DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,04 % 64.285,40 USD 08:14:37 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Hunderttausenden in Sachsen-Anhalt droht Altersarmut - trotz Arbeit in Vollzeit

Nation

Zu geringes Einkommen Vielen droht Altersarmut in Sachsen-Anhalt Stand: 20.07.2026 11:00 Uhr Hunderttausenden Vollzeitbeschäftigten in Sachsen-Anhalt droht nach 45 Jahren Arbeitsjahren eine Altersarmut. Das bestätigte die Bundesregierung – und das beweisen Zahlen des Statistischen Bundesamts. von MDR SACHSEN-ANHALT Von den 503.000 Vollzeitbeschäftigten in Sachsen-Anhalt verdienen derzeit 304.000 so wenig Geld, dass ihnen nach 45 Arbeitsjahren eine Rente auf Armutsniveau droht. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage von Dietmar Bartsch, Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke hervor. Diesen Fakt stützen auch Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die ebenfalls auf seine Anfrage erhoben wurden. Rechnung: Dieser Bruttolohn wäre erforderlich Rechnerisch ist über einen Zeitraum von 45 Jahren nach Auskunft der Bundesregierung ein monatlicher Bruttolohn von 3.771 Euro erforderlich, um eine Rente auf Höhe der Armutsgefährdungsschwelle zu erreichen. Die beträgt derzeit 1.445 Euro. Knapp 61 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Sachsen-Anhalt erreichen dieses Einkommensniveau nicht – das sind fast zwei Drittel. Damit liegt Sachsen-Anhalt weit über dem Bundesdurchschnitt: Bundesweit betrifft dies rund 44 Prozent der Vollzeitbeschäftigten. In den westdeutschen Bundesländern sind es rund 42 Prozent – also fast 20 Prozentpunkte weniger als in Sachsen-Anhalt. "Schieflage bei Löhnen und Renten ist inakzeptabel groß" Eva von Angern, Vorsitzende der Linke-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, nennt diese Zahlen alarmierend: "60 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Sachsen-Anhalt verdienen so wenig, dass ihnen nach 45 Arbeitsjahren eine Rente auf Armutsniveau droht. Wenn das auf so viele Beschäftigte zutrifft, zeigt das: Die Schieflage bei Löhnen und Renten ist inakzeptabel groß." Die Schieflage bei Löhnen und Renten ist inakzeptabel groß. Eva von Angern, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt Linke: Arbeit muss sich auszahlen Leistung zahle sich zu selten aus, erklärt von Angern: "Auch die Landesregierung hat viel zu wenig für die Verbesserung der Löhne der Beschäftigten unternommen. Ganz im Gegenteil: Sie hat den Vergabemindestlohn sogar weiter ausgehöhlt, so dass er viel zu selten angewendet wird. Sachsen-Anhalt braucht eine Lohnoffensive. Arbeit muss sich auszahlen. Das Rentenniveau sollte wieder auf 53 Prozent angehoben werden. Statt die Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen, sollten alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen." MDR (Ingvar Jensen) | Erstmals veröffentlicht am 19. Juli 2026

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