Humanoide Roboter: China droht USA im Streit über Importbeschränkung
Dieser Ausdruck wurde am 30.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Schwelender Technologiekonflikt China droht USA im Streit über humanoide Roboter Überwachungsrisiko oder Protektionismus? China hält die Begründung für die Roboter-Importbeschränkung für fadenscheinig und droht mit Gegenmaßnahmen. Der Technologiekonflikt weitet sich aus. 30.07.2026, 11.15 Uhr Zwischen China und den USA rumort es wegen der neuen US-Beschränkungen für humanoide Roboter. Washington müsse die Maßnahmen umgehend zurücknehmen, forderte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums in einer Erklärung . Andernfalls werde China »entschlossen Gegenmaßnahmen ergreifen«. Die USA behinderten normale Geschäfte und trieben die Entkopplung der Lieferketten voran. Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC hatte im Ausland hergestellte fortgeschrittene Roboter auf eine Beschränkungsliste gesetzt. Betroffen sind unter anderem Modelle in menschlicher Gestalt sowie vierbeinige Maschinen, die häufig als Roboterhunde bezeichnet werden. Auch Wechselrichter, die für Solaranlagen, Batteriespeicher und die Stromversorgung von Rechenzentren wichtig sind, wurden auf die Liste gesetzt. In einem FAQ zum Thema erklärt die FCC ausdrücklich, die Maßnahme sei nicht auf bestimmte Länder bezogen. Dennoch dürften die neuen Regeln in erster Linie chinesischen Herstellern den Weg auf den US-Markt versperren – und amerikanische Entwickler vor deren Konkurrenz abschirmen. Sorge vor Überwachung Neue Geräte aus diesen Kategorien können grundsätzlich nicht mehr die notwendige FCC-Zulassung erhalten und damit auch nicht in die USA eingeführt oder dort verkauft werden. Bereits zugelassene und gekaufte Geräte sind zunächst nicht betroffen. Die FCC begründete den Schritt mit der Gefahr, dass vernetzte Roboter Daten sammeln, zur Überwachung missbraucht oder aus der Ferne übernommen werden könnten. Das chinesische Handelsministerium sieht diese Sorge als unbegründet an. Die USA dehnten »den Begriff der nationalen Sicherheit willkürlich aus«, hieß es in der Erklärung. In China gelten humanoide Roboter als wichtiges Zukunftsfeld und werden gezielt vom Staat gefördert. Zahlreiche Anbieter konkurrieren bei der Entwicklung. Nächste Front im Technologiestreit Der Streit ist Teil des größeren Technologiekonflikts zwischen den USA und China. Washington beschränkt seit Jahren Chinas Zugang zu besonders leistungsfähigen Chips und Maschinen für deren Herstellung. Bei chinesischen Elektroautos setzen die USA auf hohe Zölle und andere Beschränkungen. Zugleich gewinnt in Washington die Debatte über den Umgang mit chinesischen KI-Modellen an Fahrt. Auch hier erwägen Teile der US-Regierung Beschränkungen. Mehrere Unternehmen und Manager aus der amerikanischen Technologiebranche warnen hingegen vor einem pauschalen Verbot. jmm/dpa