Hund torkelt in Laden: Als Mitarbeiter genau hinsehen, erkennen sie bittere Wahrheit
Es war beim zweiten Blick kein Wunder, dass der Vierbeiner keine gute Orientierung hatte. Er war nämlich blind, hatte nicht einmal mehr richtige Augen. Wegen seines rosafarbenen Halsbands war jedoch klar, dass er kein Streuner sein konnte. Ein Besitzer war aber weit und breit nicht zu sehen. Also rief das Team die "City of San Antonio Animal Care Services" zu Hilfe. Zum Staunen der Tierretter entpuppte sich Stevie, wie er hieß, als extrem handzahm. Sie hatten keine Probleme, die Fellnase in ihren Transporter zu bringen. Dann ging es zum Tierarzt, um den Hund durchchecken zu lassen - natürlich vor allem seine Augen. Vor Ort konnte nur noch bestätigt werden, dass Stevie sein Augenlicht verloren hatte. Warum, wusste aber niemand so recht. Angeboren, entwicklungsbedingt oder durch einen viralen Infekt - so ziemlich alle Antworten kamen infrage. Eines war hingegen sicher: Helfen konnte Stevie in dieser Hinsicht niemand. Deshalb ging es für ihn ins Tierheim, wo die Mitarbeiter tagelang darauf warteten, dass sich ein Besitzer meldete. Doch das geschah einfach nicht. Deshalb gaben sie ihren blinden Freund auf vier Pfoten schließlich zur Vermittlung frei. Natürlich ist es schwer, ein Tier mit einem solchen Handicap zu vermitteln. Doch in diesem Fall geschah ein kleines Wunder. Lisa Norwood, die Pressesprecherin von San Antonio Animal Care Services, sagte jetzt in einem Gespräch mit The Dodo, dass eine Frau sofort Interesse an dem Rüden gezeigt habe. "Stevie hat Eindruck bei ihr hinterlassen und ihr Herz berührt", sagte Norwood - und konnte direkt ein Happy End verkünden: Die Frau hat ihn inzwischen für immer bei sich aufgenommen.