Holzteile aus dem Arendsee: Sensationeller Fund gibt Rätsel auf
Archäologische Tauchgänge
Steinzeitliche Holzteile aus dem Arendsee: Sensationeller Fund – auch wenn niemand weiß, was es ist
Stand: 01.10.2026 10:47 Uhr
Der Arendsee in der Altmark ist eine wahre archäologische Fundgrube. Jetzt sind dort Relikte aus der Steinzeit aufgetaucht. Und niemand weiß, warum sie da sind.
von MDR WISSEN/flo
Bis zu einem Meter sechzig groß, irgendwie durch Menschenhand bearbeitet – und ganz schön gut erhalten. Viel mehr gibt es zu den Hölzern bislang nicht zu sagen, die bei archäologischen Tauchgängen im Arendsee gefunden wurden. Und trotzdem sind sie eine kleine Sensation, teilt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt jetzt mit.
Durch eine geologische Besonderheit sinkt der Untergrund des Arendsee langsam ab, was Relikte unter einer Sedimentschicht konserviert. Eben auch Holz aus der Mittelsteinzeit vor 10.500 Jahren, einer Zeit, in der Menschen noch nicht einmal sesshaft geworden sind. Den Forschenden zufolge handelt es sich bei dem Pfahl und den Spaltbrettern aber um menschliche Konstruktionen.
Gebäude, obwohl Steinzeitmenschen noch nicht sesshaft waren?
Ob sie Teil von unbekannten Gebäuden oder etwas ganz anderem sind, ist jetzt die große Frage. Die Chancen stehen aber gut, dass sie nach genauerer Untersuchung unser Bild von Jägern und Sammlerinnen in Mitteleuropa etwas durcheinanderbringen könnten.