Hunderte Millionen Euro: Geldsegen für deutsche Firmen nach zu viel gezahlten Zöllen
Das Urteil des Supreme Court war eine Ohrfeige für Trump: Die obersten Richter der USA erklärten Zölle auf Basis eines Notstandsgesetzes für rechtswidrig. Das hat weitreichende Konsequenzen. Nach dem wegweisenden Urteil des Supreme Court in den USA haben deutsche Firmen Hunderte Millionen Euro wegen zu viel gezahlter Zölle zurückbekommen. Insgesamt seien börsennotierten deutschen Unternehmen rund 790 Millionen erstattet worden, berichtete die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Finanzberichte und zusätzliche Unternehmensangaben. Allein der Logistikriese DHL erhielt 416 Millionen Euro. Der Dax-Konzern will das Geld an seine Kunden weiterreichen, wie er jüngst mitteilte. Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers bekam gut 200 Millionen Euro zurück, wie Finanzvorstand Jochen Schmitz Ende Juli gesagt hatte. Der Sportartikelhersteller Puma berichtet von Zoll-Rückflüssen in Höhe von rund 49 Millionen Euro und Rational, Weltmarktführer für Großküchengeräte, von 14 Millionen Euro. Weitere Zahlungen dürften folgen, berichtete die "Wirtschaftswoche" weiter. Puma-Konkurrent Adidas rechnet mit Rückflüssen in Höhe von 250 bis 300 Millionen Dollar. Insgesamt erstattete die US-Regierung zwischen Oktober 2025 und Ende Juni 2026 rund 81,3 Milliarden US-Dollar (aktuell 65,53 Milliarden Euro). Im Vergleichszeitraum des vorigen Jahres lag die Summe bei knapp 5,3 Milliarden Dollar. Das Oberste Gericht der USA hatte Mitte Februar Zölle auf Basis eines Notstandsgesetzes für rechtswidrig erklärt. Der Supreme Court befand, dass US-Präsident Trump seine Befugnisse überschritten hatte, als er umfangreiche Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängte. Trump hat mittlerweile neue Zölle auf Grundlage anderer Gesetze verhängt.