HyperOS 4.0: Xiaomis neuer Android-Aufsatz mit iOS-Anleihen
Inhaltsverzeichnis HyperOS 4.0 ist so gut wie fertig und Xiaomi bietet es für erste Geräte als Betaversion an. Beim Design der Bedienoberfläche der neuen Version wirkt es so, als hätte der Hersteller die Kopiermaschine angeworfen und sich an Apples Liquid Glass orientiert. Für potenzielle iPhone-Wechsler womöglich praktisch. Unter der Haube hat sich laut Xiaomi auch einiges verändert. Wie bei der Vorgängersoftware des Herstellers basiert HyperOS 4.0 nicht ausschließlich auf Android 17. Weiterlesen nach der Anzeige Liquid Glass von Xiaomi Xiaomi-Präsident Lu Weibing hat die neue HyperOS-Version am 13. August auf der chinesischen Mikroblogging-Plattform Weibo angekündigt. Parallel dazu hat das Unternehmen seine HyperOS-Webseite aktualisiert und die wichtigsten Neuerungen aufgelistet. Vorn dabei ist die gläserne Bedienoberfläche mit flüssigen Lichteffekten und geschichteten Transparenzen, die an Apple iOS erinnert. Zudem erzeugen Wischgesten und Berührungen dynamische Effekte auf der Bedienoberfläche; Menüs und Benachrichtigungselemente verfügen über durchsichtige Ebenen. Ferner schreibt Xiaomi von einem überarbeiteten Sperrbildschirm und einem neuen Kontrollzentrum. Zudem lassen sich Widgets auf dem Homescreen stapeln, Ordner sind in der Größe anpassbar. Außerdem soll es „mehr Anpassungsmöglichkeiten und farbenfrohe Hintergrundbilder“ geben. Dass Xiaomi sich an Apples Ästhetik orientiert, ist im Grunde nicht neu. Schon in älteren Versionen gab es hier und dort iOS-Designaspekte und sogar die Integration der Dynamic Island, die Xiaomi bei sich HyperIsland nennt. Schnelleres System Xiaomi schreibt darüber hinaus, mit HyperOS 4.0 das System beschleunigt zu haben: So habe man die Kaltstartzeit verkürzt und die Bearbeitung von HDR-Aufnahmen optimiert. Außerdem soll das System weniger Frame-Drops erzeugen. Ferner hat das Unternehmen mit dem Update die Lastberechnung optimiert, um die Reaktionsgeschwindigkeit zu verbessern. Zusätzlich setzt Xiaomi bei der neuen HyperOS-Version auf eine KI-basierte Preloading-Funktion des Arbeitsspeichers. Damit soll das System den App-Bedarf prognostizieren und den Speicher freihalten. Xiaomi zufolge sollen damit auch nach acht Stunden Nutzung noch rund 27,2 Prozent mehr freier RAM als bei der Vorgängerversion zur Verfügung stehen. Weiterlesen nach der Anzeige Für den chinesischen Markt integriert der Hersteller seine KI „Super XiaoAi“, die auf einem großen Xiaomi-MiMo-Modell basiert. Unter anderem soll damit der KI-Assistent besser sein und App-übergreifende Aufgaben erledigen – also ähnlich wie Googles Gemini Intelligence. In Europa wird Xiaomi sicherlich weiter auf Googles Gemini und künftig bei den Topmodellen auf Gemini Intelligence setzen. Xiaomi 17 und mehr im Betaprogramm Laut Xiaomi erhalten erste Geräte in China seit dem 14. August die Betaversion. Zu diesen gehören etwa die Xiaomi-17-Serie, aber auch das Redmi K90 sowie die Tablets der Xiaomi-Pad-8-Reihe. Etwas verzögert landet das Update auch auf Modellen der Xiaomi-15-Familie und weiteren. Sobald das Betaprogramm abgeschlossen ist, dürfte der Hersteller die Software für weitere Geräte verteilen und schließlich auch für globale und EU-Modelle anbieten. Im Oktober 2025 erschien die globale Version von HyperOS 3.0.