Horror-Nacht in den Alpen: Blitz schlägt in Schafherde ein
rosenheim24-de Welt Welt-News Schlimme Nacht in den Alpen: Blitz schlägt in Schafherde ein – fast 100 Tiere sofort tot Von: Martina Hunger Uns auf Google folgen Ein nächtliches Gewitter wird auf einer Schweizer Alp zur Tragödie: 97 Schwarznasenschafe sterben bei einem Blitzeinschlag. Die Kadaver müssen per Hubschrauber vom Berg geholt werden. Wallis/Schweiz – Ein schweres Gewitter hat in den Schweizer Alpen eine ganze Schafherde getroffen. In der Nacht auf Freitag schlug auf der Alp Eggerhorn im Binntal ein Blitz ein. 97 Schwarznasenschafe kamen dabei ums Leben, rund 80 Tiere überlebten den Einschlag. Nach Angaben eines betroffenen Schafbesitzers mussten die fast hundert Tierkadaver im Laufe des Freitags per Hubschrauber vom Ort des Blitzeinschlags ausgeflogen werden. Der Vorfall ereignete sich während eines nächtlichen Gewitters in der Schweiz. Auch interessant: Alpenwirt von Berghütte platzt wegen dreister Urlauber der Kragen: „Wir sind kein Spielplatz“ Tiere standen zum Schutz dicht beieinander Besonders tragisch: Die Schafe hielten sich während des Unwetters offenbar dicht beieinander auf. Der betroffene Züchter erklärte, die Tiere seien so gehalten worden, um sie vor Großraubtieren zu schützen. Laut Swissinfo befanden sich die Schafe beim Blitzeinschlag in einem Nachtpferch. Schafhalter in der Schweiz klagen seit Jahren über die Ausbreitung des Wolfs. Gerade in alpinen Regionen wird der Schutz von Herden damit immer wieder zum schwierigen Thema – in diesem Fall endete ausgerechnet die gebündelte Haltung während des Gewitters tödlich. 26.000 Blitze über der Schweiz registriert Die Schweiz war zuletzt nach einer Hitzephase von heftigen Gewittern betroffen. Nach Angaben von SRF Meteo wurden am Donnerstag innerhalb weniger Stunden rund 26.000 Blitze über der Schweiz registriert. Schwarznasenschafe gelten als typisch für die Schweiz. Die Tiere mit ihrem auffällig wuscheligen Fell werden auch zur Landschaftspflege eingesetzt: Sie fressen steile Bergwiesen ab und halten sie kurz. Tragischer Verlust für Züchter Für die betroffenen Halter ist der Blitzeinschlag ein schwerer Schlag. Fast 100 Tiere auf einmal zu verlieren, bedeutet nicht nur einen wirtschaftlichen Schaden, sondern auch einen emotionalen Einschnitt – besonders bei einer Herde, die über den Sommer auf einer Alp gehalten wird.