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Höhle der Löwen: Carsten Maschmeyer liest Gründern die Leviten

Unterhaltung

„Wir zeigen euch heute, wie wir jedes Fahrrad zu einem Lastenrad machen“, kündigen Jonathan Vincentz (29) und Lukas Ludwig (29) ihren Pitch bei „Die Höhle der Löwen“ an. Die Investoren scheinen angetan von der faltbaren Lastenbox namens „allpacka One“, die am Gepäckträger befestigt wird und ausgeklappt 30 Liter Stauraum bieten soll. „Echt stark“, urteilt Johannes Kliesch.

Dass der Verkaufspreis pro Box 169 Euro beträgt, lässt Carsten Maschmeyer jedoch aufhorchen. „Für das bisschen Plastik?“, stutzt er. Auch die Produktionskosten in Höhe von 52 Euro pro Stück empfinden die Löwen als zu hoch. „Hättet ihr das nicht einfach den Chinesen geben können und die hätten euch das für 20 Euro produziert?“, will Janna Ensthaler wissen. Das Siegel „Made in Germany“ sei ihnen wichtig, erklären die Gründer, die zudem gestehen, bislang noch keinen Umsatz generiert zu haben.

„Also, ganz kurz: Eure Bewertung für das, was heute auf dem Tisch liegt, ist einfach astronomisch“, moniert Judith Williams, der zufolge 250.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile „far out of the picture“ seien: „Ich bin raus.“

„Ich glaube, ihr verzockt euch gerade richtig“

Als die Gründer angeben, vor eineinhalb Jahren 150.000 Euro per Crowdfunding gesammelt zu haben, seither aber keines der vorbestellten Produkte ausgeliefert zu haben, reicht es auch Carsten Maschmeyer. „Da kommt ihr ja fast ins 'Guiness-Buch der Rekorde', dass ihr nach anderthalb Jahren denen noch immer nicht das Ding geliefert habt“, rügt er die Unternehmer. „Also das ist umsatzmäßig eine Vollkatastrophe.“ Auch die Bewertung in Höhe von 2,5 Millionen sei „ein No-Go“, findet Maschmeyer. „Und deshalb bin ich raus!“

„Wir sind begeistert vom Produkt! Rettet euch jetzt hier mal aus der Nummer raus“, versucht Janna Ensthaler schließlich, den Pitch wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Die Leipziger Gründer hätten „das krasseste, coolste Gepäckträgerprodukt entwickelt“, das Ensthaler je gesehen habe. „Besser geht es nicht. Aber ihr habt in der Bewertung gar nicht abgebildet, wo ihr steht.“

Die Löwin ist bereit, 250.000 Euro zur Verfügung zu stellen, will dafür aber 30 Prozent der Firmenanteile. Johannes Kliesch will für die Viertelmillion gar 40 Prozent des Unternehmens haben. Sie seien mit beiden Angeboten „nicht ganz zufrieden“, erwidern die Gründer. Auch, als Ensthaler ihnen mit einem neuen Angebot von 27,5 Prozent entgegenkommt, zögern sie.

„Nehmt das Angebot an!“, rät Kliesch ihnen. „Jungs, ich muss ehrlich sagen, ich glaube, ihr verzockt euch gerade richtig.“ Doch Jonathan Vincentz und Lukas Ludwig lassen sich nicht beirren - und beharren darauf, nicht mehr als 25 Prozent der Firmenanteile abtreten zu wollen. „Ich glaube, es ist ein Fehler“, seufzt Ennsthaler, als die Männer ohne Deal die Sendung verlassen. Auch die Gründer selbst sind enttäuscht. Sie hatten „ziemlich sicher damit gerechnet, dass wir einen Deal eintüten“, ist Vincentz sichtlich geknickt. „Das tut schon weh.“

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