DAX +0,49 % 25.484,52 Pkt 09:14:59 MDAX +1,10 % 32.316,66 Pkt 09:14:59 Euro Stoxx 50 +0,31 % 6.301,51 Pkt 09:14:45 Dow Jones +0,96 % 52.210,08 Pkt 22:52:48 S&P 500 +0,07 % 7.413,18 Pkt 22:52:41 Nasdaq -0,82 % 24.932,08 Pkt 23:15:59 Nikkei -3,95 % 62.364,92 Pkt 08:45:03 Gold -0,56 % 4.051,50 USD 09:19:50 Silber -1,31 % 57,71 USD 09:19:42 Brent -2,04 % 86,56 USD 09:18:52 WTI -1,74 % 81,17 USD 09:19:56 Bitcoin -0,36 % 63.498,49 USD 09:29:48 EUR/USD -0,19 % 1,13730 USD 09:29:25 EUR/GBP +0,14 % 0,85470 GBP 09:29:59 EUR/CHF +0,15 % 0,93150 CHF 09:29:59 EUR/JPY -0,13 % 186,188 JPY 09:30:00

Hitzewelle naht - Feuer bei Bordeaux bleibt Herausforderung

Allgemein

Auch Deutschland beteiligt sich: Die Bundeswehr unterstützt Frankreich mit Hubschraubern bei der Bekämpfung der Waldbrände im Südwesten des Landes. Zwei CH-53-Transporthubschrauber seien am Vormittag ⁠auf dem Weg zum französischen Militärflugplatz Cazaux, teilte das Verteidigungsministerium am Montag mit. Ein A400M-Transportflugzeug ‌bringe zudem Löschgerät ‌und weiteres Material in die Region. Der Einsatz der deutschen Kräfte ‌in der ‌Umgebung von Bordeaux sei in Absprache mit den französischen Partnern zunächst auf fünf Tage begrenzt. ‌Während der größere der beiden Brände in der Region den Einsatzkräften weiterhin zu schaffen mache, sei der flächenmäßig kleinere Brand inzwischen unter Kontrolle, sagte Präsident Emmanuel Macron beim Besuch der Einsatzleitung am Abend in Bordeaux. „Wir werden diesen Kampf zum Schutz der Bevölkerung gewinnen“, erklärte Macron und lobte „die bemerkenswerte Arbeit zum Schutz der Zivilbevölkerung“. Allein dort sind 2500 Feuerwehrleute, 18 Löschflugzeuge und 1500 Soldaten im Einsatz. Es greift der Katastrophenschutzmechanismus Frankreich und Spanien werden laut EU-Kommission außerdem mit Satellitenbildern des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus versorgt, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Nach Angaben der Kommission mussten wegen der Brände in beiden Ländern zusammen mehr als 300 000 Menschen ihre Häuser verlassen – eine der größten Evakuierungen jemals in Europa. EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib sagte, kein Land müsse eine Katastrophe dieses Ausmaßes allein bewältigen. Über den Katastrophenschutzmechanismus können teilnehmende Länder Hilfe anfragen. Dies wird dann an die anderen teilnehmenden Staaten weitergegeben. Neben den EU-Ländern sind das zehn weitere, etwa die Türkei, Norwegen und die Ukraine. Die EU-Kommission koordiniert Hilfsangebote und beteiligt sich an der Finanzierung der Einsätze. Reichen die Hilfsangebote der Länder nicht aus, kann die EU aus ihrer eigenen strategischen Reserve „rescEU“ auf 22 Flugzeuge und fünf Hubschrauber zurückgreifen. Schneisen sollen Ausbreitung verhindern Um dem Feuer in der Umgebung von Bordeaux die Möglichkeit einer weiteren Ausbreitung zu nehmen, wurden am Montag an zahlreichen Stellen Schneisen in den Wald gerodet. