DAX -1,18 % 26.128,36 Pkt 18:00:00 MDAX -1,92 % 31.839,83 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,95 % 6.468,17 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,60 % 53.407,54 Pkt 18:26:45 S&P 500 -1,02 % 7.706,00 Pkt 18:26:45 Nasdaq -1,39 % 26.357,10 Pkt 18:26:44 Nikkei -2,54 % 67.460,73 Pkt 08:45:03 Gold +0,10 % 4.422,00 USD 18:16:44 Silber -3,09 % 64,08 USD 18:16:44 Brent +0,72 % 91,52 USD 18:16:37 WTI -0,04 % 84,47 USD 18:16:39 Bitcoin +0,27 % 64.683,39 USD 18:26:37 EUR/USD +0,11 % 1,15870 USD 18:25:55 EUR/GBP +0,08 % 0,85510 GBP 18:26:44 EUR/CHF -0,06 % 0,93990 CHF 18:26:42 EUR/JPY +0,30 % 184,834 JPY 18:26:44

„Ich war nur noch Babysitter“: KI-Expertin trennt sich von der Hälfte ihrer Agenten

Technologie

KI-Agenten sollten Routineaufgaben übernehmen. Für die KI-Strategin Sol Rashidi sorgten sie am Ende jedoch für mehr Arbeit statt für Entlastung. „Ich habe gerade die Hälfte meiner KI-Agenten gelöscht, weil sie unzuverlässig waren“, sagte Rashidi, Chief Strategy Officer des Datensicherheitsunternehmens Cyera und Senior Fellow an der Harvard Kennedy School, gegenüber BUSINESS INSIDER (BI). Anstatt ihr Zeit zu verschaffen, hätten die KI-Agenten – virtuelle Assistenten, die Aufgaben eigenständig erledigen sollen – eine ständige Überwachung erfordert. „Ich habe mehr Zeit damit verbracht, auf sie aufzupassen“, als tatsächlich produktiv zu arbeiten, sagte sie. Rashidi nutzte zeitweise vier KI-Agenten gleichzeitig und trennte sich inzwischen von zwei davon. Damit gehört sie zu einer wachsenden Gruppe von Beschäftigten, die ein aktueller Bericht des Unternehmens Glean als sogenannte „Botsitter“ bezeichnet – Menschen, die jede Woche viele Stunden damit verbringen, KI-Systemen zusätzlichen Kontext zu liefern, Fehler zu beheben und fehlerhafte Ergebnisse nachzubessern. Dem Bericht zufolge verbringen Büroangestellte durchschnittlich 6,4 Stunden pro Woche mit dieser oft übersehenen Arbeit – fast einen kompletten Arbeitstag. Während viele Unternehmen, darunter Microsoft, noch daran arbeiten, wie KI-Agenten künftig mit menschlichen Mitarbeitern zusammenarbeiten sollen, setzen einige Einzelunternehmer bereits in großem Umfang auf solche Systeme, um ihr Geschäft zu führen. Für Rashidi zeigte sich jedoch, dass der Einsatz von KI-Agenten im Arbeitsalltag deutlich komplizierter ist, als es der derzeitige Hype vermuten lässt. „Das größte Problem ist, dass Bots und KI-Agenten übermäßig glorifiziert werden“, sagte sie. „Ja, sie sind beeindruckend. Aber für alles gibt es den richtigen Zeitpunkt und den richtigen Anwendungsfall. Und genau dieses Gespür haben wir verloren.“ „Ich habe keine Zeit, KI-Agenten zu babysitten“ Die Probleme, die Rashidi beschreibt, passen zu dem sogenannten Produktivitätsparadox, mit dem sich derzeit viele Unternehmen konfrontiert sehen. Business Insider berichtete im Rahmen der Serie „The Great Coding Reset“, dass KI zwar vielen Beschäftigten hilft, Aufgaben schneller zu erledigen. Diese Zeitersparnis schlägt sich jedoch bislang nicht zuverlässig in einer höheren Unternehmensleistung nieder. Laut dem Bericht von Glean könnte ein erheblicher Teil dieser verlorenen Produktivität genau durch das „Botsitting“ aufgezehrt werden. Das deckt sich mit Rashidis Erfahrungen. Statt weiterhin mehrere KI-Agenten zu verwalten, engagierte sie wieder menschliche virtuelle Assistenten, die einen Teil der Aufgaben übernehmen. „Ich habe keine Zeit, KI-Agenten zu babysitten und ständig ihren Kontext nachzukorrigieren“, sagte sie. Für Rashidi lautet die wichtigste Erkenntnis, dass Unternehmen nicht um der Automatisierung willen automatisieren sollten. „Menschen müssen Urteilsvermögen und kritisches Denken einsetzen“, sagte sie. „Und Führungskräfte müssen sich von der Vorstellung lösen, dass KI um jeden Preis eingeführt werden muss. Denn manchmal sind die Kosten höher als der Nutzen.“

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