Homeoffice: Mercedes-Mitarbeiter sollen wieder vier Tage pro Woche ins Büro
Düsseldorf. Der Autobauer Mercedes-Benz will seine Homeoffice-Regeln deutlich verschärfen. Büroangestellte sollen wieder an vier Tagen pro Woche vor Ort arbeiten. Das teilte der Dax-Konzern seinen Beschäftigten in Deutschland am Dienstag per E-Mail mit. Die aktuelle Konzernbetriebsvereinbarung aus dem Jahr 2016 sah vor, dass Büromitarbeiter bis zu fünf Tage pro Woche von unterwegs aus arbeiten können.
Während der Coronapandemie erwies sich die Regelung als sinnvoll. Doch schon länger dringen Konzernchef Ola Källenius und Arbeitsdirektorin Britta Seeger auf eine stärkere Anwesenheit im Büro. Die Präsenzquote soll zwischenzeitlich nur noch bei 50 Prozent gelegen haben, verlautet es aus Konzernkreisen. Einige Mitarbeiter seien faktisch gar nicht mehr ins Büro gekommen. „Ich glaube, dass wir Einzelne im Homeoffice verloren haben“, sagte Seeger im Dezember 2025 im Handelsblatt-Interview. „Die Zusammenarbeit vor Ort ist der Kitt, den wir für unsere Teams brauchen.“
Mercedes hat seit Jahren Probleme mit sinkenden Gewinnen und Verkaufszahlen. Vor allem in Deutschland will der Konzern sein Sparprogramm verschärfen. Darüber hat der Konzern die Beschäftigten im Juni informiert. Der Vorstand nennt das Produktivitätsoffensive.