Hoeneß-"Ärger" wegen Eberl beim FC Bayern
Lange sah es so aus, als wenn Max Eberl um eine Verlängerung beim FC Bayern bangen müsste. Insbesondere Klub-Patron Uli Hoeneß kritisierte den Sportvorstand ein ums andere Mal heftig in der Öffentlichkeit. Dennoch durfte der 51-Jährige seinen Job an der Säbener Straße schlussendlich behalten, wurde zuletzt mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Der Ehrenpräsident erklärte am Montag, wie es dazu kam.
Nach Ansicht von Uli Hoeneß habe sich Max Eberl seine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus beim FC Bayern damit verdient, dass er sich "innerhalb des Vereins mehr geöffnet hat". Demnach hatte der Sportvorstand zu Beginn seiner Zeit an der Säbener Straße "so ein bisschen ein Eigenbrötlerdasein geführt". Das hat dem Aufsichtsrat des Rekordmeisters "nicht gefallen", legte der Ehrenpräsident nach.
Sein Verhalten habe der 52-Jährige inzwischen aber "grundlegend geändert", lobte Hoeneß am Rande eines Events anlässlich von 80 Jahren Basketball im Verein. Aufsichtsratskollege Karl-Heinz Rummenigge und auch Präsident Herbert Hainer seien demnach inzwischen von Eberl "viel besser informiert worden, als es vorher der Fall war." Das alles hat zu der jüngst kommunizierten Vertragsverlängerung beigetragen.
FC Bayern: Hoeneß bekam "genug Ärger" für Eberl-Aussage
In dem "Spiegel"-Interview hatte der Klub-Patron den Eberl-Verbleib rund um das DFB-Pokalfinale mit "60:40" angegeben. Die Aussagen hatten anschließend hohe Wellen geschlagen. Hoeneß bekam für seine unüberlegten Wort anschließend "genug Ärger", wie er am Montag gestand: "Wenn ich an dem Tag 80 Prozent gesagt hätte, dann hätte es noch mehr Ärger gegeben. Also deswegen war das eine Antwort zwischen Pest und Cholera."
Besonders hervorhob der 74-Jährige zudem, dass der Sportvorstand mit Nathaniel Brown und Ismail Saibari die zwei wichtigsten Neuzugänge des FC Bayern bereits frühzeitig unter Dach und Fach gebracht hat: "Unseren Vorschlag, die Spieler möglichst früh zu verpflichten, weil sie nach der WM möglicherweise teurer sind, hat er zu 100 Prozent umgesetzt. Auch das Budget, das wir vorgegeben hatten, ist unterschritten worden."
Da habe Eberl "gute Arbeit geleistet", lobte er: "Ich denke, dass wir nur 30 Millionen investiert haben, weil durch Verkäufe fast 70 Millionen hereingekommen sind."