IBM-Aktie bricht an der Wall Street nach Gewinnwarnung ein
Düsseldorf. Bevor die Börsen am Dienstag öffneten, wandte sich IBM-Chef Arvind Krishna mit einem ungewöhnlichen Brief an die Aktionäre: Der Manager veröffentlichte überraschend die vorläufigen Zahlen fürs zweite Quartal – und lieferte gleich einige Erklärungen dafür, warum der Konzern die eigenen Erwartungen deutlich verfehlt hatte. IBM steigerte den Umsatz demzufolge um ein Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar, rund 0,7 Milliarden Dollar weniger als von Analysten im Mittel erwartet. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag mit 2,93 Dollar ebenfalls unterhalb der Erwartungen. An der Börse kam es nach der Veröffentlichung zu einem Ausverkauf, die Aktie notierte zum US-Handelsstart knapp 25 Prozent im Minus. Das war der größte Tagesverlust seit 1987. IBM-Chef Krishna machte eine kurzfristige Verschiebung der Kundenbudgets verantwortlich: In den letzten Juniwochen hätten viele Unternehmen in Server und Speichersysteme für Rechenzentren investiert – die Komponenten sind derzeit wegen des Ausbaus von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) knapp, daher kommt es zu Preiserhöhungen.