Honduras: Ex-Präsident von Honduras kehrt nach Begnadigung von Trump zurück
Der wegen Drogendelikten in den USA verurteilte ehemalige Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, ist in sein Heimatland zurückgekehrt. Hernández wurde von seiner Familie am internationalen Flughafen Palmerola empfangen, wie ein Video zeigt, das er auf der Plattform X teilte. US-Präsident Donald Trump hatte den Ex-Präsidenten zuvor begnadigt. Eigentlich war Hernández zu einer 45-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Trump hatte jedoch im vergangenen November einen Straferlass beschlossen. Im Dezember wurde Hernández aus dem Gefängnis entlassen. Der Ex-Staatschef sei »sehr hart und unfair behandelt« worden, begründete Trump damals die Entscheidung. Hernández wurde 2024 von einem Gericht in New York verurteilt, weil er den Schmuggel von überwiegend aus Kolumbien und Venezuela stammendem Kokain über das mittelamerikanische Honduras in die USA möglich gemacht haben soll. Kurz nach dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2022 war Hernández an die USA ausgeliefert worden. Hernández muss sich in Honduras vor Gericht verantworten In seinem Heimatland muss der Ex-Präsident Anfang August vor Gericht erscheinen. Der Staatsanwaltschaft zufolge soll ein Netzwerk aus früheren hochrangigen Beamten in der Zeit von 2010 bis 2013 für Auszahlungen öffentlicher Gelder im Umfang von umgerechnet mehr als neun Millionen Euro an diverse Stiftungen verantwortlich sein. Hernández habe von diesen Auszahlungen profitiert, indem er unter anderem über Briefkastenfirmen mindestens zwei Millionen Euro für seinen Wahlkampf bekommen habe.