Hört Ihr Handy mit? Diese Einstellung sollten Sie prüfen
Das Smartphone ist fast immer dabei – und damit auch ein Mikrofon. Sprachassistenten und zahlreiche Apps können darauf zugreifen. Wer seine Privatsphäre schützen will, sollte deshalb die Berechtigungen auf dem Handy genau prüfen.
Wer nicht möchte, dass Apps oder Sprachassistenten wie Siri und Google Assistant auf das Smartphone-Mikrofon zugreifen, kann die entsprechenden Rechte in den Einstellungen deaktivieren. Darauf weist die Zeitschrift „Computerbild“ online hin.
Mikrofon-Berechtigungen am Handy: Zugriff genau abwägen
Bei manchen Apps ist der Zugriff auf das Mikrofon sinnvoll. Das gilt etwa für Messenger-Dienste, wenn Nutzer Sprachnachrichten verschicken wollen.
Trotzdem sollte genau geprüft werden, ob eine App diese Berechtigung tatsächlich benötigt. Entscheidend ist auch, zu welchem Anlass der Zugriff erfolgt und was anschließend mit den erhobenen Daten passiert.
„Computerbild“ rät dazu, vor dem Tippen auf „Akzeptieren“ die Nutzungsbedingungen genau zu lesen. Denn wenn Nutzer einer App die entsprechenden Rechte eingeräumt haben, ist das Mithören legal.
Nur offizielle App-Stores nutzen
Für mehr Sicherheit sollten Programme ausschließlich aus offiziellen App-Stores heruntergeladen werden. So lässt sich das Risiko verringern, dass Malware von weniger vertrauenswürdigen Drittanbietern auf dem Smartphone landet.
Außerdem sollte die Software auf dem Handy immer aktuell gehalten werden. So können Cyberkriminelle bekannte Sicherheitslücken weniger leicht ausnutzen.
Wer den Zugriff auf das Mikrofon unterbinden will, kann die Berechtigungen einzelner Apps direkt in den Einstellungen ändern. Beim iPhone lässt sich bei der jeweiligen App die Option „Mikrofon“ deaktivieren.
Bei Android wählen Nutzer bei der entsprechenden App den Bereich „Berechtigungen“ aus. Dort kann beim Mikrofon die Einstellung „Nicht zulassen“ aktiviert werden.
Auch virtuelle Sprachassistenten lassen sich über die Smartphone-Einstellungen deaktivieren.
Mikrofon-Berechtigungen am Handy: Gesprächsverlauf löschen
Wer Sprachassistenten nutzt, sollte laut „Computerbild“ anschließend auch den Gesprächsverlauf überprüfen. Falls nötig, können gespeicherte Aufzeichnungen der Unterhaltung über die Einstellungen gelöscht werden.
Hintergrund ist, dass einige Entwickler Daten aus solchen Gesprächen für personalisierte Werbung und Empfehlungen verwenden. Wer das nicht möchte, kann Sprachassistenten auf seinem Smartphone vollständig deaktivieren. (dpa/mp)