Hubschrauber und Feuerwehr im Einsatz
Stand (9 Uhr): Die Löscharbeiten wurden auch in der Nacht zum Donnerstag unter den schwierigen Bedingungen so weit wie möglich fortgeführt. Das teilt der Kreisfeuerwehrverband mit. Einsatzkräfte der Feuerwehr überwachten den Brandbereich kontinuierlich und setzten die bodengebundenen Löschmaßnahmen im steilen und schwer zugänglichen Gelände fort. Im Verlauf der Nacht breitete sich das Feuer talwärts aus. Aufgrund der Dunkelheit und der anspruchsvollen Geländeverhältnisse war ein umfassender Löscheinsatz aus der Luft nicht möglich. Der Schwerpunkt der Maßnahmen lag daher auf dem Schutz gefährdeter Bereiche sowie der Eindämmung der weiteren Brandausbreitung. Neben der direkten Brandbekämpfung, insbesondere durch die eingesetzten Löschfahrzeuge, wurden auch die Beregnungsstrecken zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Feuers kontinuierlich ausgebaut. Seit den frühen Morgenstunden läuft der Einsatz erneut mit rund 200 Einsatzkräften. Neben den Feuerwehren sind wieder Kräfte der Bergwacht, des Rettungsdienstes, der Bayerischen Polizei sowie weiterer Organisationen im Einsatz. Mit Tagesanbruch haben zudem drei Hubschrauber der Bayerischen Polizei ihre Arbeit aufgenommen. Sie werfen mithilfe sogenannter Außenlastbehälter Wasser über dem Brandgebiet ab. In den Nachtstunden wurde gemäß Artikel 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes ein besonderer Koordinierungsbedarf festgestellt. Kreisbrandrat Christof Grundner wurde daraufhin zum Örtlichen Einsatzleiter bestellt. Eine belastbare Aussage zur Größe der betroffenen Waldfläche ist derzeit weiterhin nicht möglich. Zur Brandursache liegen nach wie vor keine Erkenntnisse vor. Nach aktuellem Stand wurde niemand verletzt. In den Morgenstunden wurde außerdem vorsorglich über das Modulare Warnsystem (MoWaS) eine Gefahrenmeldung wegen möglicher Geruchsbelästigungen für den gesamten Landkreis Traunstein herausgegeben. Die Bevölkerung wird gebeten, den Bereich der Einsatzstelle weiträumig zu meiden, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungs- beziehungsweise Klimaanlagen aufgrund der Rauchentwicklung abzuschalten. Aufgrund der Löscharbeiten ist die Bundesstraße B 305 derzeit sowohl in Richtung Reit im Winkl als auch in Richtung Marquartstein gesperrt. Für Bürgeranfragen wurde im Landratsamt Traunstein ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Telefonnummer lautet 0861/58411. Stand (7 Uhr): Wegen der Löscharbeiten ist die Bundesstraße 305 zwischen Unterwössen und Reit im Winkl vollständig für den Verkehr gesperrt. Außerdem wurde inzwischen eine Warnmeldung veröffentlicht - diese gilt inzwischen für den ganzen Landkreis Traunstein. Die Bewohner sollen aufgrund der Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen halten sowie Klimaanlagen und Lüftungen ausschalten. Stand (6 Uhr): Der Kreisfeuerwehrverband hat nun weitere Informationen veröffentlicht.Gegen 18 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Oberwössen gemeinsam mit zahlreichen weiteren Feuerwehren alarmiert. Bereits beim Notruf war eine deutliche Rauchsäule in dem schwer zugänglichem Gelände im Bereich des Gipfels auf knapp 1000 Meter Seehöhe zu sehen. Unmittelbar nach der Alarmierung lief ein Großeinsatz an, an dem neben den Feuerwehren auch Einsatzkräfte der Bergwacht, des Rettungsdienstes und der Bayerischen Polizei beteiligt sind. Die Feuerwehren begannen umgehend mit bodengebundenen Kräften, eine Riegelstellung mit Kreisregneranlagen aufzubauen und einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen einzurichten, um die ersten Löschmaßnahmen einzuleiten. Parallel dazu wurden drei Hubschrauber der Bayerischen Polizei angefordert, um den Brand auch aus der Luft zu bekämpfen. Bis zum Einbruch der Dunkelheit konnten zahlreiche Löschflüge durchgeführt und die Maßnahmen am Boden kontinuierlich ausgebaut werden. Insgesamt befinden sich derzeit rund 200 Einsatzkräfte vor Ort. Die Einsatzleitung hat Kommandant Korbinian Mühlberger von der Freiwilligen Feuerwehr Oberwössen, unterstützt von mehreren Mitgliedern der Kreisbrandinspektion des Landkreises Traunstein inne. Aufgrund der erheblichen Gefahren im steilen Gelände sowie der einbrechenden Dunkelheit mussten die Löscharbeiten am Abend reduziert werden. So weit wie möglich, wurden die Löscharbeiten auch in der Nacht fortgesetzt. Eine verlässliche Einschätzung der genauen Brandfläche ist derzeit noch nicht möglich. Zur Brandursache können aktuell ebenfalls noch keine Angaben gemacht werden. Nach derzeitigen Informationen wurde niemand verletzt. Hob Die Erstmeldung vom Mittwochabend: Betroffen ist ein Bereich zwischen Lackenberg und Hochgern. Erste Löschversuche finden aber gerade mit Hilfe von zwei Hubschraubern statt. Wie Zeugen gegenüber unserer Zeitung berichtet haben, ist im Achental seit über einer Stunde Martinshorn zu hören. Wir aktualisieren den Artikel, sobald uns weitere Informationen vorliegen.