Hohe Verluste für Putin - Vertrauter will „Kranke und Verkrüppelte“ kämpfen lassen
ruhr24 Schlagzeilen Hohe Verluste für Putin – Vertrauter will „Kranke und Verkrüppelte“ kämpfen lassen Von: Julian Kaiser Uns auf Google folgen Während der Ukraine-Krieg tobt, fordert ein Putin-Anhänger offen mehr Kanonenfutter. Auch Frauen sollen leichter an die Front gelangen. Moskau – Der russische Föderationsrats-Abgeordnete Alexej Kondratjew schlägt vor, auch verwundete, kranke und alte Menschen für den freiwilligen Kriegsdienst zuzulassen. Er äußerte die Idee in der jüngsten Ausgabe der Propagandasendung „Sonntagabend mit Wladimir Solowjow“ im russischen Staatsfernsehen, wie das Keml-nahe Nachrichtenportal URA.RU berichtet. Hohe Verluste für Putin – Vertrauter will „Kranke und Verkrüppelte“ kämpfen lassen „Man darf den Russen nicht verbieten, ihr ‚Recht auf Verteidigung des Vaterlandes‘ wahrzunehmen“, sagte Kondratjew. Er sprach sich dafür aus, „Verwundete, Kranke und Verkrüppelte“ zum Militärdienst heranzuziehen (Du willst keine Top-News mehr verpassen? Dann trage dich in den kostenlosen Schlagzeilen-Newsletter ein). Laut Novaya Gazeta Europe, die sich auf das oppositionelle russische Exil-Portal Verstka beruft, forderte Kondratjew zudem eigene Drohnenabwehreinheiten. Dort sollen Freiwillige unabhängig von Geschlecht und Gesundheitszustand mitkämpfen. Diese Einheiten sollen russisches Gebiet künftig besser vor ukrainischen Drohnenangriffen schützen. Der Putin-Vertraute bemühte einen historischen Vergleich: Während des Zweiten Weltkriegs habe es Luftabwehrverbände gegeben, in denen junge Komsomol-Mädchen gedient hatten. Geht es nach Kondratjew, sollen Frauen nun auch während des Ukraine-Kriegs leichter Verträge mit Freiwilligenformationen wie den „Bars“-Einheiten unterschreiben dürfen. Weitere aktuelle Schlagzeilen: Wie geht es Trump? Video löst neue Spekulationen aus Deutschland droht Hitzewelle: Spanien schickt uns die 40-Grad-Glut Putin schickt Verwundete wieder in den Krieg – auch auf Krücken Neu sind Kondratjews Ideen nicht. Das russische Militär hatte nach CNN-Angaben bereits verwundete Soldaten teils auf Krücken zurück an die Front geschickt. Menschenrechtler kritisieren solche Praktiken seit Langem scharf. Der Telegraph berichtet über mehrere Fälle, in denen Russland auch geistig beeinträchtigte Männer an die Front geschickt haben soll. Einer von ihnen, ein 27-Jähriger mit diagnostizierter Intelligenzminderung, sei der Zeitung zufolge noch im selben Jahr durch eine Kopfverletzung gestorben. Rund 7.000 Verluste pro Woche: Putin schickt Straftäter und Studenten in den Krieg Die russische Armee wirbt inzwischen verstärkt auch in Gefängnissen und unter Studenten um neue Soldaten, wie das Wall Street Journal (WSJ) schreibt. Viele Rekruten erhielten demnach nur wenige Tage Ausbildung, bevor sie an die Front mussten. Ein ehemaliger Soldat sagte gegenüber dem WSJ, viele Kämpfer hätten inzwischen den Eindruck, der Krieg richte sich vor allem gegen die Ärmsten und Schwächsten im eigenen Land. Wladimir Putin Name: Wladimir Wladimirowitsch Putin Alter: 73 (7. Oktober 1952 ) Geburtsort: Leningrad Partei: Einiges Russland Fakt ist: Der Kreml hat nach übereinstimmenden Medienberichten zuletzt mehrfach die finanziellen Anreize für Vertragssoldaten erhöht. Gleichzeitig lockerten die Behörden schrittweise die Aufnahmekriterien für Freiwillige. Hintergrund sind laut CIA-Schätzungen hohe russische Verluste von zuletzt rund 7.000 Soldaten pro Woche, wie Daily Mail Mitte Juli berichtete. Kondratjew gilt als regelmäßiger Gast in staatsnahen Talkshows. Die Sendung von Wladimir Solowjow zählt zu den bekanntesten Propagandaformaten im russischen Fernsehen. Dort werden die Schrecken des Ukraine-Kriegs regelmäßig verharmlost.