„Hundert Prozent Unterstützung gegen Putins illegalen Krieg“: Britischer Premierminister reagiert auf russische Drohung
Der britische Premierminister Andy Burnham sicherte der Ukraine am Dienstag die vollständige Unterstützung zu. Zuvor hatte Russland das Vereinigte Königreich vor „Konsequenzen“ gewarnt. Großbritannien werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine „verantworten“ und einen „Preis“ zahlen müssen, sagte die russische Botschaft in London. Vorausgegangen war ein Bericht der „Sunday Times“, dass die ukrainische Armee britische Drohnen für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet eingesetzt habe. Burnham sagte am Dienstag vor Reportern: „Das Vereinigte Königreich setzt damit um, was es schon lange angekündigt hat, nämlich die Ukraine zu hundert Prozent gegen diesen von Wladimir Putin geführten illegalen Krieg zu unterstützen.“ Das sei auch die Position vorheriger Premierminister gewesen und werde sich nicht ändern. Russland nutzt seit Langem Drohnen iranischer Bauart in seinem Angriffskrieg. Ein britischer Regierungssprecher wies die Drohungen bereits in der Nacht zum Dienstag zurück. Auch Deutschland weist Drohung zurück Am Montag hatte auch die Bundesregierung Drohungen aus Russland gegen Unterstützer der Ukraine zurückgewiesen. „Die Drohungen und Äußerungen gegenüber EU- oder Nato-Partnern sind nichts Neues“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. „Die nehmen wir zur Kenntnis, von denen lassen wir uns nicht einschüchtern – und wir lassen uns auch in unserer Unterstützung für die Ukraine nicht einschüchtern.“ Die Sprecherin bezog sich auf eine Äußerung des russischen Außenministers Sergej Lawrow vom Freitag. Dieser hatte gesagt: „Wir werden unsere Methoden stark verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschine aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits.“ Lawrows Äußerungen ließen auch im Zusammenhang mit dem jüngsten Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle aufhorchen. Was hinter den Drohungen steckt Russlandexpertin Ruth Deyermond vom King’s College in London schrieb auf Bluesky, dass Russlands Drohungen die öffentliche Meinung beeinflussen sollen. Moskau bliebe nichts anderes übrig, da kein direkter Druck auf die britische Regierung ausgeübt werden könne. (AFP/Reuters/Tsp)