„Ich habe so was noch nie erlebt“: Hagel verursachte Schäden - DWD erwartet auch heute kräftige Gewitter in Deutschland
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für heute vor starken Unwettern in Teilen Deutschlands. Von der Mitte bis nach Süd- und Ostdeutschland sind demnach teils kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel möglich. Unwettergefahr sei insbesondere in einem Streifen vom Odenwald bis zum Bayerischen Wald nicht ausgeschlossen. Im Westen und Südwesten müsse gebietsweise mit „starker Wärmebelastung“ gerechnet werden. 168 wetterbedingte Notrufe in Ludwigslust-Parchim Bereits zuvor hatte es Unwetter gegeben. Tennisballgroße Hagelkörner sind in der Nacht über Teilen des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern niedergegangen. Nach zwei Stunden habe sich stellenweise so viel Hagel auf dem Boden angesammelt, dass er mit Radladern weggeräumt werden musste, teilte die Leitstelle Westmecklenburg mit. Es habe ausgesehen wie nach winterlichem Schneefall. Über Verletzte war der Leitstelle nichts bekannt, auch zu Sachschäden konnte sie zunächst keine Angaben machen. Im Landkreis gingen innerhalb einer Stunde etwa 168 wetterbedingte Notrufe ein, wie ein Sprecher der Leitstelle der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Feuerwehr musste Keller auspumpen und umgestürzte Bäume beseitigen. Zunächst hatten NDR und „Bild“ über die Unwetter berichtet. Mittlerweile soll sich die Wetterlage im Landkreis wieder beruhigt haben. Auch in Niedersachsen fielen tennisballgroße Hagelkörner. In Heidenau (Landkreis Harburg) zertrümmerten laut Polizei die zentimetergroßen Körner unter anderem Scheiben von Autos und schlugen Dellen in den Lack. Auf Videos war zu sehen, dass auch Dächer teils stark beschädigt wurden. „Es hat alles kaputt gemacht“, sagte eine Anwohnerin einem dpa-Reporter zu dem ungewöhnlich starken Hagel. Die Körner seien über ihr Mehrfamilienhaus und den Balkon gezischt. „Es ist nichts mehr heile, es regnet durchs Dach, in die Wohnungen rein.“ Das nagelneue Auto ihres Mitbewohners sei nun „Schrott“. „Ich wohne jetzt 18 Jahre in Heidenau, ich habe so was noch nie erlebt, so ein Chaos“, berichtete die Frau.