Hürtgenwald-Gey: Kampf gegen um Großhau läuft - Hubschrauber im Einsatz
Newsblog zu Waldbränden Wind dreht: Feuerwehr muss Zentrale verlegen Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! In der Gemeinde Hürtgenwald brennt ein Wald. Der Kreis Düren spricht von einer dynamischen Lage. Alle Entwicklungen im Newsblog. Seit Donnerstagnachmittag brennt es in der Eifel. Mittlerweile stehen 300 Hektar Wald in Flammen. Die Feuer breiten sich immer weiter aus und bedrohen die Gemeinde Hürtgenwald nahe der belgischen Grenze. Samstag, 15. August Besonderes Risiko durch Böen 2.30 Uhr: Das Wetter am Samstag sehen die Einsatzkräfte teils mit Hoffnung, teils mit Befürchtungen. in der bis in den Morgen hinein sollte der Wind schwach aus Süden wehen – also eher weg von den gefährdeten Ortschaften, so Dennis Weyel. Er ist von der auf Waldbrände spezialisierten Organisation Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e. V. und als Fachberater in der Einsatzleitung eingesetzt. Im Laufe des Morgens könnte der Wind jedoch drehen, von Norden kommen und deutlich auffrischen. Mögliche Böen stellen ein besonderes Risiko dar, weil sie Feuer über Schneise und abgebranntes Gelände tragen können. Feuerwehrzentrale verlegt 1.20 Uhr: Im Kampf gegen den großen Waldbrand im Hürtgenwald in der Eifel hat die Feuerwehr ihre Einsatzzentrale verlegt. Der Wind habe sich gedreht und den ganzen Qualm des Waldbrandes zu den Einsatzkräften getragen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Zentrale sei nun an der Schule aufgebaut worden. Feuerwehr rechnet mit "ruhiger Nacht" 22.09 Uhr: "Wir rechnen mit einer ruhigeren Nacht, für Ortslagen sehen wir keine akute Gefahr", sagt Peter Berndgen, Sprecher der Feuerwehr Düren, t-online. Bei Gey würden Bergepanzer der Bundeswehr weitere Schneisen schlagen, so Berndgen. Die Schneisen durch die Gegenfeuer in Großhau haben nach seinen Worten die Lage dort entspannt. Landrat Ralf Nolten (CDU) will jetzt auch mal schlafen gehen: "Ich bin seit gestern 5 Uhr auf den Beinen." Bis Montag stehen bereits die Pläne, im Zwölf-Stunden-Takt die Einsatzkräfte der Feuerwehren durch andere Einheiten auszutauschen – jeweils 500 Feuerwehrleute. t-online-Reporter vor Ort: Waldbrand bedroht deutsche Städte – Augenzeugin berichtet Ohne Unterlass kämpfen die Einsatzkräfte gegen den Waldbrand. Die Flammen rücken an mehrere Orte heran. Und es droht im Brandgebiet eine weitere Gefahr. Sehen Sie die Aufnahmen unseres Reporters Lars Wienand hier im Video. Kampf um Großhau läuft – Hubschrauber im Einsatz 20.48 Uhr: Der Kampf um Großhau läuft, wie t-online-Reporter Lars Wienand vom Waldrand rund 500 Meter vom Ortsrand entfernt berichtet. Mit Gegenfeuer und Umpflügen des Bodens kämpfen die Einsatzkräfte gegen die nahenden Flammen des Waldbrands, die zwischenzeitlich in der Nähe sichtbar waren. Auch Hubschrauber sind im Einsatz und kippen aus sogenannten Bambi Buckets, faltbaren Löschwasser-Außenlastbehältern, Wasser auf die Flammen. 900 Menschen in Langenfeld und Arft können aufatmen 20.12 Uhr: Die Orte Langenfeld und Arft in Rheinland-Pfalz müssen wegen des großen Wald- und Flächenbrandes nicht evakuiert werden. Das sagte Landrat Marko Boos bei einer Pressekonferenz. Allerdings wurden bei dem Einsatz sieben Feuerwehrleute leicht verletzt. Die rund 900 Bewohner von Langenfeld und Arft können nun aufatmen. "Gott sei Dank mussten wir diese Maßnahmen nicht umsetzen", sagte Rainer Nell, Brand und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises. In den etwas abgelegeneren Ortsteil Netterhöfe dagegen mussten 20 bis 25 Häuser evakuiert werden, wie Nell sagte, "weil doch das Feuer sehr nah an die Häuser rangekommen ist und uns die Lage zwischenzeitlich dazu gezwungen" habe. Der leitende Notarzt des Landkreises Mayen-Koblenz, Mario Klingbeil sagte, von den sieben Verletzten seien vier in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Feuerwehrkräfte litten unter leichten Brandverletzungen, einer Verletzung durch Umknicken und Hitzeerschöpfungen. Dobrindt: Bilder von Waldbränden in NRW "verheerend" 19.24 Uhr: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bilder der Waldbrände in Nordrhein-Westfalen als "verheerend" bezeichnet und den Einsatz der Helfer gewürdigt. "Alle Einsatzkräfte leisten unter schwierigsten Bedingungen Herausragendes, um die Flammen zu bekämpfen, Menschen zu schützen, Schäden zu begrenzen. Zusätzlich zu Feuerwehren, Landespolizei und Bundeswehr ist die Bundespolizei mit ihrer Fliegerstaffel im Einsatz, das THW hilft bei Logistik und Einsatzkoordinierung." Dobrindt dankte allen Einsatzkräften für ihren "großen und engagierten Einsatz." Fünf Verletzte bei Waldbrand im Hürtgenwald 19.13 Uhr: Beim Waldbrand im Hürtgenwald hat es fünf Verletzte gegeben. Eine ältere Person habe Herzprobleme bei der Evakuierung bekommen, sagte Landrat Ralf Nolten (CDU). Außerdem seien vier Einsatzkräfte leicht verletzt. Darunter seien eine Schnittverletzung und Kreislaufprobleme. Nach der Evakuierung des Ortsteils Gey könnten die betroffenen Menschen noch nicht zurück in ihre Häuser. Die Gebäude seien derzeit zwar nicht akut bedroht. Doch könnte der Wind gefährlich wechseln, erläuterte der Landrat. Die Betroffenen seien meist bei Verwandten und Freunden untergekommen. Auch sei eine Schule als Notunterkunft hergerichtet worden. Loading... Loading... Loading... "Gey ist im Augenblick aus unserer Sicht sicher, solange eben kein entsprechender Windwechsel, kein starker Wind aufkommt", sagte der Landrat des Kreises Düren. Es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, dass es bei der Räumung bleibe. Es seien zurzeit rund 400 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und dem Landesbetrieb Wald und Holz im Einsatz. Je nachdem, wie sich die Wetterlage und der Wind entwickelten, "werden wir dann an den unterschiedlichen Fronten auch in der Nacht angreifen", erklärte der Landrat weiter. Feuerwehr und Landwirte löschen Waldbrand in Bayern 18.35 Uhr: Mehr als 200 Einsatzkräfte haben im Landkreis Bamberg gegen einen Waldbrand gekämpft – sieben Feuerwehrleute mussten nach Polizeiangaben medizinisch versorgt werden. Mehrere Landwirte hätten mit Fasswägen geholfen, auch eine Drohne, ein Polizeihubschrauber und ein Kleinflugzeug der Brandbeobachter seien im Einsatz gewesen, teilte die Polizei weiter mit.