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Hunderte Südtirol-Urlauber stundenlang in Brut-Hitze gestrandet

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Startseite Welt Chaos an Alpen-Hotspot: Hunderte Urlauber stundenlang in der Hitze gestrandet – „biblische Wartezeit“ Von: Julian Mayr Uns auf Google folgen Nichts ging mehr für zahlreiche Urlauber am wohl ikonischsten Bergmotiv im Norden Italiens. Und das trotz oder gerade wegen eines eigenen Shuttle-Dienstes. Sexten – Die Drei Zinnen sind ein Sehnsuchtsort für viele Bergtouristen aus aller Welt. Majestätische Felsen, frische Bergluft und idyllische Ruhe auf über 2000 Metern inmitten des Unesco-Weltnaturerbes Dolomiten. Doch an schönen Sommertagen wie zuletzt wird diese romantische Vorstellung des Gebiets rund um die markante Bergformation jäh enttäuscht. Ähnlich geht es auch einem anderen Besucherhotspot in Südtirol. Hunderte Touristen strandeten am Sonntagnachmittag (12. Juli) auf dem Parkplatz der Auronzo-Hütte – dem Ausgangspunkt für die berühmte Wanderung rund um die Drei Zinnen, an der Provinzgrenze zwischen Belluno und Südtirol. Dabei hatten sie ihre Tour vermutlich schon hinter sich und wollten nur noch eines: runter ins Tal. Urlaubermassen stauen sich auf Heimweg von den Drei Zinnen: „Biblische Wartezeiten“ Wie italienische Medien, darunter Il Gazzettino und Skytg24 berichteten, kam es für die rund 300 Bergtouristen zu Wartezeiten von mehreren Stunden. Der Ansturm auf die Shuttlebusse zurück nach Misurina war gegen 16 Uhr am Nachmittag schlicht zu groß, trotz des Einsatzes eines zusätzlichen Fahrzeugs. Die entspannte Dolomitentour wurde zu einer Geduldsprobe in der sengenden Sonne. Die Bilder und Videos davon verbreiteten sich auf Instagram und anderen sozialen Netzwerken, die Empörung war groß: „Biblische Wartezeiten in der Sonne auf den Shuttlebus. Unmenschliche Wartezeit. Die Busse fahren nicht. Sie stehen mit offenen Türen auf dem Parkplatz“, nur eines der vielen kritischen Kommentare. Schon in den Jahren zuvor erließen die zuständigen Verkehrsregeln zum Erreichen des Ausflugsziels. Für den Sommer 2026 wurden diese abermals verschärft und ausgeweitet. Besucher-Chaos am Fuß der Drei Zinnen: „Es bräuchte etwas mehr Bergkultur“ Ähnliche Bilder zeigten sich auch weiter unten am Parkplatz Misurina Genzianella – dort, wo viele am Vormittag zusammenkommen, um zu den Drei Zinnen hochzukommen. Eine erfahrene Bergwanderin schilderte gegenüber Il Gazzettino ihre Erfahrung: Sie war mit dem Bus früh um 6.50 Uhr hochgefahren, dieser war zu diesem Zeitpunkt noch menschenleer. Doch schon um 8 Uhr drängten sich bereits unzählige Wartende am Ausgangspunkt der Shuttle-Fahrt. Ihr Fazit: „Es bräuchte etwas mehr Bergkultur, vielleicht indem auch auf ein bisschen Bequemlichkeit verzichtet wird.“ Denn dass sich der Transfer hoch zur Auronzo-Hütte verzögere, liege vor allem auch an den Touristen selbst. Busfahrer müssten etwa zahlreiche Ticket-Anfragen der Fahrgäste beim Bergauf- oder Bergabfahren bearbeiten, obwohl diese schon vor der Abfahrt am Parkplatz erworben werden können. Reisemagazin für Italien Entdecken Sie wunderbare Orte in Italien: Im Ratgeber „Reisetipps: Italien“ finden Sie zahlreiche Informationen sowie schöne Ziele für einen traumhaften Urlaub. HIER können Sie die Reisetipps herunterladen Fest steht aber auch: Der Bus-Service ist den Besuchermassen an bestimmten Tagen schlicht nicht gewachsen. „Es ist bekannt, dass es sonntags auf den Drei Zinnen wie im Stadion zugeht“, sagt der Vorsitzende der CAI-Alpenvereins-Sektion Auronzo, Maurizio Pais Marden laut Il Gazzettino. Langes Warten auf die Busse sei mittlerweile in der Hochsaison normal. Viele Besucher, darunter vermehrt auch Pauschalreisende, seien zudem nicht ausreichend für einen Ausflug in die Berge vorbereitet, warnt der CAI-Vertreter. Ihre Herangehensweise ähnelt der eines Besuchs einer Sehenswürdigkeit in einer Großstadt: Sie sind nach dem Zufallsprinzip gekleidet, ohne Rucksack oder geeignete Schuhe und mit der typischen Eile derer, die ihre Tour absolvieren müssen. Das ist Massentourismus. „Wenn sie tatsächlich hinaufwandern müssten, wären 95 Prozent von ihnen nicht hier“ Ein weiteres Kapitel also in der nun schon länger geführten Tourismus-Debatte in der Region. Auch die Lage am Rande des Misurinasees wurde intensiv diskutiert, Aufnahmen davon kursierten in den sozialen Medien. „Lohnt es sich wirklich, für einen Bus anzustehen, nur um dieses eine Foto an den Drei Zinnen zu schießen?“ Mit dieser Frage öffnet eine italienische Fotografin ihren Video-Beitrag auf Instagram, der binnen weniger Tage mehr als 1,7 Millionen Mal aufgerufen wurde. Die Tonalität vieler kritischer Kommentare darunter: Warum nicht einfach den relativ kurzen Weg Richtung Auronzo-Hütte hochwandern? „Ich vermisse die Zeiten, in denen man noch einen Berg besteigen musste, um die Schönheit der Natur zu genießen, anstatt einfach mit dem Bus zu fahren“, schreibt eine Nutzerin. Viele der wartenden Urlauber seien nur an Ort und Stelle, weil es einen Shuttle-Dienst gäbe, meint ein anderer User. „Wenn sie tatsächlich hinaufwandern müssten, wären 95 Prozent von ihnen nicht hier. Die Schuld liegt bei denjenigen, die diese Infrastruktur geschaffen haben“, so seine harten Worte.

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