Holstein Kiel: Trainer-Entscheidung! So geht es mit Tim Walter weiter
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Es war nicht der erhoffte komplette Befreiungsschlag, aber ein Ausrufezeichen. Holstein Kiel stoppt beim 0:0 die Siegesserie von Zweitliga-Tabellenführer Hertha (vorher sieben Siege in sieben Spielen). Ein anständiger Auftritt, allerdings ist Kiel weiterhin ohne Sieg und bleibt mit nun fünf Unentschieden und drei Niederlagen im Tabellenkeller kleben.
Klar ist: Kiel muss endlich richtig punkten. Klar ist aber auch: Der zuletzt unter Druck geratene Trainer Tim Walter (50), der den Klub in der vergangenen Saison als Nachfolger von Marcel Rapp (47/jetzt St. Pauli) vor dem Abstieg rettete, sitzt auch im nächsten Spiel gegen Dresden (25.10., 13.30 Uhr) auf der Kieler Bank. Sport-Boss Olaf Rebbe (48) am Samstag: „Wir haben die gestrige Partie wie nach jedem Spiel gemeinsam analysiert. Wir sind fest davon überzeugt, zusammen die aktuelle Situation meistern zu können, und werden als geschlossene Einheit zusammenstehen. Es gibt keine Trainerdiskussion.“
Nach dem Spiel war Walter deutlich geworden: „Jetzt mal ganz ehrlich: Wir haben heute gegen den Tabellenführer gespielt. Die haben siebenmal am Stück gewonnen. Welcher Anspruch herrscht hier eigentlich? Wir haben heute alles investiert. Manchmal ist einfach nicht mehr drin, manchmal ist auch der Gegner dafür verantwortlich. Von daher bin ich total zufrieden.“
Gegen Hertha zeigte Walter Mut, brachte den 18-jährigen Till Wiese erstmals in der Startelf, auch Mark Richter Monserrat (18) feierte als Joker sein Profi-Debüt. Bitter: Abwehrboss Sebastian Schonlau (32), gerade von einem Muskelfaserriss genesen, musste in seinem ersten Spiel für Kiel schon nach 50 Minuten mit Problemen am linken Oberschenkel raus. Die Diagnose ist noch offen. Trainer Walter: „Er sagte, es sei nicht so schlimm.“
Für Aufsehen sorgte ein Tribünen-Gast. Ex-Köln-Coach Lukas Kwasniok (45/derzeit ohne Verein) schaute sich das Spiel an. Ist er ein Trainer-Kandidat für Kiel? Die einfache Antwort: nein. Kwasniok guckt sich an diesem Wochenende mehrere Spiele in Norddeutschland an, ist am Samstag auch bei Werder gegen Paderborn in der 1. Liga im Stadion. Für Kiel wäre er (finanziell) eh eine Nummer zu groß.