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebiete soll damit verhindert werden. Für die Brandbekämpfung sei auch die weitere Wetterentwicklung mit dem Aufkommen von Wind und Hitze wichtig, hieß es von den Behörden. Seit Mittwoch wurden mehr als 220 000 Menschen in der auch bei Deutschen beliebten Urlaubsregion an der Atlantikküste in Sicherheit gebracht, darunter viele Touristen. Das Feuer hat sich inzwischen auf bis zu 15 Kilometern der Großstadt Bordeaux genähert und rund 42 000 Hektar Wald und Buschland zerstört. Das sind 420 Quadratkilometer, eine Fläche größer als die Stadt Köln. Seit der Nacht zum Montag hat die Feuerwehr allerdings eine weitere Ausbreitung verhindern können, die Lage habe sich stabilisiert, hieß es. Der Großbrand könne noch „mehrere Wochen, ja sogar mehrere Monate andauern“, ehe er vollständig gelöscht sei, sagte Feuerwehroffizier David Annotel vom französischen Feuerwehrverband dem Sender France Info. Über viele Wochen und Monate hinweg müssten sich Feuerwehreinheiten aus ganz Frankreich zur Brandbekämpfung ablösen. Während an der einen Stelle ein Brand gelöscht werde, breche an anderer Stelle ein neuer aus. „Die bevorstehende Hitzewelle wird die Lage verschärfen und die Zahl der Einsätze erhöhen.“ Leichte Entspannung in Spanien In Spanien zeichnet sich eine leichte Entspannung der Lage ab, die Behörden warnen jedoch vor verfrühter Entwarnung. Besonders betroffen bleiben die Provinz Ávila westlich von Madrid sowie die benachbarten Regionen Madrid und Toledo, wo die Brände zusammen knapp 80 000 Hektar Wald- und Buschland verwüstet haben. Seit dem Wochenende hat sich die Ausbreitung der Brände deutlich verlangsamt. Rund 90 000 Menschen waren zuletzt von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen betroffen. Die kommenden Stunden gelten als entscheidend, da der Wetterdienst Aemet ab Mittwoch eine neue Hitzewelle erwartet. Auch in der Provinz Castellón im Osten des Landes brennt es weiter; dort mussten rund 16 000 Menschen ihre Häuser verlassen. Der Brand in Ávila wurde nach ersten Erkenntnissen der zuständigen Behörden vermutlich durch landwirtschaftliche Arbeiten ausgelöst. Nach Medienberichten wurde dort ein Mann unter dem Vorwurf der fahrlässigen Brandstiftung festgenommen. Er soll trotz eines wegen der Hitzewelle geltenden Verbots schweres Gerät benutzt und dadurch das Feuer ausgelöst haben. Die in Ávila vom Feuer erfasste Fläche entspricht etwa 65 000 Fußballfeldern. Sollten sich die vorläufigen amtlichen Schätzungen bestätigen, wäre der Brand der größte seit Beginn der Erfassungen durch die Zentralregierung im Jahr 1968. Bisher galt das Feuer von Larouco im Jahr 2025 mit knapp 38 000 zerstörten Hektar in den Regionen Galicien und Kastilien und León als das größte im beliebten Urlaubsland. Tourismusregion bangt um Sommergeschäft Auch die von Waldbränden betroffene Tourismusregion um das französische Bordeaux bangt um die Saison, nachdem die Regierung Urlauber aufgerufen hat, vorerst nicht anzureisen. „Das ist ein schwerer Schlag für einen Großteil des vorwiegend vom Tourismus geprägten Departements - der Tourismus ist komplett zum Erliegen gekommen, die Saison ist vorbei“, sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) der Gironde, Patrick Seguin, wie der Sender BFMTV berichtete. „Wir bitten die Französinnen und Franzosen eindringlich, sich nicht in die Gironde zu begeben, solange das Feuer noch nicht unter Kontrolle ist“, hatte Regierungssprecherin Maud Bregeon am Montagmorgen gesagt.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren