DAX -0,07 % 26.372,35 Pkt 15:49:26 MDAX +0,22 % 32.296,49 Pkt 15:49:26 Euro Stoxx 50 +0,44 % 6.562,48 Pkt 15:49:15 Dow Jones +0,35 % 53.977,77 Pkt 16:04:26 S&P 500 +0,97 % 7.803,50 Pkt 16:04:18 Nasdaq +1,41 % 26.818,32 Pkt 16:04:21 Nikkei +1,16 % 68.308,59 Pkt 08:45:03 Gold +0,53 % 4.432,20 USD 15:54:24 Silber -0,69 % 65,11 USD 15:54:24 Brent -2,94 % 86,36 USD 15:54:24 WTI -3,15 % 80,65 USD 15:54:26 Bitcoin +0,36 % 63.631,89 USD 16:04:23 EUR/USD -0,08 % 1,15350 USD 16:04:20 EUR/GBP -0,01 % 0,85430 GBP 16:04:26 EUR/CHF +0,11 % 0,93720 CHF 16:04:25 EUR/JPY -0,08 % 183,702 JPY 16:04:26

Hoffnung für Great Barrier Reef: Sommermonsun schützt Korallen vor Hitze

Wissenschaft

"Wir sehen die Widerstandsfähigkeit des Riffs" Hoffnung für bedrohtes Naturwunder Von t-online, aj Aktualisiert am 13.08.2026 - 11:47 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Das Great Barrier Reef ist seit Jahren eines der traurigen Symbole für die Auswirkung des Menschen gemachten Klimawandels. Nun scheint sich das Korallenriff etwas zu erholen. Das Great Barrier Reef zeigt nach Jahren schwerer Bleichen erste Anzeichen von Erholung. Im vergangenen Jahr hatte das Riff vor der australischen Ostküste seine sechste Korallenbleiche seit 2016 erlebt. Neue Untersuchungsdaten des staatlichen Meeresforschungsinstituts (AIMS) zeigen nun jedoch, dass die Korallenbleiche geringer und weniger schwerwiegend war als im vorhergehenden Jahr. Die Wissenschaftler des Instituts, das das Riff seit 40 Jahren erforscht, sprachen von "kleinen, ermutigenden Anzeichen einer Erholung". Das Riff bleibt jedoch unter Druck. Besonders hitzeempfindliche Acropora-Korallen könnten sich zwar schnell erholen, doch diese Erholung könnte bei einer schweren Bleiche schon innerhalb eines Jahres wieder zunichtegemacht werden, warnte der Leiter des Langzeit-Monitoringprogramms, Mike Emslie. Sommermonsun schützt Korallen vor Hitze Ein spät einsetzender Sommermonsun hat den Forschern zufolge Teile des Riffs vor weiterer Hitze geschützt. Als im Norden und Zentrum bereits erste Anzeichen einer neuen Korallenbleiche auftraten, brachten Wolken und Regen demnach in den ersten Monaten des Jahres dringend nötige Abkühlung, wie aus der Studie hervorgeht. Wind, Wellen und Durchmischung sorgten zudem dafür, dass heißes Oberflächenwasser mit kühlerem Wasser aus tieferen Schichten vermischt wurde. Empfohlener externer Inhalt Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren. X-Inhalte immer anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen. Die Bedeckung mit lebenden Hartkorallen nahm demnach in den nördlichen und zentralen Regionen leicht zu: Im Norden stieg sie zwischen August 2025 und Juni 2026 von 30 auf 35,1 Prozent, im Zentrum von 28,6 auf 31,6 Prozent. Im Süden sank sie dagegen leicht von 26,9 auf 26,4 Prozent. Für den Bericht hatten die Wissenschaftler insgesamt 121 Korallenriffe untersucht. Bei 28 Prozent dieser Riffe nahm die Bedeckung mit lebenden Korallen zu, bei 56 Prozent blieb sie unverändert und bei 16 Prozent ging sie zurück. Korallen sind winzige Nesseltiere, die in großen Kolonien leben und gewaltige Riffstrukturen aus Kalk aufbauen. Gebleichte Korallen können sich erholen Die wiederkehrenden Phasen von Störung und Erholung können die farbenprächtigen Korallengärten in von Algen überwachsene Meereslandschaften kippen lassen. Die Auswirkungen hängen unter anderem davon ab, wie stark und wie lange die Korallen mariner Hitze ausgesetzt sind. Gebleichte Korallen sind extrem gestresst, können sich, wenn es etwa kühler wird, aber wieder erholen. Mit der fortschreitenden Erderwärmung geraten diese Zyklen jedoch zunehmend aus dem Gleichgewicht. "Wir sehen die dem Riff innewohnende Widerstandsfähigkeit, seine Fähigkeit, sich zu erholen, wenn die Zeiträume es zulassen und nicht so viele Belastungen vorhanden sind", sagte der leitende Wissenschaftler der Great Barrier Reef Marine Park Authority, Dr. Roger Beeden, im Interview mit der australischen ABC. Demgegenüber stehe jedoch, dass das Ökosystem unter zunehmendem Druck gerate. Seine Behörde ist für den langfristigen Schutz und die nachhaltige Nutzung des Schutzgebiets rund um das Riff zuständig. Besorgniserregend ist den Forschern zufolge, dass sich der Zustand des Riffs in den vergangenen 15 Jahren dramatisch verschlechtert hat. Besonders verheerend war die Massenkorallenbleiche von 2024, bei der eine rekordverdächtige Hitzewelle im Meer Korallenriffe von der Karibik bis zum Indischen und Pazifischen Ozean bleichte. Sie verursachte den größten jemals in zwei Regionen gemessenen Rückgang der Korallen innerhalb eines Jahres. Auch das vorhergesagte El-Niño-Wetterphänomen könnte eine weitere Belastung für das Riff bedeuten, sagte Beeden. "Wir wissen aus der Vergangenheit, dass El-Niño-Ereignisse zu weitverbreiteter, schwerer Korallenbleiche geführt haben, daher heißt es wohl abwarten und beobachten, was im kommenden Sommer passiert." Bleichen werden durch die Erderwärmung wahrscheinlicher Wichtig sei es, entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um die globalen Treibhausgasemissionen zu reduzieren. "Die Realität des Klimawandels ist, dass solche Ereignisse immer wahrscheinlicher werden: das Risiko von marinen Hitzewellen, die zur Korallenbleiche führen können." Korallenbleichen seien ein modernes Phänomen, so Beeden. Das weltgrößte Riff gehört seit 1981 zum Unesco-Weltnaturerbe. Das Naturwunder, das sogar aus dem Weltraum zu sehen ist, ist wegen der Meereserwärmung zunehmend in Gefahr. Es kommen aber noch andere Faktoren hinzu: Dazu zählen schlechte Wasserqualität, korallenfressende Dornenkronen-Seesterne sowie Wirbelstürme und Unwetter. Verwendete Quellen aims.gov.au: Reef relief: how a late summer monsoon helped cool the Great Barrier Reef at just the right time (englisch) abc.com.au: Small but promising signs of recovery on Great Barrier Reef (englisch) Mit Material der Nachrichtenagentur dpa Quellen anzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... ShoppingAnzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading...

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren