Ikea Nürnberg: Neuer Pop-up-Store im Hauptbahnhof eröffnet bald
Bis vor wenigen Tagen war die Fläche im Hauptbahnhof Nürnberg noch mit den kunterbunten Folien des Softdrink-Start-ups Holy beklebt. Das Berliner Unternehmen hatte sich dort, im westlichen Seitenarm der Eingangshalle des Hauptbahnhofs, seit Mai 2026 auf bestimmte Zeit eingerichtet. Nachdem der Laden mit den Nahrungsergänzungsmitteln für Getränke gut anlief und ankam, wurde fix eine Verlängerung bis Mitte August sichergestellt. Kaum ist Holy in der Fläche komplett ausgezogen, kündigen Plakate und weiße, blickdichte Vorhänge die Nachfolge an: Ikea meldet sich in zentraler Nürnberger Lage mit einem Pop-up-Geschäft zurück. Am Dienstag, 25. August, wird die Fläche erstmals aufsperren. Nachdem der vorherige Pop-up-Store im ehemaligen Kaufhof-Gebäude im Frühjahr 2026 planmäßig schloss, bringt IKEA dieses kompakte Format nun direkt an den zentralen Verkehrsknotenpunkt. Wie lange der Laden dort bleiben wird, ist derzeit nicht klar. Wie Ikea auf der Webseite anführt, wird es in dem Geschäft auf Zeit ausgewählte beliebte Produkte, Inspiration für Wohnbereiche und schwedische Lebensmittel zum Direktkauf geben. Gutschein- oder Guthabenkarten werden dort nicht angenommen, ebenso wenig Rückgaben oder Reklamationen. Auch ein Schwedenrestaurant oder -bistro wirst du dort nicht finden. Außerdem wird nur Kartenzahlung akzeptiert, mit Bargeld kommst du hier nicht weit. Was du dort aber finden wirst: einen Planungsservice für zum Beispiel deinen individuellen PAX-Kleiderschrank. Diesen kannst du in der Mini-Filiale in Anspruch nehmen. Größere Möbel kannst du direkt vor Ort bestellen, zudem sind Pick-Up-Möglichkeiten (Click & Collect) buchbar. Lange Zeit war in dieser Ladenfläche die Modeschmuck- und Accessoires-Marke Claire‘s Boutique zu finden. In der vergangenen Adventszeit zog dann für bestimmte Zeit ein Pop-Up der fränkischen Bäckereikette Der Beck ein und offerierte Lebkuchen, Plätzchen und anderes weihnachtliches Gebäck. Doch dann stand die Fläche im westlichen Seitenarm der Eingangshalle des Hauptbahnhofs für ein paar Wochen und Monate leer - bis Holy aus Berlin einzog. Es ist ein Intermezzo - wie lange es andauert, ist derzeit nicht klar. In wenigen Tagen ist der Leerstand im Hauptbahnhof allerdings wieder gefüllt. © Andrea Munkert Ikea und Nürnberg: Eine lange und auch wechselhafte Geschichte Ikea und Nürnberg beziehungsweise Fürth verbindet eine lange Geschichte. Das Möbelhaus in der Hans-Vogel-Straße 110 eröffnete im Jahr 1981 - doch bereits 1979 bestand eine sogenannte Startboutique in der Marienstraße in Nürnberg, die schon 1981 wieder schloss. 2017 kaufte Ikea ein rund 73.000 Quadratmeter großes Grundstück an der Regensburger Straße 420–422 (nahe Max-Morlock-Stadion). Geplant war ein 80 Millionen Euro teures Möbelhaus mit über 25.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, das ursprünglich 2020 eröffnen sollte. Obschon die Stadt Nürnberg den Bebauungsplan zügig verabschiedete und Baurecht schuf, passierte auf dem Areal jahrelang nichts. Nach einer umfassenden Prüfung teilte IKEA im Mai 2026 mit, dass sich das Vorhaben unter den heutigen Rahmenbedingungen und veränderten Einkaufsgewohnheiten wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll umsetzen lässt. Die Pläne wurden gecancelt. Was mit der brachliegenden Fläche in Nürnberg-Süd weiter passiert, ist aktuell noch offen. Ikea und die Stadt Nürnberg stehen dazu in engem Austausch, um eine alternative Nutzung zu finden. Statt eines zweiten Großprojekts setzt Ikea in der Region inzwischen voll auf das bestehende Einrichtungshaus in Fürth sowie auf kompaktere, temporäre City-Formate - wie den kürzlich geschlossenen Store im ehemaligen Kaufhof oder eben den neuen Pop-up-Store am Hauptbahnhof Nürnberg. Immer topaktuell informiert bleiben über die wichtigsten Themen aus der Region? Über unseren WhatsApp-Kanal erfährst du alle Neuigkeiten aus erster Hand.