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Schlager-Hymne bleibt für viele unvergessen: Trauer um beliebten Sänger – „Richtig feiner Mensch“
Von: Armin T. Linder
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Sein erfolgreichster Schlager-Song aus den 80ern begeistert auch Jahrzehnte später noch Menschen: Fans und Weggefährten trauern um einen beliebten Sänger.
Zweibrücken – Fans, Weggefährten und insbesondere die Musikszene in der Grenzregion aus Rheinland-Pfalz und Saarland trauern um einen Sänger, der sich jahrzehntelang in den Bereichen Rock und Schlager verdient gemacht hat: Wolfgang Benki aus Zweibrücken ist tot. Das berichtet die Rheinpfalz. Demnach starb er am Donnerstagabend (27.8.) im Alter von 73 Jahren.
Zu seinen Förderern zählte eine echte Schlager-Legende aus dem Saarland: Norbert „Bert“ Berger (verstorben 2012), der es in den Siebzigern mit Cindy & Bert („Immer wieder sonntags“) zu ganz großem Ruhm geschafft hatte. Bert Berger höchstpersönlich produzierte Benkis Album „Un do druff...“ aus dem Jahr 1984, er ist auch auf der Rückseite der Platte abgebildet. Das Besondere an Benkis Musik aus der Zeit: Er sang seinen Schlager in Mundart, nannte sich dafür Wolfgang de Benki mit ergänztem „de“.
Wolfgang Benki ist tot: Schlager-Legende Norbert Berger von Cindy & Bert war sein Förderer
Die Musik wurde im Black Rose Studio von Kurt Doll aufgenommen, wo auch Cindy & Bert ihre Lieder einspielten. Jener Star Bert Berger habe die Idee gehabt, dass der vorherige Rock-Musiker Benki plötzlich Schlager in Mundart singt, danach sei er „auf einmal ein aufgehender Stern am Schlagerhimmel“ gewesen, schreibt die Rheinpfalz.
Otto Nunold, Ex-Bandkollege bei den lokal renommierten Revengers, erklärt dem Portal: „Wenn er sich angestrengt und mehr hinter der Mundartszene gestanden hätte, hätte er es geschafft.“ So verpasste Benki – später verzichtete er im Namen auf das „de“ – den großen Ruhm als Schlager-Star, war aber noch bis vor wenigen Jahren in der lokalen Musikszene sehr aktiv.
Sein größter Erfolg ist bis heute der von Schlager-Legende Berger produzierte Titel „Un do druff bin isch stolz“, es sei die „inoffizielle Hymne“, schreibt die Rheinpfalz. Als „die heimliche Hymne des Saarlandes“, wird der Titel in einem Kommentar mit 50 Likes bei YouTube bezeichnet.
Beim Video-Portal kommt der Song auf mehr als 100.000 Aufrufe und zig Kommentare, auch aus den vergangenen Jahren, was zeigt, wie viel das Lied vielen bis heute bedeutet. So manche Reaktion ist in Dialekt gehalten, etwa folgende: „Geiler Song, hat ma früher schon gudd gefall, wuscht halt nimmi, von wem es war on hanns net gefunn. Dank dir, do isses nommo.“
Bei Fans und seinem Umfeld sorgt die Nachricht von Benkis Tod für große Bestürzung. „Eine sehr traurige Nachricht für die lokale Musikszene: Wolfgang (de) Benki ist gestern viel zu früh von uns gegangen!“, schrieb ein Nutzer in einer Facebook-Gruppe. „Für mich war er einer der besten Sänger, die ich je live erlebt habe.“ Ein anderer User postet: „RIP Wolfgang. Mit deiner Musik hast du uns viel Freude gemacht.“ Und auch seine ehemalige Band Revengers nimmt bei Facebook Abschied.
In den zahlreichen Kommentaren zeigt sich, wie viel der Sänger als Mensch und Musiker anderen bedeutet hat. „Tut mir sehr leid. Seine Rockröhre war ein Teil meiner Jugend“, heißt es etwa. Weitere Reaktionen lauten: „Er war ein guter Sänger und wird uns immer in Erinnerung bleiben“ oder „Oh nein, ein richtig feiner Mensch. Mach‘s gut, mein Freund, wo immer Du bist“.
„Ein wundervoller Mensch, ein Talent, ein Künstler hat uns viel zu früh verlassen“