Honig: 40 Gramm täglich senken Blutzucker und LDL-Cholesterin
Die Rolle von Honig in der Ernährung wird im Hinblick auf kardiometabolische Risikofaktoren zunehmend differenziert betrachtet. Eine im Jahr 2022 im Fachjournal „Nutrition Reviews“ veröffentlichte Metastudie des Clinical Nutrition and Risk Factor Modification Centre in Toronto liefert detaillierte Einblicke in die Auswirkungen des Honigkonsums auf den menschlichen Stoffwechsel. Die Auswertung umfasst 18 kontrollierte klinische Studien mit insgesamt 1.105 Teilnehmenden und zeigt auf, dass Honig trotz seines hohen Zuckergehalts positive Effekte auf die Blutzucker- und Cholesterinwerte haben kann. Signifikante Veränderungen der Stoffwechselwerte durch Honigkonsum Die Ergebnisse der kanadischen Forschungsarbeit verdeutlichen eine messbare Korrelation zwischen einer moderaten Honigzufuhr und verbesserten Laborwerten. Den Daten zufolge führte ein täglicher Konsum von 40 Gramm Honig, was einer Menge von etwa zwei Esslöffeln entspricht, über einen Beobachtungszeitraum von acht Wochen zu einer Senkung der Nüchternglukose. Zusätzlich zu den Effekten auf den Blutzuckerspiegel beobachteten die Wissenschaftler signifikante Veränderungen im Lipidprofil der Probanden. Das LDL-Cholesterin, welches mit einem erhöhten Risiko für Gefäßverkalkung assoziiert wird, sank im Untersuchungszeitraum. Gleichzeitig wurde eine Erhöhung des HDL-Cholesterins dokumentiert. Diese Beobachtungen legen nahe, dass Honig eine stoffwechselneutrale oder sogar unterstützende Rolle im Chronic Disease Management einnehmen könnte, sofern er in definierten Mengen konsumiert wird. Anzeige Ob Honig oder andere Lebensmittel – wie sich Ihre Ernährung wirklich auf Cholesterin und Blutzucker auswirkt, verraten Ihnen Ihre Laborwerte. Dieser kostenlose 25-Seiten-Report erklärt, welche Werte wirklich wichtig sind und wie Sie Ihre Gesundheit gezielt schützen. Jetzt kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck sichern Relevanz von Honigsorte und Herkunft Ein zentraler Aspekt der Analyse aus dem Jahr 2022 ist die Feststellung, dass die gesundheitlichen Vorteile stark von der spezifischen Honigsorte abhängen. Nicht jeder handelsübliche Honig erzielt die gleichen physiologischen Resultate. Als besonders wirksam identifizierte das Clinical Nutrition and Risk Factor Modification Centre in der Auswertung die folgenden Sorten: Robinienhonig (häufig als Akazienhonig im Handel) Kleehonig Rohhonig (unbehandelter Honig) Diese Sorten zeigten in den untersuchten Studien die deutlichsten positiven Effekte auf die kardiometabolischen Parameter. Die Forscher führen dies auf die spezifische Zusammensetzung der Zuckerarten sowie die enthaltenen bioaktiven Stoffe zurück, die je nach Blütenquelle variieren. Einfluss der Verarbeitung auf die therapeutischen Eigenschaften Die Untersuchung hebt zudem die Bedeutung der Verarbeitungsprozesse hervor. Ein wesentliches Ergebnis der Studienauswertung ist der Qualitätsverlust durch thermische Einwirkungen. Pasteurisierter Honig verliert laut den Forschenden seine positiven Eigenschaften auf den Stoffwechsel weitgehend. Die in der Analyse untersuchten Daten deuten darauf hin, dass die im Honig enthaltenen Enzyme und Mikronährstoffe hitzeempfindlich sind. Um die gesundheitlich relevanten Merkmale zu erhalten, wird in der Praxis empfohlen, Honig nicht über Raumtemperatur zu erhitzen. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Verwendung in der Ernährung: Wird Honig beispielsweise in heißen Tee eingerührt oder zum Backen verwendet, gehen die in der Torontoer Studie beschriebenen Vorteile für Blutzucker und Cholesterin verloren. Die Experten raten daher dazu, Honig in seiner rohen Form zu belassen, um das Potenzial zur therapeutischen Unterstützung von Stoffwechselprozessen voll auszuschöpfen. Anzeige