Home Assistant 2026.10 ist da: Das steckt im Oktober-Update
Die Open-Source-Lösung Home Assistant ermöglicht es Nutzern, verschiedene Geräte und Dienste rund ums smarte Zuhause zu verwalten und zu automatisieren. Hierbei verzahnt man Gerätschaften unterschiedlicher Hersteller. Die Software kann in einem (Docker)-Container oder auf einem dedizierten Gerät wie einem Raspberry Pi oder einem Mini-PC installiert werden. Die Smart-Home-Lösung unterstützt eine Vielzahl von Protokollen und Plattformen, darunter Z-Wave, Zigbee, aber auch Matter. Mit Home Assistant 2026.10 rollt jetzt das Update für Oktober aus. Neuerungen gibt es bekanntlich im monatlichen Turnus. Das Oktober-Update fällt aber durchaus üppig aus.
Wir berichteten bereits darüber, dass die Home Assistant Cloud bald zu Home Assistant Link umbenannt wird. Beim Dienst bleibt ansonsten alles beim Alten. Man möchte nur herausstellen, dass man sich stärker von gängigen Cloud-Diensten unterscheidet – die Umstellung erfolgt hier aber erst zum Dezember-Release.
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Home Assistant hat man beim Kartendienst inzwischen auf OpenStreetMap und im selben Zuge auch auf Vektordaten umgestellt. Die neue Integration für Kartenkacheln ruft die Kacheln über eure Home-Assistant-Instanz ab und speichert sie im Cache, sodass der Browser keine direkte Verbindung zu externen Kachelservern herstellt. Zuletzt angezeigte Teile der Karte bleiben auch bei kurzen Internetunterbrechungen verfügbar. Die neue Integration für die Karten ruft die Kacheln der Home-Assistant-Instanz ab und speichert sie im Cache. Zuletzt angezeigte Teile der Karte bleiben auch bei kurzen Internetunterbrechungen verfügbar. Zudem eröffnet das auch weitere Möglichkeiten.
Da die Karte vollständig als Vektorgrafik gezeichnet wird, bleiben Straßen und Beschriftungen auch über alle Zoomstufen hinweg scharf und flüssig. Auch gibt es einen optimierten Dark-Mode. Ältere Geräte, die keine Vektorkarten verarbeiten können, greifen weiterhin auf die klassische Karte zurück.
Neugestaltet hat man auch die Markierungen auf den Karten. Personen werden mit ihrem Bild angezeigt, Zonen werden mit ihrem Symbol in ihrer eigenen Farbe markiert, und alle Personen in derselben Zone teilen sich eine einzige Blase in dieser Zone. Wenn man weit genug herauszoomt, verschmelzen sich überlappende Blasen zu einer einzigen.
Auch der Zonen-Editor setzt nun auf die neuen Karten. Zonen sind alphabetisch sortiert und zeigen in der Randspalte ebenfalls die Farben und Symbole an.
Neu gestaltet wurde auch die Profilseite, die jetzt eine Übersicht und neue Gruppierungen wie in den Einstellungen bietet. Neben den Optionen zur Darstellung und lokalen Eigenschaften wie Uhrzeit und Sprache kann man hier auch auf persönliche Einstellungen zu Benachrichtigungen und den Passwort- und Sicherheitseinstellungen zurückgreifen.
Jetzt können nicht nur Administratoren die Bilder ändern, sondern jeder Nutzer kann das für sich selbst vornehmen. Im Bereich "Profil bearbeiten" kann man das Bild hochladen und auch zuschneiden, und es taucht an allen passenden Stellen im System auf.
Mächtig, aber für viele bislang sicherlich unter dem Radar, weil doch sehr in den Einstellungen versteckt waren die Trigger-IDs. Die bekommen jetzt eine Benutzeroberfläche, in der man Trigger und Bedingungen auswählen kann, und Home Assistant kümmert sich im Hintergrund jetzt auch selbst um die IDs - und räumt diese bei Bedarf auch auf. Wer das in YAML vornehmen möchte, kann das auch weiterhin wie gewohnt tun. Das dürfte für viele das Anfertigen von Automatisierungen erleichtern, denn für denselben Auslöser werden jetzt keine unterschiedlichen Automatisierungen mehr nötig.
Man muss lediglich noch die „Ausgelöst durch“-Bedingung hinzufügen. Zwei Dinge behält der Editor im Blick: Falls eine Bedingung auf einen Trigger verweist, der nicht mehr existiert, wird dies markiert. Außerdem bekommt man einen Hinweis und vorgeschlagene Korrekturmaßnahmen, falls sich mehrere Trigger dieselbe ID teilen. Auch zeigt man im Automatisierungseditor mehr Details in der Übersicht an:
Dashboards können Karten oder Abschnitte auf Basis von bestimmten Bedingungen ein- und ausblenden. Mit der Registerkarte „Sichtbarkeit“ stockt man die Auswahl jetzt um dieselben Bedingungen wie im Automatisierungseditor auf: „Vorlage“, „Sonne“, „Zone“ und „Gerät“. Die Bedingungen können frei kombiniert werden. Zudem zeigt man im Bereich Sichtbarkeit auch, warum eine Karte derzeit ausgeblendet ist – sprich, ob eine Bedingung eben erfüllt ist.
Weitere Neuerungen hat man für diverse Integrationen zu vermelden. So kann man Threema, wie gewohnt ohne Telefonnummer, als Empfänger für (Ende-zu-Ende-verschlüsselte) Benachrichtigungen auswählen. Für Matter gibt es jetzt einen Schalter zum Ein- und Ausschalten optischer sowie akustischer Alarme, wie beim Ikea Klippbok.
Die Philips-Hue-Integration hat einen neuen Schalter, um MotionAware-Zonen zu aktivieren oder zu deaktivieren, wie in der Hue-App. Es gibt für Räume und Zonen nun auch eine Szenenauswahl sowie die Ansicht, welche Szene gerade aktiv ist. Über Music Assistant kann man Nachrichten jetzt auch per Text-to-Speech vorlesen lassen. Außerdem neu: Per iCloud-Anbindung kann man den Apple-Kalender und die Apple-Erinnerungen an Home Assistant anbinden. Letztere erscheinen in der Aufgabenliste. Eine sinnvolle Neuerung gibt es zudem für die Roborock-Integration: Die wird inzwischen in Echtzeit aktualisiert, was das Andocken oder den Start der Reinigung sofort passend anzeigt.
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