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Ihr Leidensweg bewegte Millionen: Influencerin Sydney Towle erliegt mit 26 dem Krebs

Allgemein

Die US-Amerikanerin Sydney Towle ist gerade mal 23, als ihr mitgeteilt wird, dass sie Krebs hat. In den sozialen Netzwerken lässt sie daraufhin Millionen an ihrem Kampf gegen die Erkrankung teilhaben. Drei Jahre nach der Diagnose ist sie nun gestorben. Die Influencerin Sydney Towle ist im Alter von 26 Jahren gestorben. Ihre Familie gab den Tod in einem Social-Media-Beitrag bekannt. Demnach starb Towle am Mittwoch, dem 5. August. Der Post zeigt ein Foto der lächelnden Sydney Towle auf einem Berggipfel, die Sonne im Rücken. Über das Bild ist geschrieben: "Ruhe in Frieden, Sydney Elizabeth Towle. Ein endloser Sonnenstrahl. Eine Tochter, eine Schwester und eine Freundin für so viele." In der Bildunterschrift heißt es: "Wir werden dich immer so sehr lieben, Sydney. Ich bin so stolz darauf, wie hart du gekämpft hast. Ich liebe dich." Im Mai noch auf dem Laufsteg Die am 15. November 1999 in Newburyport, Massachusetts, geborene und in Florida aufgewachsene Towle war 23, als bei ihr ein Cholangiokarzinom festgestellt wurde. Von dem seltenen und bösartigen Tumor der Gallenwege sind meist vor allem Menschen jenseits der 50 betroffen. Towle war schon vor ihrer Krebs-Diagnose in den sozialen Medien umtriebig, wo sie sich unter anderem als Surferin und Läuferin präsentierte. Nach ihrer Erkrankung hielt sie ihre Community, die allein auf TikTok auf über eine Million Followerinnen und Follower anwuchs, regelmäßig über ihren Kampf gegen den Krebs auf dem Laufenden. Sie zeigte ihre Behandlungen ebenso wie ihre gesundheitlichen Rückschläge. Noch Ende Mai lief sie bei der Miami Swim Week für "Chemo Club x Post Swim" über den Laufsteg. Wie sie selbst darüber sinnierte, was einmal von ihr bleiben würde, ist in einem Podcast nachzuhören, der jetzt wieder die Runde macht. Im November 2025 war Towle bei "Question Everything" zu Gast, die Folge trug den Titel "Too Young for Cancer: Sydney Towle on Fighting for Her Life at 25". Auf die Frage nach ihrer letzten Botschaft musste sie nicht lange überlegen. "Ein bisschen Positivität" "Was ich den Menschen sagen würde, darüber habe ich tatsächlich schon nachgedacht", antwortete sie. "Also: Wenn ich noch ein Video machen würde, was würde ich sagen? Wenn es mein letztes Video wäre, dann würde ich die Leute an das erinnern, was ich dir bereits gesagt habe: Behandelt einander mit Freundlichkeit." Größer, so Towle, könne der Einfluss auf das Leben eines anderen Menschen kaum sein. "Begegnet den Menschen mit Mitgefühl und Empathie, und behandelt sie so, wie ihr selbst behandelt werden wollt", führte sie aus. "Das klingt so klischeehaft, es ist so ein abgedroschener Satz, aber wir wissen nie, was jemand gerade durchmacht. Wenn man ein bisschen Freundlichkeit verbreiten kann, ein bisschen Positivität, dann bedeutet das unglaublich viel für jemand anderen. Es kann seinen Tag retten, seine Woche." Im Mai hatte Towle dem "People"-Magazin geschildert, wie unvorbereitet sie der Moment getroffen habe, als einer ihrer Ärzte die Behandlung nicht fortführen wollte und ihr stattdessen zur Sterbebegleitung riet. "Ich stand komplett unter Schock, denn wie meine Mutter und ich in dem Video danach gesagt haben: Uns hatte nie jemand gesagt, dass wir auf diesen Weg zusteuern", sagte Towle. "Niemand hatte je Hospiz oder Palliativversorgung erwähnt. Wir hatten an diesem Morgen einfach ein Gespräch über meinen Behandlungsplan erwartet." "Keine andere Wahl" Sydney Towles Bruder Austin sprach einen Tag nach ihrem Tod ebenfalls mit "People". Der Wechsel ins Hospiz habe vor allem dazu gedient, seiner Schwester die verbleibende Zeit erträglicher zu machen, erklärte er. "Es war schon so weit fortgeschritten, dass es keine andere Wahl gab." Nicht vergessen werde er die Sturheit seiner Schwester gegenüber der Krankheit, so Austin Towle: "Sie hat einfach weitergekämpft. Ich will, dass die Leute wissen: Es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist. Gebt die Hoffnung nicht auf, egal, was passiert. Sie hat es nie getan. So lange nicht, bis sie körperlich, mental, emotional einfach nicht mehr konnte."

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