Huthi eskalieren Angriffe im Roten Meer
Startseite Politik Neuer Krieg am Roten Meer? Huthi-Angriffe eskalieren – und Trump fordert Reparationen von Iran Uns auf Google folgen Huthi-Miliz greift jemenitische Häfen an, ein Krieg droht – und ein iranischer Mordplan gegen Trump sorgt für neue Spannungen zwischen Washington und Teheran. Die iranische Proxy-Miliz der Huthi hat neue Raketenangriffe auf jemenitische Häfen am Roten Meer gestartet, während sich ihr Konflikt mit Saudi-Arabien zuspitzt. Ein neuer Krieg auf der Arabischen Halbinsel sei nun unvermeidlich, so der frühere jemenitische Diplomat Mahmoud Shehrah. Die Angriffe unterstreichen die wachsende Rolle der Huthi als regionaler Machtfaktor und verschärfen die Spannungen entlang einer der wichtigsten maritimen Handelsrouten der Welt. Content-Partnerschaft Dieser Artikel von Roland Oliphant entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk. In der heutigen Ausgabe von „Iran: The Latest“ spricht Roland Oliphant mit Shehrah von Chatham House, um die Ziele der Huthi zu beleuchten und auszuloten, inwieweit sie auf Anweisung Teherans handeln. Im Fokus steht dabei die Frage, ob sie die Bab al-Mandab-Straße schließen könnten und welche Handlungsmöglichkeiten dem Westen in einem solchen Szenario überhaupt blieben. Darüber hinaus geht es um Berichte über einen iranischen Mordplan gegen Donald Trump, der ihn gezwungen haben soll, sich in einem Bordverpflegungswagen eines Flugzeugs zu verstecken, sowie um die Hintergründe, warum der ehemalige US-Präsident nun Kriegsreparationen von Iran fordert, um ihren Streit über die Straße von Hormus beizulegen. Die Enthüllungen verschärfen die ohnehin angespannte Lage zwischen Washington und Teheran weiter. Huthi-Angriffe verschärfen Konflikt mit Saudi-Arabien Die jüngsten Raketenangriffe der Huthi auf jemenitische Häfen im Roten Meer erfolgen vor dem Hintergrund jahrelanger Auseinandersetzungen mit Saudi-Arabien, das die international anerkannte jemenitische Regierung unterstützt. Beobachter warnen, dass der Konflikt durch die neue Eskalation auf einen offenen regionalen Krieg hinauslaufen könnte, bei dem auch internationale Schifffahrtslinien unmittelbar gefährdet wären. Mahmoud Shehrah betont, dass die Huthi ihre militärischen Fähigkeiten deutlich ausgebaut haben und zunehmend präzise Langstreckenwaffen einsetzen. Dies erhöhe nicht nur den Druck auf Riad, sondern verleihe der Miliz auch mehr Verhandlungsmacht gegenüber anderen regionalen Akteuren. Zugleich könne jeder weitere Angriff eine Kettenreaktion auslösen, die den gesamten Golfraum destabilisiert. Rolle Teherans und Bedrohung für die Bab al-Mandab-Straße Im Gespräch mit Oliphant erläutert Shehrah, dass Teherans Einfluss auf die Huthi zwar groß sei, die Gruppe jedoch auch eigene strategische Ziele verfolge. Iran nutze die Huthi, um seinen Druck auf Saudi-Arabien und westliche Staaten zu erhöhen, bestreite aber offiziell jede direkte Steuerung der Angriffe. Diese doppelte Ebene der Verantwortung erschwere es, klare rote Linien zu ziehen und mögliche Reaktionen zu planen. Von zentraler Bedeutung ist nach Einschätzung der Gesprächspartner die Frage, ob die Huthi in der Lage wären, die Bab al-Mandab-Straße zu schließen, einen der wichtigsten Engpässe des globalen Seehandels. Eine Blockade dort könnte nicht nur den Öl- und Warenverkehr massiv stören, sondern auch die Versicherungskosten in die Höhe treiben und eine breite wirtschaftliche Schockwelle auslösen. Westliche Staaten prüfen daher verstärkt militärische und diplomatische Optionen zur Sicherung der Passage. Irans mutmaßlicher Mordplan gegen Trump und Forderung nach Reparationen Parallel zu den Entwicklungen im Roten Meer sorgen Berichte über einen iranischen Mordplan gegen Donald Trump für Aufmerksamkeit, der angeblich so weit ging, dass er sich zeitweise in einem Bordverpflegungswagen eines Flugzeugs verstecken musste. Die angebliche Verschwörung steht im Zusammenhang mit Teherans Vergeltungsdrohungen für die Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani durch einen US-Drohnenangriff im Jahr 2020, der die Beziehungen beider Länder nachhaltig belastet hat.