Hitzewelle in den USA: Größter Stromnetzbetreiber der USA ruft zum Energiesparen auf
Der größte US-Stromnetzbetreiber PJM hat wegen der anhaltenden Hitzewelle eine Warnung herausgegeben und dazu aufgerufen, den Stromverbrauch zu drosseln. Das Unternehmen wies die regionalen Versorger an, die Belieferung von Kunden zu reduzieren, die sich für Notfälle vertraglich zu Einsparungen verpflichtet haben. Grund für den Engpass seien Kraftwerksausfälle, schwer überlastete Übertragungsleitungen und der stark gestiegene Einsatz von Klimaanlagen, teilte PJM mit. Der Netzbetreiber versorgt rund 67 Millionen Menschen an der Ostküste, in den Südstaaten und im Großraum Washington. Die angespannte Lage treibt auch die Kosten in die Höhe: Im Norden des Bundesstaates Virginia, wo sich die weltweit größte Dichte an Rechenzentren befindet, stieg der Großhandelspreis für Strom in dieser Woche auf über 2.000 US-Dollar (knapp 1.750 Euro) pro Megawattstunde. Außerhalb von Krisenzeiten liegt er bei etwa 40 Dollar. Analysten und PJM-Daten zufolge ist der Preisanstieg vor allem auf die hohen Kosten für die Stromübertragung durch die überlasteten Hochspannungsleitungen zurückzuführen. Hitzewelle zum 250. Jahrestag der Gründung der USA