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Hoher Blutzoll für Putins Armee

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Verluste für Russland: Aktuelle Zahlen – Hoher Blutzoll für Putins Armee

Von: Christian Stör

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Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter. Eine aktuelle Analyse zeigt: Immer häufiger sterben Freiwillige an der Front.

Moskau – Die Verluste im Ukraine-Krieg sind immens hoch. So nimmt die Zahl der gefallenen russischen Soldaten täglich deutlich zu. In einer aktuellen Bestandsaufnahme hat das unabhängige russische Medium Mediazona in Zusammenarbeit mit dem russischsprachigen Dienst der BBC die Identitäten von 242.747 gefallenen russischen Militärangehörigen bestätigt. Die Erhebung umfasst den Zeitraum vom 24. Februar 2022 bis zum 27. August 2026. Die Gefechte im Ukraine-Krieg halten derweil mit unverminderter Härte an.

Für die Liste werden öffentlich zugängliche Quellen ausgewertet. Dazu gehören Traueranzeigen, Beiträge von Angehörigen in sozialen Netzwerken, regionale Medienberichte sowie offizielle Mitteilungen lokaler Behörden. Seit dem letzten Update Mitte August wurden 3393 neue Namen in die Liste aufgenommen. In rund 225.000 Fällen – das entspricht knapp 93 Prozent – ist das genaue Todesdatum der Gefallenen bekannt. Da nicht jeder Todesfall an der Front öffentlich genannt wird, dürften die tatsächlichen Verluste erheblich höher liegen. Eine Schätzung auf Basis russischer Nachlassregisterdaten, die Mediazona gemeinsam mit dem Exilmedium Meduza entwickelt hat, geht von rund 352.000 Toten bis Ende 2025 aus.

Hohe Verluste im Ukraine-Krieg: Freiwillige tragen die Hauptlast in Russland

Die bestätigten Verluste in der Armee von Wladimir Putin lassen sich nach Rekrutierungsart aufschlüsseln. Demnach sind im Ukraine-Krieg bisher mehr als 88.600 Freiwillige im Kampf gefallen. Hinzu kommen 26.600 rekrutierte Strafgefangene und 20.000 Mobilisierte. Seit dem Frühsommer 2022 tragen Freiwillige die Hauptlast der Verluste. Das ist ein deutlicher Unterschied zur Anfangsphase des Krieges. Damals waren vorrangig Luftlandetruppen und motorisierte Schützenverbände betroffen.

Ende 2022 und Anfang 2023 stiegen die Verluste unter den von der Wagner-Gruppe rekrutierten Strafgefangenen sprunghaft an. Sie wurden in Sturmgruppen eingesetzt, um ukrainische Stellungen bei Bachmut zu überrennen. Bis März 2023 stellten Gefangene die größte einzelne Verlustkategorie dar. Auch unter den Offizieren sind die Verluste erheblich. Bisher wurde der Tod von 7596 Offizieren der russischen Armee und anderer Sicherheitsstrukturen bestätigt. Unter den hochrangigen Gefallenen befinden sich zwei stellvertretende Armee-Kommandeure sowie mehrere Generalmajore und ein Generalleutnant.

Ukraine-Krieg fordert zahlreiche Opfer: Verluste der Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezifferte die russischen Gesamtverluste am 31. Juli auf rund 1,6 Millionen, darunter etwa 700.000 Tote. Der ukrainische Generalstab schätzte die russischen Gesamtverluste zum 31. August auf fast 1,49 Millionen Soldaten. Diese Zahlen schließen Tote, Verwundete, Vermisste und Gefangene ein.

Zum Vergleich: Selenskyj nannte für die ukrainische Seite rund 50.000 gefallene Soldaten und etwa 400.000 Verwundete. Diese Angaben stammen ausschließlich aus ukrainischen Regierungsquellen und sind unabhängig nicht verifizierbar. Westliche Geheimdienstkreise bestätigen jedoch grundsätzlich, dass die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen.

Geschätzte Verluste von Russland im Ukraine-Krieg – ein Überblick

Verluste im Ukraine-Krieg haben auch Folgen für die Rekrutierung in Russland

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