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Huthi-Miliz greift offenbar Flughafen in Riad an

Allgemein

Die jemenitische Huthi-Miliz hat offenbar den internationalen Flughafen King Khalid nahe der saudischen Hauptstadt Riad angegriffen und viele Menschen verletzt. Mindestens fünf Menschen wurden so schwer verletzt, dass sie auf der Intensivstation behandelt werden mussten, wie ein Krankenhaus-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Einige Menschen seien mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus gebracht worden. Die meisten Verletzten und alle fünf Schwerverletzten sind den Angaben zufolge saudische Staatsangehörige. Ein Augenzeuge berichtete AFP, er habe am Flughafen eine Explosion gehört. Ein anderer Augenzeuge sagte, er habe den Einschlag gesehen.

Huthi nicht offiziell verantwortlich gemacht

Nach Angaben aus Medizinerkreisen bestellte das saudiarabische Gesundheitsministerium wegen einer "schweren Notsituation" Notärzte ein, die sich in Krankenhäusern in Riad und Umgebung um die vielen Verletzten kümmern sollten.

Die saudi-arabische Luftfahrtbehörde bestätigte einen Angriff auf den Flughafen, machte aber nicht offiziell die Huthis für die Attacke verantwortlich. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen hatte die vom Iran unterstützte Miliz am Nachmittag eine Rakete auf den Flughafen abgefeuert.

Bundesregierung warnt vor Nutzung des Flughafens

Die deutsche Bundesregierung rät bis auf Weiteres dringend von der Nutzung des Flughafens Riad ab. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, muss in Saudi-Arabien mit weiteren Luftangriffen sowie mit Beeinträchtigungen des Flugverkehrs gerechnet werden.

Auch Spanien und Kanada warnten ihre Staatsangehörigen vor einer Nutzung des Flughafens. Die Fluggesellschaft Kuwait Airways gab die Streichung von zwei Flügen von und nach Riad bekannt und verwies zur Begründung auf die Schließung des Flughafens und die dortige "Sicherheitslage".

US-Regierung erwägt Kampf gegen Huthi

US-Präsident Donald Trump erwägt inzwischen offenbar, Saudi-Arabien im Kampf die Huthis zu unterstützen. Nach dem Angriff auf den Flughafen von Riad werde seine Regierung nun "sehr schnell" eine Entscheidung treffen, Trump vor Journalisten am Weißen Haus. US-Medien zufolge hatten die USA Bitten Saudi-Arabiens um militärische Unterstützung bisher abgelehnt.

Mehrere Angriffe auf Flughafen in Riad

Der internationale Flughafen King Khalid war in der vergangenen Woche Ziel einer Serie von Angriffen, nachdem eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition eine militärische Offensive gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im benachbarten Jemen gestartet hatte.

Die Huthi bekannten sich zu vorangegangenen Angriffen, auch zu einem weiteren am Mittwoch, bei dem ein sudanesischer Staatsangehöriger getötet und acht weitere Menschen verletzt wurden. Heute lag zunächst keine Stellungnahme der Huthi-Miliz vor.

Jahrelanger Konflikt wurde zuletzt befeuert

Die Huthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Zuletzt übernahm sie nach einer Blitzoffensive die Kontrolle über große Teile der Küste an der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Huthis.

Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar war auch der Konflikt im Jemen wieder eskaliert. Zudem griffen die Huthis mit Drohnen und Raketen verstärkt Flughäfen, Ölanlagen und andere zivile Ziele in Saudi-Arabien an. Der Flughafen von Riad wurde bereits am Donnerstag getroffen, zu dem Angriff bekannten sich die Huthis. Heute gab die Miliz bislang keinen Angriff bekannt.

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