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Hochrangiger US-Kommandeur schlägt Alarm: Stützpunkte im Inland sind „schlecht gerüstet“ gegen Drohnenschwärme

Technologie

US-Militärstützpunkte im eigenen Land sind nach Einschätzung eines hochrangigen Kommandeurs derzeit nur unzureichend gegen Angriffe mit Drohnenschwärmen geschützt. Es fehle an Sensoren, um solche Angriffe früh zu erkennen und zu verfolgen. Auch bei den Mitteln zur Abwehr gebe es Lücken.

Das sagte Generalleutnant Joseph Jarrard laut dem US-Fachportal „Task & Purpose“. Der Vizekommandeur des US-Nordkommandos nahm am Donnerstag bei einer Veranstaltung zu Raketenabwehr und Weltraumverteidigung teil.

US-General warnt: Stützpunkte sind „schlecht ausgerüstet“

„Wir haben die Sensoren nicht“, so Jarrard. Je nachdem, wo ein solcher Schwarm angreife, könne es sogar sein, dass überhaupt keine Sensoren verfügbar seien. Dann stelle sich zusätzlich die Frage, „ob wir überhaupt Mittel haben, um gegen dieses Problem vorzugehen“.

Jarrard verwies darauf, dass Angriffe auf Militäranlagen mit kleinen Drohnen längst keine theoretische Gefahr mehr sind. „Wir sind im Moment schlecht ausgerüstet, um mit so etwas umzugehen“, sagte er. Solche Systeme würden „jeden Tag auf der ganzen Welt“ eingesetzt. Deshalb müsse die Bedrohung dringend eingedämmt werden.

„Noch nicht so weit“: Sensoren fehlen auf US-Militärbasen

Die US-Streitkräfte arbeiten nach seinen Worten zwar an neuen Verfahren gegen kleine, billige Einweg-Drohnen. Einen verlässlichen Schutz für Stützpunkte gebe es aber noch nicht. Jarrard sagte, das Militär sei „noch nicht so weit“, wenn es um die Abwehr solcher Angriffe auf Basen gehe.

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Eine Pentagon-Taskforce veröffentlichte im Sommer einen Leitfaden zur Drohnenkriegsführung. Darin heißt es: „Sobald eine Drohne über einem steht, sind die wichtigsten Entscheidungen zum Schutz und zu Gegenmaßnahmen bereits getroffen worden – oder eben verpasst.“

Neue Waffen gegen Drohnenschwärme

Das Pentagon testet derzeit mehrere Ansätze, um Drohnenschwärme zu bekämpfen. Dazu gehören laut „Task & Purpose“:

Energiewaffen wie Laser

spezielle Munition gegen schnelle, kleine Ziele

kleinere Raketenstarter für die Nahabwehr

Laser und andere Energiewaffen sollen bis Ende des Jahres auf mindestens fünf Stützpunkten in die Basisverteidigung aufgenommen werden, so der Bericht. Die Armee wird solche Systeme voraussichtlich bald ergänzend einsetzen.

Angriffe mit kleinen Drohnen in Russland und im Irak

Wie wirksam kleine Drohnen sein können, haben mehrere Einsätze der vergangenen Zeit gezeigt. Im vergangenen Jahr schleusten ukrainische Kräfte bei der Operation „Spinnennetz“ Dutzende Einweg-Angriffsdrohnen tief nach Russland ein. Nach ihrer Ankunft auf Lastwagen sind die Fluggeräte aus Behältern gestartet und hatten erhebliche Schäden an militärischer Infrastruktur verursacht.

Auch im Krieg gegen den Iran in diesem Jahr gerieten amerikanische Stellungen im Nahen Osten ins Visier. Neben Raketen kamen dort ebenfalls Drohnen zum Einsatz. Im März attackierten kleine FPV-Drohnen einer vom Iran unterstützten Miliz einen amerikanischen Luftwaffenstützpunkt in Bagdad. Ein von der Miliz verbreitetes Video soll gezeigt haben, wie die Drohne das Gelände überfliegt und anschließend in ihr Ziel einschlägt.

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