Hitzewelle offenbart ein Problem von Solarstrom
Besorgt ist man wegen ausbleibender Atomstromimporte aus Frankreich, da bei Hitze die Produktion von mit Flusswasser gekühlten Atomkraftwerken aus ökologischen Gründen eingeschränkt werden muss. Diese Sorge erwies sich einmal mehr als unbegründet: Zwar mussten einige AKW ihre Produktion drosseln, gestoppt wurde sie aber in nur drei der insgesamt 57 französischen Anlagen. Die Stromerzeugung ging dadurch nur wenig zurück. Statt über zu wenig Atomstrom sollte man sich in Deutschland weitaus mehr Sorgen über viel zu viel Solarstrom machen: Sobald die Sonne scheint, gibt es hohe Überschüsse, die zunehmend die Versorgungssicherheit gefährden und die Steuerzahler immer teurer zu stehen kommen. So gehen die Börsenstrompreise an jedem sonnigen Tag ab etwa 8 Uhr morgens in die Knie und werden zur Mittagszeit immer öfter negativ. Das ist für die Steuerzahler, die die Differenz aus den fixen Vergütungen für die Einspeisung von „grünem“ Strom und den Börsenpreisen zu zahlen haben, besonders teuer. Negative Preise ärgern zudem die konventionellen Stromerzeuger: Dann müssen sie dafür bezahlen, dass ihnen ihr Strom abgenommen wird, anstatt Geld zu erhalten. Ein klares Indiz für einen Missstand! Gewöhnliche Unternehmen würden ihre Produktion sofort einstellen. Nicht so bei den Erneuerbaren: Die große Mehrheit der Wind- und Solarstromerzeuger erhält ihre staatlich garantierten Vergütungen unabhängig davon, ob der Strom gebraucht wird. Allein aus Kostengründen ist daher Deutschlands Ziel, die Photovoltaikkapazitäten bis 2030 von aktuell rund 120 auf 215 Gigawatt nahezu verdoppeln zu wollen, zu hinterfragen. Bei bis auf Weiteres fehlenden Stromnetzen und Speichern sowie einer stagnierenden Stromnachfrage ist dieses Ziel schlicht aberwitzig.