruft Chefdirigent Kirill Petrenko dem Publikum noch zu. Danach drangvolle Enge in der S3 auf dem Nachhauseweg. Als die Bahn endlich anfährt und ein Windzug durch die offenen Fenster fährt, singt der Waggon „Das ist die Berliner Luft“. 21.17 Uhr: Gewitter zieht über der Waldbühne auf Andrea Zietzschmann, Intendantin der Berliner Philharmoniker, war eben auf der Bühne und hat eine kurze Trinkpause für die Musiker angekündigt. Danach soll das Konzert schnell weitergehen, denn für 22 Uhr ist ein Gewitter angesagt. Schon jetzt sind dunkle Wolken am Himmel zu sehen. Die Stimmung im Publikum ist trotz Hitze und Gewitterwarnung gut. Trinkflaschen können vor Ort kostenlos aufgefüllt werden, was reibungslos klappt. 20.43 Uhr: Hitzerekorde in Berlin und Brandenburg Der Temperaturrekord für Berlin ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes geknackt worden. In Berlin-Tempelhof sind heute nach vorläufigen Angaben Temperaturen von 39,9 Grad Celsius gemessen worden, wie der DWD mitteilte. Der bisherige Rekord für Berlin wurde am 7. August 2015 mit 38,9 Grad in Berlin-Kaniswall im Bezirk Treptow-Köpenick gemessen. Auch in Brandenburg ist nach Angaben des DWD der Hitzerekord eingestellt worden. In Baruth (Landkreis Teltow-Fläming) sind am Samstag nach vorläufigen Angaben 40,8 Grad Celsius gemessen worden. 20.30 Uhr: Hitze bei Philharmoniker-Konzert in der Waldbühne Sauna-Temperaturen in der S3 zur Waldbühne und zum Philharmoniker-Saisonfinale. Auch auf dem Weg reichlich Transpiration unter grauer Wolkenglocke. Schön langsam machen, und am Eingang erstmal ein Alkoholfreies. Die ganze Waldbühne fächert und fächelt, die Philharmoniker machen die erste La-Ola-Welle, auf geht’s! In Block B der Waldbühne wird darüber spekuliert, obs am Ende doch noch gewittert, spätestens zur traditionellen, Berliner Luft‘ -Zugabe. Und ob die Ausdünstungen von 22.000 Menschen womöglich eine eigene Gewitterwolke kreieren. So fühlt sichs gerade an, während Kirill Petrenko den Taktstock zum ,Bajazzo‘-Intermezzo hebt. 19.30 Uhr: In Neukölln sind die Ventilatoren ausverkauft Ob im Baumarkt, im Elektronikfachgeschäft oder im Haushaltswarenladen um die Ecke: Wer in Neukölln einen Ventilator sucht, geht derzeit oft leer aus. 19.19 Uhr: Zahlreiche Ampeln fallen bei Rekordhitze aus Bei der Rekordhitze fallen am Samstag zahlreiche Ampeln in der Hauptstadt aus. Wie der Verkehrsservice vom „RBB-Inforadio“ berichtet, sind im gesamten Stadtgebiet 19 Ampeln oder Spuranzeiger außer Betrieb beziehungsweise defekt. Genauere Hintergründe zu den Ausfällen sind unbekannt. Das Lagezentrum der Beriner Polizei konnte zu dem Sachverhalt zunächst keine Auskunft erteilen. 19.02 Uhr: Gewitter-Spekulationen in Erkner Am Dämeritzsee in Erkner wird spekuliert, ob hier aus Westen gerade ein Gewitter aufzieht. Während die einen drauf hoffen - „oh ja, bitte, ein paar Grad kälter“ -, schippen andere gedanklich schon vollgelaufene Keller leer: „Letzte Woche war heftig, da kam bei uns der Gulli hoch!“ Wieder andere fürchten um den geplanten nächtlichen Schwimmausflug, der bei Gewitter natürlich ins Wasser fallen würde. Die meisten Hobbymeteorologen am Ufer sind sich aber einig: „Das ist nur diesig, da kommt nichts runter.“ 18.25 Uhr: Rewe-Getränkemarkt schließt wegen extremer Hitze In Berlin-Friedrichshain bleibt ein Rewe-Getränkemarkt wegen der extremen Hitze am Samstag geschlossen. Da es keine Klimaanlage gebe, sei es unverantwortlich, bei diesen Temperaturen körperlich zu arbeiten. Der Hauptmarkt bleibt jedoch geöffnet, heißt es auf einem Hinweisschild am Getränkemarkt. 