DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Hymne, Tino Chrupalla und Ulrich Siegmund stimmen ein

Nation

Dieser Ausdruck wurde am 15.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht AfD-Veranstaltung in Dessau Kabarettist Steimle singt DDR-Hymne, Chrupalla und Siegmund stimmen ein AfD-Chef Tino Chrupalla und Spitzenkandidat Ulrich Siegmund haben in Sachsen-Anhalt mit dem Kabarettisten Uwe Steimle diskutiert. Der schlug radikale Töne an – und präsentierte einen eigenwilligen Blick auf die deutsche Nationalhymne. 15.07.2026, 08.54 Uhr »Auferstanden aus Ruinen« statt »Einigkeit und Recht und Freiheit«: Der Kabarettist Uwe Steimle hat auf einer AfD-Veranstaltung im sachsen-anhaltischen Dessau-Roßlau ein eigentümliches Geschichtsverständnis offenbart. Zum Abschluss einer Diskussionsveranstaltung mit AfD-Bundeschef Tino Chrupalla und dem AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im kommenden September, Ulrich Siegmund, stimmte Steimle die DDR-Hymne an. Chrupalla hatte Steimle zuvor gebeten, die Nationalhymne zu singen. »Das machen wir immer in Sachsen-Anhalt«, sagte der Partei-Co-Chef. Als Steimle das Lied aus der Zeit der SED-Diktatur anstimmte, versuchte Chrupalla zunächst noch zu intervenieren, gab dies jedoch rasch auf, als Steimle unbeirrt weiter sang. Chrupalla und Siegmund lächelten und sangen daraufhin teilweise gemeinsam mit den Besuchern die DDR-Hymne. Steimle schloss mit den Worten: »Ich kann nur die Hymne.« Empfohlener externer Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Er werde natürlich auch die deutsche Nationalhymne singen, so Steimle weiter, aber der Text der einstigen DDR-Fassung sei »so großartig und jedes Wort stimmt, als wäre es heute, und das ist bei großen Sachen eben immer so, die sind allgemeingültig«, sagte Steimle. »Wir gehören zusammen, wir sind Deutsche, Ende der Debatte.« Im Anschluss daran stimmte Chrupalla schließlich auch noch die deutsche Nationalhymne an, die auch Steimle mitsang. Steimle spielt mit Hinrichtungsandeutungen gegenüber Ex-Kanzlerin Merkel Der Kabarettist, der als »Polizeiruf 110«-Kommissar und Imitator des langjährigen Staatsrats-Vorsitzenden Erich Honecker deutschlandweit bekannt wurde, hatte auf der Diskussion bereits vor dem Singen der Hymne radikale Andeutungen gemacht. So sagte er etwa über das neue Porträt der Altkanzlerin Angela Merkel (CDU), diese habe sich für eine Darstellung im Stehen entschieden, »weil sie ahnt, sie wird bald sitzen«. Chrupalla, Siegmund und zahlreiche Zuschauer quittierten diese Andeutung einer Gefängnisstrafe für Merkel mit Beifall. Steimle trieb die Wortspiele im Zusammenhang mit dem Merkel-Porträt danach noch weiter: »Im Moment hängt sie erstmal, und wenn alle Stränge reißen oder der Nagel bricht, dann stellen wir sie an die Wand. Uns wird schon was einfallen.« Wieder gab es Jubel im Saal. »Wo ist Stauffenberg, wenn man ihn mal braucht?« Auch am derzeitigen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) arbeitete sich Steimle ab: »Mittlerweile muss ich sagen, wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal: Wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?« Die Aussage kann als Wunsch nach einem Attentatsversuch auf Merz verstanden werden. Claus Schenk Graf von Stauffenberg hatte im Juli 1944 einen Anschlag auf Adolf Hitler verübt. Das Publikum goutierte auch diese Referenz mit tosendem Applaus, Siegmund und Chrupalla hielten sich mit Beifall zurück und wechselten einen Blick. Kanzleramtschef Frei findet Auftritt »befremdlich« Bei der CDU sorgt das Singen der DDR-Hymne für Irritationen. »Ich finde das extrem befremdlich«, sagte Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) dem Sender WeltTV . Dies gelte insbesondere dann, »wenn das von politischen Repräsentanten gemacht wird, die damit ja ganz offensichtlich auch politische Botschaften verbinden möchten«. Frei forderte, man müsse in Ost und West »das Gemeinsame betonen«. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September statt. Chrupalla, Siegmund und Steimle hatten bei der Podiumsdiskussion in Dessau-Roßlau über das Thema Frieden debattiert. fek/dpa

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren