DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,04 % 64.334,47 USD 10:30:32 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Hohe Impfquoten schützen auch ungeimpfte Frauen

Gesundheit

HPV-Impfung und Herdeneffekt Die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) schützt wirksam vor präkanzerösen Veränderungen am Gebärmutterhals und invasiven Zervixkarzinomen. Dabei profitieren auch ungeimpfte Frauen von einer breit angelegten Vakzinierungsstrategie, wie eine Bevölkerungsstudie aus Schweden zeigt. Registerstudie untersuchte den indirekten Impfschutz Ein Wissenschaftlerteam um ­Eva­ ­Meglic­ vom Karolinska-Institut in Stockholm untersuchte anhand von Registerdaten die indirekte Schutzwirkung des 2012 in Schweden etablierten staatlich organisierten HPV-Impfprogramms. Hierzu verglich die Gruppe vier Geburtenkohorten ungeimpfter Mädchen und Frauen bezüglich der Inzidenz hochgradiger zervikaler intraepithelialer Neoplasien miteinander. Insgesamt kamen die Daten von 857.168 Frauen zur Auswertung. Die Referenzgruppe bildeten zwischen 1985 und 1988 geborene Frauen. Bei diesen vier Jahrgängen lag die Impfquote lediglich bei etwa 6 %. Die Teilnehmerinnen der Jahrgänge 1989–1992 wuchsen mit einem öffentlich geförderten opportunistischen Vakzinierungsprogramm auf, die Jahrgänge 1993–1998 hatten Anspruch auf Nachholimpfungen. Von dem staatlich organisierten und an den Schulen durchgeführten HPV-Impfprogramm, das alle Mädchen im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren erreichte, profitierten erstmals die 1999 und 2000 Geborenen (Impfquote 72 %). Im Zeitverlauf manifestierte sich ein deutlicher Herdeneffekt der HPV-Immunisierung, berichtet das Studienteam. Bezüglich der Neoplasien betrug das adjustierte Inzidenzratenverhältnis (IRR) in der jüngsten Kohorte (1999/2000) im Alter von 23 Jahren verglichen mit der Referenzgruppe 0,53. In den Kohorten 1989–1992 und 1993–1998 stellten die Forschenden dagegen ein deutlich höheres IRR fest (jeweils 1,26). Die HPV-Immunisierung schützt sowohl geimpfte als auch ungeimpfte Frauen vor hochgradigen Zervixneoplasien, so das Fazit des Wissenschaftlerteams. Der beste Herdeneffekt sei bei hohen HPV-Durchimpfungsraten zu erwarten. Leisten könnten dies schulbasierte Programme.

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