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"Ich genieße jede Sekunde": Der Mann, der für Sicherheit auf dem Herzberg sorgt

Nation

01.08.26 - Tanzen, Feiern, Musik genießen - tausende Besucher hat das Herzberg-Festival erneut nach Breitenbach (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) gelockt. Nirgends kann man dem Stress des Alltags so gut entkommen wie beim europäischen Mekka der Hippie-Kultur. Doch sind manche auch zur Arbeit gekommen. Im Gespräch mit O|N erzählt Sicherheitschef Roman Höfel über den Festival-Alltag. "Man verliebt sich sofort in das Festival. Das ist in dieser Branche sehr selten. Die Menschen, die Atmosphäre, die Liebe, die hier in der Luft ist, das ist einfach unbeschreiblich und was ganz Besonderes. Das muss man mal eine ganze Woche so miterlebt haben. Ich persönlich kenne kein Festival, das in dieser Hinsicht mit dem Herzberg-Festival vergleichbar ist." Ein Job aus Leidenschaft Wenn Roman Höfel vom Sicherheits-Dienstleister RHP Support aus Fulda vom Herzberg-Festival erzählt, würde man nicht denken, dass er aus beruflichen Gründen hier ist. Doch mit einem Blick auf den kräftigen Mann mit dunklem Bart und schwarzem T-Shirt wird seine Funktion direkt klar. Mit Funkgerät und Walkie-Talkie bewaffnet koordiniert er als Chef das Sicherheitsteam und ist aus der Familie des Herzberg-Festivals nicht mehr wegzudenken. "Wir arbeiten schon sehr lange zusammen. Ich glaube, mittlerweile dürften es fünf Jahre sein, die Roman als Sicherheitschef dabei ist", erzählt Katja Schmirler-Wortmann, Mitveranstalterin des Events. Er selbst kann die Male, die er mittlerweile auf dem Herzberg-Festival war, gar nicht genau beziffern. In der privaten Sicherheitsbranche ist er seit mittlerweile 18 Jahren tätig. Doch auch wenn Erfahrung und Routine dabei eine große Rolle spielen, sind enorme Vorbereitungen notwendig. "Man muss alles mitbedenken. Unser Sicherheitskonzept besteht aus 267 Seiten, in denen alle möglichen Szenarien hinterlegt sind", erzählt Roman Höfel im Gespräch mit O|N. Die Planungen sind langwierig und benötigen zahlreiche Termine und Absprachen. "Die Vorbereitungen laufen eigentlich das ganze Jahr. Es gibt immer direkt Feedback-Gespräche nach dem Festival und die laufen dann eigentlich bis zum Start im nächsten Jahr durchgängig", erzählt Katja Schmirler-Wortmann. "Wir versuchen, das Konzept jedes Jahr zu verbessern und auf den neusten Stand zu bringen", ergänzt der Sicherheitschef, der auch die gute Zusammenarbeit mit der Polizei lobt. "Wir sind im engen Austausch." 24 Stunden im Dauereinsatz Ein Festival mit zehntausend Besuchern ist ein Mammutprojekt, das schon viele Tage vor dem eigentlichen Festival beginnt. "Wir müssen alle Teilbereiche mitdenken. Die Koordination von Fahrzeugen für die Anreise, der Verkehrsfluss, die Kassen und der Einsatz der einzelnen Anweiser sind in den ersten Tagen die größte Hürde. Danach liegt der Fokus natürlich auf den Stages, den Künstlern und den Besuchern", wie Roman Höfel weiter erzählt. Für einen guten Ablauf braucht es die entsprechende Personalstärke. Dabei können die beiden im Gespräch die Zahl der Menschen kaum beziffern, die im Einsatz sind. "Es sind weit über 100 Ordner und Sicherheitskräfte, so genau kann ich das gar nicht sagen", sagt Katja Schmirler-Wortmann. Während die meisten nach einem ausgiebigen Festival-Tag in den Camping-Bereichen etwas Erholung suchen, geht es für Roman Höfel und sein Team aber auch in der Nacht weiter. "Wir sind 24 Stunden im Dauereinsatz und arbeiten in einem Zwei-Schicht-System", so der Sicherheitschef. "Wir sind auf alle Extremsituationen vorbereitet und haben entsprechende Szenarien festgehalten. Allgemein haben wir beim Herzberg-Festival aber extrem wenig Vorfälle. Was wir von anderen Festivals und Open-Air-Konzerten kennen, wie Schlägereien oder Ähnliches, kennen wir hier absolut nicht." "Ich genieße jede Sekunde" Zwei Dinge sieht man Roman Höfel dieser Tage an. Ein gewisses Maß an Stress, aber weitaus mehr die Freude, die er an seinem Job auf dem Herzberg-Festival hat. Die Verantwortung, die er trägt, hält ihn nicht davon ab, auch in gewisser Weise Festival-Besucher zu sein. "Ich genieße jede Sekunde, die ich hier bin", erzählt uns der RHP-Chef im Gespräch vor Ort. Und selbst der Schlaf sei "bestens". (Nikolas Krudewig) +++

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