17.28 Uhr: Hitzeschäden auf der A2 werden immer größer Achtung, Wochenendausflügler: Die Schäden auf der Autobahn 2 zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt werden immer größer. Die A2 gehe immer weiter kaputt, sagte ein Sprecher der Polizei. Der betroffene Streckenabschnitt bei Ziesar werde immer größer. Dadurch müsse „Anschlussstelle für Anschlussstelle“ gesperrt werden. Der Verkehr werde dann über Landstraßen abgeleitet. Die Schäden sind laut Polizei teilweise so heftig, dass ein unfallfreies Gleiten über die Fahrbahn nicht möglich ist. Wegen der Sperrungen auf der A2 kam es erneut zu Staus. Auf der Autobahn wurden am Donnerstag bei Burg (Sachsen-Anhalt) in Richtung Hannover und zwischen Ziesar und Wollin (beides Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg) in Fahrtrichtung Berlin durch Hitze entstandene Schäden an der Fahrbahn festgestellt. Auch auf den Umleitungsstrecken komme es zu erheblichen Staus, hieß es kurz darauf. Grundsätzlich werde empfohlen, die A2 sehr weiträumig zu umfahren. „Die aktuellen Stau-Angaben auf Google Maps sind nicht korrekt, die Wartezeiten sind deutlich länger als dargestellt“, betonte die Sprecherin. Wer trotzdem fahre, solle sich auf lange Wartezeiten einstellen und dafür etwa ausreichend Getränke, Verpflegung sowie regelmäßig benötigte Medikamente mitnehmen. 16.36 Uhr: 30 Grad Wassertemperatur in historischem Hallenbad Wer bis zum Nachmittag keinen Platz in einem der völlig überfüllten Freibäder ergattert hat, kommt womöglich auf die Idee, stattdessen ein Hallenbad aufzusuchen. Doch auch im historischen Stadtbad Charlottenburg werden gegen 16.30 Uhr vorerst keine weiteren Tickets verkauft. „Einlassstopp“ steht auf einem Schild vor der Treppe zum ältesten Hallenbad Berlins. Rund 20 Menschen warten vor der Kasse in der Hoffnung, doch noch hineinzukommen. „Wir wurden eben schon im Sommerbad Wilmersdorf nicht reingelassen. Noch einmal verkrafte ich das nicht“, sagt eine junge Frau, die gerade angekommen ist. Im Eingangsbereich des Jugendstilbades ist es zumindest etwas kühler als unter freiem Himmel. Trotzdem klagen viele Wartende über die Hitze. „Ich halte das nicht mehr aus“, sagt ein junger Mann. Nach und nach werden schließlich jeweils zehn Personen auf einmal eingelassen. In der Halle die nächste ernüchternde Nachricht: „Wasser is‘ aber warm. 30 Grad“, sagt der Bademeister. Trotzdem planschen etwa 25 Menschen, vor allem Familien mit Kindern, im einzigen Schwimmbecken des Bades, dessen Außenwände malerische Gemälde schmücken. 16.30 Uhr: Hitzerekord in der Hauptstadt Der Deutsche Wetterdienst meldet am Samstagnachmittag einen Hitzerekord in der Hauptstadt. 39,2 Grad wurden zunächst an der Wetterstation in Berlin-Tempelhof gemessen. Im Tagesverlauf stiegen die Werte noch auf bis zu 39,5 Grad an. Der bisherige Temperaturrekord wurde 2015 in Köpenick mit 38,6 Grad gemessen. In Potsdam verzeichnete die Wetterstation am Samstag sogar 39,9 Grad. 16.23 Uhr: Weiterer Toter in Berliner Gewässer Im Hafen Tempelhof haben Passanten gegen Mittag einen Mann leblos im Wasser entdeckt. Gemeinsam mit der herbeigerufenen Polizei zogen sie ihn aus dem Wasser, Reanimationsversuche blieben jedoch erfolglos. Einen vergleichbaren Vorfall gab es am Sonnabend auch am Jungfernheideteich. 15.31 Uhr: Wasserwerfer-Einsatz am Brandenburger Tor gestartet Mit zwei Wasserwerfern ist die Berliner Polizei derzeit im Stadtgebiet unterwegs, um für Abkühlung zu sorgen. Erster Halt: Brandenburger Tor. Hier freuen sich Berliner und Besucher über den Sprühregen. Zweimal 9000 Liter Wasser haben die Beamten nach eigenen Angaben schon verbraucht. Nun wird der Tank aufgefüllt, dann soll es am Potsdamer Platz weitergehen. 14.59 Uhr: Berliner Feuerwehr meldet deutlich erhöhtes Einsatzaufkommen Die Einsätze häufen sich am Samstag bei Berlins Rettern. Wie ein Feuerwehrsprecher dem Tagesspiegel mitteilte, rechnen die Einsatzkräfte am Samstag mit einem vergleichbaren Aufkommen wie am Freitag, als über 300 Einsätze mehr als an durchschnittlichen Tagen gezählt wurden. Die Rettungskräfte fahren vor allem wegen vermehrter Hitzeeinsätze raus, darunter Kreislaufbeschwerden, Kreislaufstillstände und Einsätze an den Badestellen. (mit dpa)

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