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Hyundai Ioniq 3 im Test: So gut ist der neue E-Kompakte

Wirtschaft

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Lange angekündigt, jetzt erstmals auf der Straße: Mit dem Ioniq 3 bringt Hyundai einen kompakten Elektro-Hatchback auf den Markt, der die Lücke zwischen kleinem Stadtauto und Familienwagen schließen soll. Erste Fahrt!

Schon optisch setzt der Ioniq 3 ein Ausrufezeichen. Der 4,16 Meter lange Stromer übernimmt als erstes Serienmodell Hyundais neue Designsprache „Art of Steel“. Glatte Flächen, eine fließende Dachlinie und die markanten Pixel-Leuchten verleihen ihm einen futuristischen Auftritt. Besonders die sportliche N-Line-Version wirkt deutlich dynamischer als viele Konkurrenten.

Reichweite statt Leistung

Unter dem Blech setzt Hyundai allerdings auf Pragmatismus und eine ungewöhnliche Herangehensweise, denn die stärkere Leistung gibt es nur in Verbindung mit dem kleineren Akku. Das Basismodell kombiniert einen 42-kWh-Akku mit 147 PS und schafft bis zu 344 Kilometer Reichweite. Darüber rangiert eine 61-kWh-Batterie mit bis zu 497 Kilometern Reichweite, allerdings nur mit 135 PS Leistung.

Im Alltag fällt die überschaubare Leistung kaum negativ auf. Erst bei höherem Autobahntempo wirkt der Ioniq 3 etwas zäh. Für gängige Pendelstrecken, die City und Familien, dürfte die Performance dennoch völlig ausreichen.

Komfortabler Begleiter für jeden Tag

Auf den ersten Kilometern wird schnell klar: Der Ioniq 3 will kein Sportler sein. Seine Stärken liegen im Komfort und in der unkomplizierten Bedienung. Die Lenkung arbeitet angenehm präzise, gleichzeitig lässt sich das Auto leicht rangieren.

Auch im Innenraum setzt Hyundai auf Wohlfühlatmosphäre. Helle Farben, bequeme Sitze und ein aufgeräumtes Cockpit sorgen für einen angenehmen Eindruck in unserem Testwagen. Je nach Ausstattung kommt ein bis zu 14,6 Zoll großes Infotainmentsystem mit der neuen Pleos-Connect-Software und dem KI-Assistenten „Gleo“ zum Einsatz. Der digitale Helfer liefert in unserem Versuch auch direkt Restaurant- oder Navigationsvorschläge ins Kartenmenü.

Weniger gelungen: In der Basisversion fehlt ein separater Digitaltacho. Die Geschwindigkeit wird dort ausschließlich auf dem zentralen Bildschirm angezeigt.

Viel Platz, fairer Preis

Auf der rund 100 Kilometer langen Testfahrt überzeugte der Hyundai vor allem mit seinem ausgewogenen Fahrverhalten. Unebenheiten filtert das Fahrwerk souverän heraus, dazu kommen ein niedriger Verbrauch von 15,6 kWh pro 100 Kilometer sowie ordentliche Ladezeiten. Der Akku soll in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden können.

Kritik gibt es jedoch bei der Rundumsicht. Die kleinen hinteren Seitenscheiben und die geteilte Heckscheibe schränken den Blick nach hinten spürbar ein. Serienmäßige Assistenzsysteme und eine Rückfahrkamera entschärfen das Problem jedoch.

Dafür punktet der Ioniq 3 mit einem Kofferraumvolumen von 441 Litern und einem Einstiegspreis von rund 29.000 Euro.

Fazit

Der Hyundai Ioniq 3 will den Alltag erleichtern. Und genau das gelingt ihm. Er bietet ausreichend Reichweite, viel Komfort und eine einfache Bedienung. Wer ein bezahlbares Elektroauto ohne größere Schwächen sucht, sollte den Koreaner auf dem Zettel haben.

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